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TSV Hannover-Burgdorf verliert auswärts 34:31 gegen den THW Kiel

RECKEN spielen lange Zeit gegen den Rekordmeister mit

Die TSV Hannover-Burgdorf verliert auswärts ihr erstes Saisonspiel mit 34:31 (17:18) gegen Rekordmeister THW Kiel vor rund 1.700 Zuschauern in der Wunderino-Arena. Trotzdem spielte die Mannschaft von Carlos Ortega gegen den letztjährigen Meister lange Zeit mit und führte sogar bis kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit.

DIE RECKEN starteten gut in das Spiel durch einen Treffer von Ivan Martinovic aus dem Rückraum. Niclas Ekberg, der im letzten Spiel 11 Tore gegen Erlangen erzielen konnte, hatte direkt die passende Antwort für den Gastgeber mit einem verwandelten Siebenmeter parat. Nach zwei weiteren Treffern von Johan Hansen und einem Tor von Kreisläufer Evgeni Pevnov führten die Niedersachsen nach fünf Minuten mit 4:2. Beide Mannschaften setzten auf ihr Tempospiel, sodass sich die englische Woche in den Anfangsminuten nicht bemerkbar machte. In Folge der aggressiven Abwehr und einer Unterzahl der Kieler konnte Johan Hansen in der 13. Minute erstmalig auf drei Tore erhöhen. Insbesondere der dänische Neuzugang überzeugte in den ersten 15 Minuten mit fünf Toren, davon unter anderem ein sehenswerter Gegendreher. Nach einer Zeitstrafe von Alfred Jönsson konnte der THW Kiel erstmalig auf ein Tor verkürzen, sodass der Spielstand nach 18 Minuten 10:9 lautete. Doch DIE RECKEN ließen nicht locker und konnten in Folge von drei weiteren Treffern von Johan Hansen mit 16:13 in Führung gehen. Das führte dazu, dass Trainer Filip Jicha früh reagierte und den 42-jährigen Matthias Andersson ins Kieler Tor brachte, was sich mit zwei folgenden Paraden als richtige Entscheidung zeigen sollte. Generell dominierten in der ersten Halbzeit die Angriffsreihen, sodass die beiden Mannschaften mit einem 18:17 für DIE RECKEN in die Kabinen gingen.

Der THW Kiel kam gut in die zweite Hälfte und konnte nach 31 Minuten ausgleichen. Eine Unterzahl von Hannes Feise führte dazu, dass der Gastgeber mit 22:21 erstmalig in Führung gehen konnte. Niedersachsens Spitzenhandballer bekamen in der Abwehr keinen Zugriff, wodurch das Kieler Angriffsspiel in Fahrt kam. Doch die TSV Hannover-Burgdorf ließen sich bis zur 45. Minute nicht abschütteln und konnten durch den ersten Treffer von Filip Kuzmanovski im RECKEN-Dress mit 27:26 im Spiel bleiben. Anschließend erlaubte sich der Angriff technische Fehler und die Spieler ließen einfache Würfe liegen, wodurch der Rekordmeister erstmalig mit vier Toren davonziehen konnte. Auch in der darauffolgenden Phase fanden DIE RECKEN nicht mehr die passenden Mittel gegen das Kieler Abwehr-Bollwerk, sodass der Spielstand nach 55 Minuten 32:29 für den Gastgeber lautete. In der vorletzten Minute hätte die Mannschaft nach einer Zeitstrafe von Rune Dahmke auf ein Tor verkürzen können, wenn Niclas Ekberg nicht den entscheidenden Siebenmeter zum 34:31 und gleichzeitigen Endergebnis reingemacht hätte. Nach 60 kräfteraubenden Minuten gewinnt der THW Kiel ein intensives Spiel, bei dem DIE RECKEN lange Zeit fast für die Überraschung gesorgt hätten.

Carlos Ortega zeigt sich nach dem Spiel gewohnt kritisch. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit Probleme im Angriff und haben viele einfache Würfe nicht reingemacht. Dazu haben unsere Torhüter nicht mehr so viele Bälle gehalten wie noch in der ersten Halbzeit.“, kommentiert der spanische Trainer das Auswärtsspiel in Kiel. Gleichzeitig freut er sich aber auch, dass „Nejc Cehte und Filip Kuzmanovski nach langer Verletzungspause wieder ihre ersten Einsatzminuten bekommen haben“. Mannschaftskapitän Fabian Böhm schaut anschließend schon auf den nächsten Gegner. „Wir haben jetzt zwei sehr gute Spiele gemacht und spielen schon in 48 Stunden gegen Coburg. Ich hoffe wir machen dann das dritte gute Spiel und gewinnen Zuhause.“, resultiert der Leistungsträger nach dem zweiten Spieltag der noch jungen Saison in der LIQUI MOLY HBL.

Schon am kommenden Donnerstag um 19 Uhr spielen die Niedersachsen gegen Aufsteiger HSC 2000 Coburg in der ZAG Arena. Sei dabei, wenn es wieder heißt „RECKEN ROCKEN“! Karten sind immer noch über den Online-Ticketshop erhältlich.

 

DIE RECKEN: Ebner, Lesjak, Büchner, Feise (1), Böhm, Hanne, Kuzmanovski (3), Jönsson (4), Martinovic (5), Cehte (1), Donker, Hansen (9), Krone, Brozovic (5), Pevnov (3)

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