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Am Ende ohne Chance

Eine Reise nach Kiel ist für jedes Team in der DKB Handball-Bundesliga eine undankbare Aufgabe - mit großer Personalnot im Gepäck wird die Fahrt in der Regel allerdings noch schwieriger. So kam es auch für die TSV Hannover-Burgdorf am 30. Spieltag in der Sparkassen-Arena. Die arg dezimierten Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer konnten dem Rekordmeister nur eine Halbzeit lang Paroli bieten. Am Ende mussten sich Kapitän Lars Lehnhoff und Co. allerdings mit 37:20 (16:12) geschlagen geben.

Christopher Nordmeyer musste im hohen Norden auf mehrere Stammspieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten Rúnar Kárason, Gustav Rydergard und Frederic Repke standen auch Csaba Szücs und Jan Fiete Buschmann nicht zur Verfügung. Damit mussten DIE RECKEN ohne gelernten Linkshänder im Rückraum auskommen. Zu allem Überfluss waren auch Mait Patrail und Alvaro Ferrer nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, stellten sich aber in den Dienst der Mannschaft. Nordmeyer konnte in Julius Hinz, Timo Kastening und Hendrik Pollex drei Akteuren aus dem Perspektivkader die Gelegenheit geben, vor der beeindruckenden Kulisse in der Kieler- Sparkassen-Arena aufzulaufen.  

Mit Vasko Sevaljevic übernahm ein Rechtshänder zu Spielbeginn die verwaiste Position im rechten Rückraum. Mit Erfolg, denn DIE RECKEN präsentierten sich in der Sparkassen-Arena zu Beginn hellwach. Gestützt auf einen gut aufgelegten Martin Ziemer im Tor der Hannoveraner und eine clevere Angriffsstrategie blieben DIE RECKEN bis zum 16:12 Halbzeitrückstand am hohen Favoriten dran. Mit zunehmender Spieldauer schwanden den Niedersachsen allerdings mehr und mehr die Kräfte. Zudem zog der Abonnementmeister die Zügel immer weiter an und setzte die Hannoveraner stärker unter Druck.

Obwohl Christopher Nordmeyer mehrere taktische Varianten probierte und beispielsweise mit Juan Andreu und Joakim Hykkerud zwei Kreisläufer gleichzeitig einsetzte, setzten sich die Kieler Tor um Tor ab. Die stärkste Phase der Hausherren wurde auch durch Keeper Johan Sjöstrand begünstigt, der einige gute Wurfchancen der RECKEN vereitelte. Am Ende stand ein deutlicher 37:20 Erfolg für die Hausherren fest.

Der TSV Hannover-Burgdorf bleiben jetzt drei Tage zur Regeneration bevor es am Samstag zum Duell mit der HSG Wetzlar in der Swiss Life Hall kommt. Hoffentlich stehen Christopher Nordmeyer dann wieder mehr Spieler zur Verfügung, damit die Partie gegen den Tabellennachbarn unter besseren Vorzeichen als die Reise zum THW Kiel steht.

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