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Ein Tag der vergebenen Möglichkeiten

Das 26:30 auf der Anzeigetafel der AWD-Hall entsprach letztendlich dem, was von den meisten Beteiligten vor dem Spiel erwartet wurde. Dem Spielverlauf nach blieb jedoch auf Seiten der TSV Hannover-Burgdorf große Enttäuschung zurück, die Weltklassemannschaft des HSV Handball war an diesem Abend keinesfalls unschlagbar.

In der ersten Halbzeit waren DIE RECKEN gut im Spiel. Mit bis zu drei Toren konnte man sich absetzen und es hatte den Anschein, als hätten die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer die Partie relativ gut im Griff. Individuelle Fehler jedoch hielten den HSV zu diesem Zeitpunkt im Spiel, sodass es aus TSV-Sicht "nur" mit einem 15:15 in die Kabinen ging, zumal die Überzahlsituationen häufig ungenutzt blieben.

Auch danach hatten Buschmann & Co. zunächst das Zepter in der Hand. Nach dem 20:17 häuften sich dann allerdings die Unkonzentriertheiten auf Seiten der Niedersachsen in Form von technischen Fehlern, Fehlpässen und -würfen, was von einer Spitzenmannschaft wie Hamburg ausgenutzt und gnadenlos vor allem in Form von Gegenstößen des schwedischen Linksaußen Frederik Petersen bestraft wurde. So blieb die Überraschung am Ende aus. Zu allem Überfluss handelte sich Morten Olsen kurz vor Spielende noch eine rote Karte mit Bericht ein. Über eine mögliche Sperre für den Dänen wird die TSV in den nächsten Tagen informiert.

Entsprechend groß war  die Enttäuschung. "Es war ein verdienter Sieg für den HSV. Gegen eine Spitzenmannschaft mit vier Toren zu verlieren, ist eigentlich nicht schlecht, aber ich bin sehr enttäuscht. Spielerisch war kein Qualitätsunterschied erkennbar, unser Überzahlspiel war allerdings zu schwach", trauerte RECKEN-Trainer Nordmeyer der verpassten Chance nach. Auch Geschäftsführer Benjamin Chatton zeigte sich unzufrieden: "In der zweiten Hälfte waren wir dem Spiel in entscheidenden Situationen vor allem psychisch nicht mehr gewachsen und haben uns einige Aussetzer geleistet. Das müssen wir jetzt in der spielfreien Pause aufbereiten."

Einen großen Gewinner gab es an diesem Abend dennoch aus TSV-Sicht. Hendrik Pollex vertrat auf der Rechtsaußen-Position den gesperrten Torge Johannsen exzellent und glänzte unter anderem mit fünf Treffern bei einer hundertprozentigen Wurfquote. "Kompliment an Hendrik Pollex. Er hat seine Sache sehr gut gemacht. In wichtigen Phasen wurde ihm von erfahrenen Spielern Verantwortung übertragen, was schon einiges aussagt. Nichtsdestotrotz weiß er natürlich, dass es morgen wieder von neuem beginnt und er weiter an sich arbeiten muss", zollte auch Chatton der Leistung des 18-jährigen Respekt.

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