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RECKEN lassen zu viele Chancen liegen

29:28 Niederlage bei den Füchsen Berlin

Die TSV Hannover-Burgdorf hat zum zweiten Mal in Folge eine knappe Auswärtsniederlage einstecken müssen. DIE RECKEN unterlagen bei den Füchsen Berlin mit 29:28 (16:14). „Wir haben eigentlich ein gutes Auswärtsspiel gemacht und waren auf Augenhöhe. Aber am Ende werfen wir in der entscheidenden Phase die Bälle nicht ins Tor und Berlin macht es besser. Das war der Unterschied“, erklärte Trainer Carlos Ortega.

Während auf Seiten der RECKEN neben Kai Häfner und Torge Johannsen auch Mait Patrail (Rücken) schmerzlich vermisst wurde, konnten die Füchse Berlin in Fabian Wiede einen Europameister zurück auf dem Spielfeld begrüßen. Den extremen Wert des Nationalspielers bekamen DIE RECKEN in nahezu allen Situationen zu spüren. Wiede war sofort wieder Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Füchse und machte der RECKEN-Abwehr das Leben extrem schwer. „Ein Spieler wie Fabian Wiede macht den Unterschied aus, das hat man heute gesehen“, sagte Sven-Sören Christophersen.

Trotzdem hätten DIE RECKEN das Spielfeld nicht als Verlierer verlassen müssen, obwohl die Schützlinge von Trainer Carlos Ortega nach ausgeglichener erster Halbzeit kurz nach Wiederanpfiff mit 19:14 in Rückstand gerieten. Die Niedersachsen antworteten postwendend und stellten beim 19:19 (40.) durch Lars Lehnhoff den Ausgleich wieder her. Es sollte sogar noch besser für Spielmacher Morten Olsen und Co. kommen, denn DIE RECKEN gingen beim 24:23 (51.) erstmalig nach dem 1:0 wieder in Führung und konnten den Vorsprung durch Evgeni Pevnov sieben Minuten vor Schluss sogar auf 26:24 ausbauen.

Die Füchse Berlin schlugen aber postwendend zurück und bewiesen in der Schlussphase die besseren Nerven. Angeführt von Wiede, der von den RECKEN nicht zu stoppen war, setzten die Gastgeber mit vier Treffern in Serie die entscheidenden Nadelstiche. „In dieser Phase scheitern wir zwei bis drei Mal völlig freistehend an Silvio Heinevetter und vergeben dadurch ein besseres Ergebnis“, sagte Rückraumspieler Fabian Böhm, der mit sechs Feldtreffern bester Torschütze war.

Die letzten beiden RECKEN-Treffer durch Timo Kastening kamen zu spät – am Ende durften die Füchse ihren zweiten Saisonsieg bejubeln, während die Niedersachsen ihr Punktekonto auf 6:4 stellten. „Wir sind nicht zufrieden mit unserer Punkteausbeute. Klar kann man in Göppingen und Berlin verlieren, aber es war beide Male sehr eng und wir wollten eines von beiden Spielen für uns entscheiden. Jetzt müssen wir die Punkte woanders holen“, so Fabian Böhm.

Erste Gelegenheit haben DIE RECKEN dazu am 23. September, wenn es im Heimspiel in Hannover gegen Die Eulen Ludwigshafen geht.

Statistik:

Füchse Berlin vs. DIE RECKEN 29:28 (16:14)

Füchse Berlin: Heinevetter, Semisch; Wiede (6/1), Elisson (2), Holm (1), Struck, Gojun (1), Zachrisson (7), Simak (3), Schmidt), Jallouz, Reissky, Koch (3), Drux (6).

DIE RECKEN: Ziemer, Lesjak; Cehte (3), Thiele, Pevnov (2), Lehnhoff (1), Atman, Böhm (6), Ugalde (3), Krone, Srsen, Olsen (5), Donker, Brozovic (2), Feise, Kastening (6).

Siebenmeter: 4/2 - 5/3

Strafminuten: 14-14

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies

Zuschauer: 5.748

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