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Punkteteilung

RECKEN und Wetzlar trennen sich mit einem Unentschieden

Die TSV Hannover-Burgdorf hat das Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar mit einem 25:25 (15:12) Unentschieden beendet. DIE RECKEN zeigten eine sehr starke erste Spielhälfte konnten das hohe Niveau in der zweiten Halbzeit aber nicht beibehalten. Die Niedersachsen hatten mit dem finalen Angriff noch die Chance auf den Sieg, aber mehr als ein direkter Freiwurf sprang nicht mehr heraus. „Alles in allem ist das ein gerechtes Ergebnis“, erklärte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen.

Die Anfangsphase in Wetzlar verlief vollkommen ausgeglichen. Keiner der beiden Mannschaften gelang es in den ersten fünfzehn Spielminuten, sich einen Vorteil zu erarbeiten, obwohl DIE RECKEN immer einem knappen Rückstand hinterherliefen. Allerdings hatten es die Niedersachsen einem gut aufgelegten Domenico Ebner im Tor zu verdanken, dass sie nicht höher in Rückstand gerieten. Der 25-jährige zeigte mehrere sehenswerte Paraden und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich ein ganz enges Spiel auf Augenhöhe entwickelte.

Es dauerte bis zur 21. Spielminute, ehe DIE RECKEN durch einen Gegenstoßtreffer von Timo Kastening, nach einer weiteren Parade von Ebner, beim 11:10 die erste Führung markieren konnten. Dies gab den Niedersachen aber mächtig auftrieb und war der Anfang einer ganz starken RECKEN-Phase. Kastening kam jetzt in Fahrt und erhöhte erneut per Tempogegenstoß zum 12:10 (22.). Ebner hielt weiter alles, was zu halten war und so konnten die Niedersachsen den Vorsprung, dank Treffer von Kastening und Cehte, auf 14:10 (24.) ausbauen.

Die Abwehr der Niedersachsen rührte in diesen Minuten den sprichwörtlichen Beton an und konnte sich weiterhin auf Domenico Ebner verlassen, der die Wetzlarer Angreifer mit seinen gehaltenen Bällen schier zur Verzweiflung brachte. Höhepunkt der Ebner-Show im ersten Spielabschnitt war eine Doppelparade in der 26. Spielminute. Allerdings verpassten es die Niedersachsen, sich noch weiter von der HSG Wetzlar abzusetzen, gingen aber mit einer 15:12 Führung in die Pause.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt hatten die Gastgeber. Vorne konnten DIE RECKEN ihre guten Wurfchancen nicht nutzen und die Hausherren verkürzten auf 15:14. Ivan Martinovic durchbrach die torlosen Minuten für die Niedersachsen und besorgte das 16:14 (35.). DIE RECKEN ließen nach der Pause die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen und brachten die Gastgeber dadurch wieder ins Spiel. In der Abwehr standen die Niedersachsen aber immer noch kompakt und auch Domenico Ebner blieb in der Rittal Arena hellwach.

Die Nachlässigkeiten der RECKEN im Abschluss hielten in der Folge weiter an. Die Niedersachsen scheiterten viel zu häufig an Wetzlar´s Schlussmann Till Klimpke und das rächte sich. Aus einer 19:17 Führung für DIE RECKEN wurde ein 20:19 (49.) Rückstand. Carlos Ortega reagierte und versuchte seine Mannschaft in einer Auszeit neu einzustellen. Diese zeigte schnell die erhoffte Wirkung, denn Kastening gewann einen Ball in der Abwehr und vollendete vorne selbst zum 20:20 Ausgleich.

Somit entwickelte sich die von vielen vor dem Spiel erwartete enge und heiße Schlussphase. Wetzlar legte jetzt vor, doch DIE RECKEN glichen immer wieder aus. Hochdramatisch wurde es in den letzten 120 Sekunden. Der eingewechselte Urban Lesjak parierte beim 25:25 freistehend gegen Maximilian Holst und seine Vorderleute hatten die Chance, wieder in Führung zu gehen.

Fabian Böhm und Morten Olsen nutzten die Konfusion in der Wetzlarer-Abwehr und spielten Timo Kastening frei, doch der Jungnationalspieler scheiterte am glänzend haltenden Till Klimpke. Somit hatte Wetzlar alle Trümpfe in der eigenen Hand. Der ehemalige RECKE Filip Mirkulovski schloss jedoch überhastet ab und fand seinen Meister in Urban Lesjak.

Das Pendel schlug wieder in Richtung RECKEN aus und Carlos Ortega besprach mit seinen Schützlingen in einer letzten Auszeit den finalen Angriff. Dieser brachte allerdings nicht mehr als einen direkten Freiwurf ein, den Mait Patrail nicht an der Wetzlarer Abwehrmauer vorbeibringen konnte. „Nach dem Spielverlauf zu urteilen ist es eher ein Punktverlust für uns. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut angegriffen wie in den ersten 30 Minuten. Wenn wir uns dann Torchancen erspielt haben, konnten wir diese nicht verwerten“, analysierte Mait Patrail.

Somit mussten beide Mannschaften mit einer Punkteteilung leben. „Wir nehmen den Punkt mit. Wir haben es verpasst, die entscheidenden Nadelstiche zu setzen, und müssen mit dem Unentschieden leben“, bilanzierte der starke Domenico Ebner.  

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