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TSV wieder kurz vor der Sensation

29:31 (15:20) gegen die SG Flensburg-Handewitt

Den Start ins letzte Heimspiel des Jahres hatte die TSV verschlafen: während

die Mannschaft von Trainer Christopher Nordmeyer im Angriff einige Würfe

versetzte oder an GS-Torhüter Mattias Andersson scheiterte, kam Flensburg spielend zu

seinen Toren. Nach dem 1:5 durch Holger Glandorf legte Nordmeyer die grüne

Karte und hatte seinen Mannen einiges zu sagen. Aber auch nach der Auszeit lief

es nur bedingt besser. Athlet Aivis Jurdžs traf zum ersten Mal aus dem Feld,

nachdem vorher nur Flügelflitzer Lars Lehnhoff per Strafwurf getroffen hatte.

Lars Kaufmann aus zehn Metern, dann Lasse Svan Hansen

mit dem Abpraller und Anders Eggert im Konter - Flensburg hatte beim 3:8 nach

acht Minuten das Spiel in der Hand. Der Gast aus dem hohen Norden rotierte

viel, brachte immer wieder Viktor Szilagyi aus Kreuzungen torgefährlich ins Zentrum

und von dort aus initiierte der Österreicher gute Attacken. Erst in der 13.

Minute leistete sich die SG den ersten Angriffsfehler. Nordmeyer reagierte:

erst kam Adam Weiner ins Tor, dann deckte Ásgeir Örn Hallgrímsson als Spitze

Szilagyi raus.

Die TSV kam mit der Zeit durch einige Paraden von

Weiner wieder in Schlagdistanz - zweimal hintereinander rettete der Pole, vorne

traf Shooter Piotr Przybecki zum 9:14. Aber die SG dominierte weiter und hielt

den Vorsprung. Erst in der Endphase der ersten Hälfte strauchelten die Männer

von Trainer Ljubomir Vranjes, die im ersten Durchgang nicht wechselten. Mit dem

Pausenpfiff sorgte dann ein weiterer Strafwurf von Lehnhoff für Hoffnung bei

der TSV - Svan Hansen hatte den zweiten Kempa-Versuch der Gastgeber verhindert,

Lehnhoff traf zum 15:20 Pausenstand.

TSV in 2. Halbzeit nah an Überraschung dran

Im zweiten Durchgang agierte Flensburg nicht mehr auf

gleichem Niveau im Angriff, leistete sich viele schwache Abspiele und

Abschlüsse. Zudem hielt TSV-Schlussmann Weiner konstant gut und auch nach vorne

ging es bei der TSV schneller. Mario Clößner traf aus der zweiten Welle zweimal

in Folge zum 15:21. Es kam Thomas Mogensen für Kaufmann, SG-Trainer Vranjes war

nicht zufrieden und konnte nur auf Keeper Andersson bauen. Die Mannschaft um

Kapitän Hannes Jón Jónsson hingegen war wacher, aggressiver und wieder im

Spiel. 20:22 hieß es nach dem Treffer von Clößner auf einmal. Nordfriese Torge Johannsen,

von 2003 bis 2009 selbst in Flensburg aktiv, verpasste jeweils den

Anschlusstreffer per Heber zum möglichen 21:22 und wenig später im Konter auch

beim 21:23. Vranjes brachte Petar Djordjic für Szilagyi, der Fluss aber war hin

bei der SG. Es waren zusehends Einzelaktionen, Michael Knudsen tankte sich zum

21:24, holte einen Siebenmeter, den Eggert zur Vier-Tore-Führung einnetzte und

schickte dann Clößner auf die Strafbank.

In Überzahl verkürzte Jurdžs zum 23:25, es passte zur

Flensburger Vorstellung in Halbzeit zwei das Djordjic mit einem Gewaltwurf den

nächsten Treffer setzte anstatt spielerische Lösungen zu finden. Als dann aber

Flensburg wieder mehrfach scheiterte und Svavarsson das 27:28 (53.) setzte,

tobten die 3.122 Zuschauer in der AWD-Hall - Flensburg wankte. Als dann

Andersson einen harmlosen und zu frühen Wurf fischte, sorgte Knudsen beim 27:31

(56.) für die Vorentscheidung. Nordmeyer nahm die Auszeit, schaffte aber keine

Wende mehr. Die TSV zahlte letztlich die Quittung für die schwache

Anfangsphase, in der man einen zu großen Rückstand genommen hatte.

Hier gibt es die Pressekonferenz des Spiels zu sehen:

 

Alle Bilder zum Spiel gibt es in der TSV-Galerie.

Tore TSV:Lehnhoff (6/3), Jónsson (5/1), Jurdžs (4) Clößner, Przybecki, Svavarsson (alle 3),

Johannsen, Olsen (beide 2), Hallgrímsson (1)

Tore SG:Knudsen (9), Eggert (6), Kaufmann (5), Svan Hansen, Szilagyi (beide 3), Glandorf

(2), Djordjic, Karlsson, Mogensen (alle 1)

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