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Ein Aufsteiger zum Saisonauftakt

Christopher Nordmeyer freut sich auf die kommende Saison „wie auf keine andere bisher“. Doch zum Auftakt wartet mit dem ThSV Eisenach gleich ein unangenehmer Gegner. „Das 30:30 im Sparkassen-Cup vor drei Wochen hat uns alle Illusionen genommen, dass das Samstag ein leichtes Spiel für uns wird“, so der RECKEN-Trainer. Da hilft auch – in Bezug auf den guten sechsten Tabellenplatz in der vorangegangenen Spielzeit – alle Vergangenheit nicht. "Wir schauen auf die Gegenwart und konzentrieren uns auf das Spiel am Samstag", erklärt Nordmeyer.

Der ThSV Eisenach, der am Mittwoch überraschend in der ersten Runde mit einem 29:32 gegen den Drittligisten SG Wallau im DHB-Pokal ausschied, hat sich laut Nordmeyer allerdings nach dem Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga gut verstärkt. Mit Aivis Jurdžs wartet sogar ein bekanntes Gesicht auf DIE RECKEN, denn der lettische Nationalspieler wechselte Anfang der Saison von der TSV nach Eisenach. Zudem vermeldeten die Thüringer erst vor wenigen Tagen den Wechsel des slowenischen Abwehrspezialisten Peter Pucelj, der mit der Auswahl seiner Heimat bei der Handball-WM Anfang dieses Jahres in Spanien den vierten Platz belegte.  Zu den weiteren Neuzugängen der Eisenacher zählen außerdem auch der Däne Rene Villadsen (Sonderjyske Elitesport), der Isländer Bjarki Elisson (FH Hafnarfjördur) und der estnische Rückraumspieler Dener Jaanimaa (EHV Aue).

Die drei Neuzugänge der RECKEN haben sich indes gut eingelebt. Nikolai Weber und Vasko Ševaljević sind schon seit Beginn der Vorbereitung mit dabei, Borut Mačkovšek konnte aufgrund der U 21-WM hingegen erst vor gut drei Wochen zum Nordmeyer-Team hinzustoßen. „Vasko spricht sogar schon ein wenig deutsch“, berichtet der RECKEN-Trainer stolz, „alle drei zeigen großen Einsatz“. Neben den drei Neuen kann Nordmeyer – bis auf Tamás Mocsai, der angesichts seines Handbruchs weiterhin pausieren muss – am Samstag ab 19 Uhr in der Eisenacher W.-Aßmann-Halle auf all seine Schützlinge zurückgreifen.

In Eisenach läuft Lars Lehnhoff, den Nordmeyer als „Integrationsfigur“ bezeichnet, auch erstmals als Kapitän der RECKEN „in der stärksten Liga der Welt“ auf. Dass die Mannschaft dort schon einmal beim Sparkassen-Cup in der Vorbereitung zu Gast war, wertet Nordmeyer im Hinblick auf die erneut zu erwartende Euphorie und Lautstärke der Fans nach dem Aufstieg indes als positiv. Die steigende Begeisterung der eigenen Fans nach dem Erreichen eines Europapokal-Platzes ist Nordmeyer allerdings auch nicht verborgen geblieben. „Bei den Spielen in der Vorbereitung und beim öffentlichen Training waren auf einmal viel mehr Fans als vorher“, zeigt sich der RECKEN-Coach positiv gestimmt.

Die Mannschaft will am Samstag auf jeden Fall alles geben, um zu gewinnen und um der Vorfreude auf die kommende erste europäische Saison keinen Abbruch zu verschaffen.

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