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Aller guten Dinge sind drei!

Im dritten Pokal-Anlauf zwischen den RECKEN und dem HSV Handball behalten die Niedersachsen am heutigen Mittwochabend mit 28:25 die Oberhand und nähern sich damit weiter dem Final Four in Hamburg an. In der alles entscheidenden Spielphase behielten DIE RECKEN, trotz eines zwischenzeitlichen Ein-Tore-Rückstandes, die Nerven und drehten das packende Spiel mit der lautstarken Unterstützung ihrer Anhänger in den letzten Minuten wieder zu ihren Gunsten. „Wir haben heute mentale Stärke bewiesen und einen guten Kampf abgeliefert. Ich bin gespannt, was uns als nächstes erwartet“, betont RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer die Einstellung seiner Schützlinge auf dem Feld und blickt gespannt der Auslosung der dritten Runde am 29. Oktober entgegen.

Schnelle Tore dank starker Abwehrarbeit

Flügelflitzer Lars Lehnhoff sorgte bereits nach 20 Sekunden für das erste Erfolgserlebnis und eröffnete damit den Torreigen in der RECKEN-Festung. Seinen zweiten Treffer erzielte der RECKE sechs Zeigerumdrehungen später und stellte so wieder die vorherige Ein-Tore-Führung her (3:2). Die Hamburger stemmten sich den RECKEN jedoch entgegen und glichen noch in derselben Spielminute in Persona Alexandru Viore Simicu aus. An seine starke Leistungen aus den vorherigen Bundesliga-Partie knüpfte auch der „Hexer“ im Tor der Niedersachsen, Martin Ziemer, an der nach einer Parade den Ball wieder schnell ins Spiel brachte und Sven-Sören Christophersen den Balllgewinn positiv nutzen konnte (5:4, 11.)

Beim Stand von 7:4, nachdem sich Lehnhoff erneut als nervenstarker Sieben-Meter-Schütze präsentierte, hatte der Hamburger Trainer Christian Gaudin Gesprächsbedarf mit seiner Mannschaft und legte in der 11. Minute die grüne Karte auf den Zeitnehmer-Tisch. Im direkten Anschluss an die kurze Auszeit, veränderte sich das Spiel der Hamburger, trotz der Ansprache, jedoch nicht. Immer wieder fanden die Gäste in Ziemer ihren Meister und mussten sich gegen eine kompakt agierende RECKEN-Abwehr durchkämpfen.

Ziemer trumpft auf

Dezimiert ging es für den HSV ab der 19. Minute weiter, nachdem Torsten Jansen den RECKEN-Kapitän Torge Johannsen nur noch regelwidrig stoppen konnte. Mit Wurfgewalt ging es über den Schwaben Kai Häfner weiter, der in der 26. Minute den Ball aus dem Rückraum in die Maschen von HSV-Torwart Johannes Bitter beförderte (11:9). Bis zur Halbzeit konnten sich die Hausherren auch bei ihrem Mannschaftskollegen Ziemer bedanken, der dank einer unglaublich starken Performance die Hamburger immer wieder zum Verzweifeln brachte und so einen großen Anteil an dem 14:11-Halbzeitstand hatte.

Den besseren Start nach dem Gang in den Kabinentrakt erwischten die Gäste, die nach fünf gespielten Minute im zweiten Akt den 13:14-Anschlusstreffer durch ihren Rückraumschützen Pascal Hens erzielten. Für eine unsaubere Aktion musste indes RECKEN-Kreisläufer Joakim Hykkerud für zwei Minuten auf die Bank. Trotz Unterzahl konnten sich die Niedersachsen dennoch einen Sieben-Meter herausspielen, den Vasko Sevaljevic für seine Farben verwandelte (15:13, 37.). DIE RECKEN zeigten weiterhin eine kämpferische Leistung und waren in der Abwehr mit schnellen Beinen unterwegs, so dass die Hamburger ihren Spielaufbau immer wieder unterbrechen und ihren Angriff neu aufziehen mussten.

Mit den Fans im Rücken

Eine knappe Viertelstunde vor Spielende zeigte die Tafel eine 20:17-Führung für DIE RECKEN an, die konsequent ihre Führung bis dato halten konnten und den Drei-Tore-Abstand durch den Treffer von Olafur Gudmundsson wieder herstellten. Binnen drei Minuten nutzten die Schützlinge von Gaudin jede sich ergebende Chance und blieben auf Tuchfühlung mit den Hannoveranern. Nach dem Treffer von Adrian Pfahl (19:20) zückte Nordmeyer die Auszeit-Karte und schwor seine Männer auf die verbleibenden zehn Minuten neu ein. Die Hamburger blieben ihrer Linie aus den vorherigen Minuten jedoch treu und egalisierten durch Pfahl acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit (20:20). 

Für den stark aufspielenden Ziemer, versuchte sich nun Nikolai Weber im Tor, der in seiner ersten Aktion bereits starke Präsenz zeigte und seinen Vordermännern so die Chance zum Führungstreffer ermöglichte. DIE RECKEN ließen diese Gelegenheit nicht aus und der spanische Kreisläufer Juan Andreu kürte den Angriff mit seinem Treffer zum 23:22-Spielstand. In den letzten drei Minuten bekamen die Hausherren dann zusätzliche Unterstützung von den Zuschauern, die im Stehen ihre Mannschaft anfeuerten. DIE RECKEN bedankten sich mit einem kämpferischen Auftreten und zogen durch Häfner mit 26:23 zwei Minuten vor Abpfiff davon. Mit dem finalen Treffer in der 60. Minute durch Hans Lindberg vom Sieben-Meter-Strich betrieb der Däne letztlich nur noch Ergebniskosmetik. DIE RECKEN machten mit dem 28:25-Erfolg über Hamburg den Einzug in die dritte Runde des DHB-Pokals perfekt.

Statistik 

DIE RECKEN

Ziemer, Weber, Johannsen (3), Andreu (4), Buschmann, Hykkerud (1), Lehnhoff (7/4), Häfner (5), Szücs, Sevaljevic (2/1), Gudmundsson (1), Dräger, Christophersen (5), Kastening, Pollex

HSV Handball

Bitter, Herrmann, SImicu (2), Schröder, Jansen (1), Flohr (1), Stefan, Hansen (3), Lindberg (5/3), Mahé (2), Hens (2), Dominikovic, Pfahl (8), Feld

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies

Siebenmeter: 7/5 – 4/3

Zeitstrafen:  6 – 6

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