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„In entscheidenden Situationen Linie verloren“

Stimmen zum Spiel gegen Rhein-Neckar Löwen

Die Überraschung sollte für die TSV Hannover-Burgdorf beim 26:30 (12:14) gegen die favorisierten Rhein-Neckar Löwen ausbleiben. Nach einem 18:25-Rückstand konnte das Bürkle-Team fünf Minuten vor Ende noch einmal zum 25:27 verkürzen, für die Wende sollte es jedoch nicht mehr reichen. „Wir haben unsere Sache in vielen Phasen gut gemacht“, zeigte sich RECKEN-Trainer Jens Bürkle im Anschluss nicht unzufrieden. „In entscheidenden Situationen geht dann aber unsere Linie verloren, was gegen so eine Topmannschaft bestraft wird.“

Jens Bürkle (Trainer DIE RECKEN):

„Wir haben gut in die Begegnung reingefunden und zu Beginn auf den Punkt gespielt. Danach sind wir offensiv nicht mehr richtig durchgekommen. Wir haben dann mit Sieben gegen Sechs versucht, durch Überzahlsituationen Zweikämpfe mit der starken Löwen-Abwehr zu vermeiden und dadurch Körner zu sparen, was sich am Ende fast noch ausgezahlt hätte. Nach dem sieben-Tore-Rückstand schaffen wir es, das Spiel noch einmal eng zu gestalten, machen dann aber zwei, drei Fehler zu viel. Wenn Patrick Groetzki bei 25:27 den äußerst schwierigen Wurf von Rechtsaußen nicht trifft, weiß ich nicht, ob vielleicht doch noch etwas Verrücktes hätte passieren können. Letztendlich haben die Rhein-Neckar Löwen aber verdient gewonnen. Wir haben unsere Sache in vielen Phasen gut gemacht, aber in entscheidenden Situationen unsere Linie verloren, was gegen so eine Topmannschaft bestraft wird.“

Nikolaj Jacobsen (Trainer Rhein-Neckar Löwen):

„Wir sind natürlich sehr zufrieden mit den zwei Punkten in diesem schwierigen Auswärtsspiel. In den ersten zehn Minuten haben wir zu langsam gespielt und waren auch in der Abwehr nicht stabil genug. Danach haben wir die Partie langsam in den Griff bekommen und es den RECKEN über die eigene Defensive und einen guten Torhüter schwieriger gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel bis zum 15:21 kontrolliert, dann aber Hannover-Burgdorf zu schnell die Chance gegeben, wieder zurückzukommen. In der entscheidenden Phase verwandelt Patrick Groetzki dann einen schwierigen Wurf von Außen. Obwohl ich damit unzufrieden bin, dass die Begegnung fast noch gekippt wäre, freuen wir uns über die beiden Punkte.“

Benjamin Chatton (Geschäftsführer DIE RECKEN):

„Es war ein verdienter Sieg für die Rhein-Neckar Löwen. Beide Mannschaften haben sehr viel in dieses Spiel investiert. Wir waren personell nicht optimal aufgestellt. Dennoch bekommen wir gegen diese Topmannschaft kurz vor Schluss noch einmal eine Chance, wenngleich es letztendlich beim Träumen bleiben sollte. Für uns geht es nächste Woche in Flensburg weiter. Das wird ein vergleichbar schweres Spiel, in dem wir uns gut verkaufen wollen.“

Oliver Roggisch (Sportlicher Leiter Rhein-Neckar Löwen):

„Bis auf die Anfangs- und die Schlussphase haben wir ein ordentliches Spiel gezeigt. Hannover-Burgdorf hat eine gute Mannschaft, weshalb es alles andere als einfach war. Speziell die Phase, als wir einige Bälle wegwerfen, sollte so nicht passieren. Die zwei Punkte sind sehr wichtig für uns. Jetzt geht es für uns mit englischen Wochen weiter. Wir haben in Bundesliga und Champions League schwierige Aufgaben vor der Brust. Nicht nur deshalb hoffen wir, dass die Verletzung von Kim Ekdahl du Rietz nicht schlimmer ist und er uns bald wieder helfen kann.“

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