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Auf Nummer sicher

RECKEN-Neuzugänge absolvieren neuropsychologische Tests

Die Frage der Spielfähigkeit nach Kopfverletzungen wie beispielsweise Gehirnerschütterungen oder Schädel-Hirn-Traumata beschäftigt im professionellen Sport Athleten, Trainer, Mediziner und Offizielle gleichermaßen. DIE RECKEN gehen bei dieser Thematik bereits im dritten Jahr auf Nummer sicher und führen in regelmäßigen Abständen neurologische Tests mit ihren Spielern durch.  

Bei der aktuellen Untersuchung wurden die RECKEN-Neuzugänge Evgeni Pevnov, Ilija Brozovic und Pavel Atman, von denen bislang noch keine Referenzwerte vorlagen, genauer untersucht. „Die Spieler werden beispielsweise in den Bereichen audiovisuelle Wahrnehmung, Konzentration oder Reaktionsschnelligkeit untersucht. Dabei wollen wir Basiswerte erheben, an denen wir uns im Verletzungsfall orientieren können, damit der Spieler nicht zu früh wieder zum Einsatz kommt und so eventuell Langzeitschäden erleidet“, erklärt RECKEN-Physiotherapeut Timm Kostrzewa.

In anderen Sportarten, wie beispielsweise dem Eishockey, sind die neuropsychologischen Tests bereits vorgeschrieben. In den nordamerikanischen Profiligen (NFL, NHL) hat das Thema nicht erst seit dem Hollywoodfilm Concussion (mit Will Smith) eine besondere, gesellschaftliche Brisanz. „In Deutschland sind diese neuropsychologischen Tests noch nicht schwerpunktmäßig in den Fokus geraten, wahrscheinlich weil es keine prominenten Präzedenzfälle gibt. Wir wollen für unsere Spieler aber absolute Gewissheit in diesem Punkt haben“, sagt Timm Kostrzewa.

Für die drei RECKEN-Profis Atman, Brozovic und Pevnov waren die verschiedenen Tests am Computer nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch aufschlussreich und mental anstrengend. „Gerade nach Kopfverletzungen ist es oft schwierig, den optimalen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in den Wettkampf zu finden. Jetzt habe ich aber eine Grundlage, an der ich mich orientieren kann“, stellt Ilija Brozovic klar.

Momentan nutzen DIE RECKEN die Testergebnisse ausschließlich vor dem medizinischen Hintergrund. Perspektivisch sollen die Daten aber auch für den Trainingsbetrieb herangezogen werden.

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