News

Würdevoller Abschied geglückt

Csaba Szücs hatte es bereits unter der Woche angekündigt: Das Publikum sollte einen würdevollen Abschied der RECKEN aus dem EHF Cup erleben. Was die 2.816 Zuschauer aber am Samstagabend geboten bekommen haben, war weitaus mehr als nur ein würdevoller Abschied. Es war eine klasse Leistung, die Mait Patrail & Co. trotz größter personeller Sorgen auf das Parkett legten.

Csurgoi beginnt stark

Dabei sah es zu Beginn noch nicht nach einem Triumph der RECKEN aus. Die Ungarn, die sich mit einem Sieg für die Runde der letzten Acht qualifiziert hätten, begannen der Wichtigkeit der Partie entsprechend äußerst aggressiv und führten schnell mit 3:5. Doch die Niedersachsen zeigten bereits in dieser frühen Phase ihren Kampfesgeist und konnten mehrfach ungarische Führungen wieder ausgleichen. Gegen Ende der ersten Hälfte erlaubten sich DIE RECKEN jedoch die einzigen schwächeren Minuten des Spiels und scheiterten mehrfach am Schlussmann der Gäste. Von einem 11:12 konnte sich Csurgoi KK somit auf einen 12:16 Halbzeitstand absetzen.

Manndeckung in der zweiten Hälfte 

Zur zweiten Hälfte hatte sich Christopher Nordmeyer, Trainer der RECKEN, aber eine taktische Umstellung in der Deckung überlegt. Der in der ersten Hälfte überragende ungarische Mittelmann Barys Pukhouski bekam konsequente Manndeckung von Alvaro Ferrer, „Das ist eigentlich eine unkonventionelle Maßnahme, hat uns aber heute den Sieg gebracht“, freute sich Nordmeyer über die gelungene Umsetzung der Deckungsvariante. Das Csurgoier Angriffsspiel verlor ohne ihren Spielmacher deutlich an Kreativität und Beweglichkeit. Resultat waren zahlreiche Gegenstöße, welche die Hannoveraner zumeist konsequent nutzen konnten. Bereits nach 38 Minuten konnte Csaba Szücs den Ausgleichstreffer zum 17:17 erzielen.

Die Ungarn schienen sich daraufhin mit der Manndeckung zu revanchieren und es entwickelte sich ein packendes Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Kontrahenten. Die Frage schien zu diesem Moment jedoch zu sein, wie lange die Hannoveraner mit ihrem Mini-Kader von nur neun Feldspielern das hohe Tempo halten könnten. Doch das Publikum in der Swiss Life Hall pushte DIE RECKEN noch einmal nach vorne. „Die Zuschauer haben wieder einmal einen großen Anteil an diesem Erfolg“, bekannte Nordmeyer nach Ablauf der Partie seine große Anerkennung gegenüber den Fans.

Kraft für anstehende Aufgaben

Mit diesem Momentum auf ihrer Seite konnten sich die Niedersachsen zum denkbar günstigsten Zeitpunkt absetzen und erzielten rund drei Minuten vor dem Ende durch Mait Patrail das 27:23 – die Vorentscheidung. Csurgoi zeigte noch einmal großen Willen und verkürzte auf 27:26, doch der Sieg der Gastgeber kam nicht mehr in Gefahr. „Das ist ein schöner Erfolg für uns, auch wenn er mit Blick auf die Tabelle wertlos ist“, sah Christopher Nordmeyer den Sieg mit gemischten Gefühlen. Es darf immerhin davon ausgegangen werden, dass der Triumph einen positiven Einfluss auf die derzeit nicht immer von Glück und Freude gesegnete Mannschaft haben wird und ihnen Kraft für die anstehenden Aufgaben gibt.

 

Statistik: 

DIE RECKEN – Csurgói KK 27:26 (12:16)

Ziemer, Andreu (3), Patrail (6), Hykkerud (3), Rydergard, Szücs (5), Sevaljevic (1), Ferrer (1), Hinz (2), Kastening (6), Weber 

Herbert, Grebenar (2), Pukhouski (8), Gazdag (2), Borsos, Wyszomirski, Olah, Pordan (3), Vadkerti, Orszagh, Szöllösi (4), Pallag, Savic (2), Nagy (2), Garcia (3)

 

Siebenmeter: 7/3 – 2/1

Strafminuten: 12:12

Schiedsrichter: Cindric/Gonzurek

Zuschauer: 2.816

Weitere News