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„Insgesamt zufrieden“

Deutsche RECKEN ungeschlagen, Italien nicht qualifiziert

Die deutsche Nationalmannschaft um Kapitän Kai Häfner blieb mit dem ungefährdeten 28:17 (16:5) in Nürnberg gegen den Kosovo als einzige Mannschaft in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 ohne Punktverlust. „40 Minuten lang war ich wie in Israel mächtig beeindruckt, danach war etwas Schlendrian drin“, fasste Bundestrainer Christian Prokop das Spiel zusammen und bilanzierte: „Aber insgesamt bin ich zufrieden mit der Lehrgangswoche.“ Auch ohne Timo Kastening, der als einziger Feldspieler gegen Israel durchgespielt hatte und mit der Rückkehr von Tobias Reichmann in den Kader erst in der zweiten Hälfte zum Einsatz kam, startete die deutsche Mannschaft furios.

Nach acht Minuten stand es bereits 5:0 und bis zur Halbzeit erhöhte das Team auf 16:5 und ließ den Gästen keine Chance. In der zweiten Hälfte wirkten sowohl Angriff wie auch die Verteidigung etwas unkonzentriert, so dass die Kosovaren zu einigen sehenswerten Treffern kamen und die zweite Halbzeit ausgeglichen gestalten konnte. Am deutlichen Erfolg der Deutschen änderte dies aber nichts.

Während die deutsche Mannschaft bereits qualifiziert war, ging es für die italienische Nationalmannschaft mit Neu-RECKE Domenico Ebner im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn um alles. Nur ein Sieg gegen die bereits qualifizierten Gastgeber würde die Chancen auf die Teilnahme an der EM aufrechterhalten. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie in der die Ungarn in der ersten Hälfte immer ein, zwei Tore vorne lagen, sich aber, auch dank einem gut aufgelegten Ebner, nicht absetzen konnten. Den Italienern gelang acht Minuten nach Wiederbeginn der Ausgleich und wenig später die Führung. Knappe zehn Minuten vor Abpfiff lag die Mannschaft weiterhin mit einem Tor in Führung.

Es folgte ein Siebenmeter gegen die Latte und sieben Paraden des ungarischen Torhüters, so dass den Italienern nur noch zwei Treffer gelangen und die Ungarn sich am Ende dank ihrer Erfahrung mit 32:29 (16:14) durchsetzten. „Vor zehn Monaten waren wir glücklich gegen Mannschaft wie Russland und Ungarn spielen zu dürfen, jetzt hatten wir die Chance uns für eine EM zu qualifizieren und lagen kurz vor Schluss mit zwei Toren vorne. Schade, dass es nicht geklappt hat, aber ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, sie hat sich super weiterentwickelt“, lobte Trainer Riccardo Trillini sein Team trotz der Niederlage.

Ebenfalls qualifiziert sind die Slowenen um Nejc Cehte, der vier Treffer zum 32:28 Erfolg gegen Estland beisteuerte, sowie Morten Olsens Dänen, die sich auch ohne den Spielmacher der RECKEN mit zwei Siegen, wie die Deutschen und Slowenen, den Gruppensieg sicherten. Die Gruppengegner der RECKEN-Spieler bei der EM werden am 28. Juni in Wien ausgelost.

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