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Wiedersehen mit Ex-Kreisläufer Evgeni Pevnov in Fredericia

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Nach dem 32:30-Heimsieg in der Daikin Handball-Bundesliga am vergangenen Samstag gegen den ThSV Eisenach steht bereits am morgigen Dienstag das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Zum Auftakt der Gruppenphase der EHF European League gastieren die RECKEN um 18:45 Uhr beim Fredericia Håndboldklub in Dänemark.

Der Name des dänischen Gegners dürfte vielen RECKEN-Fans bekannt vorkommen: Evgeni Pevnov, von 2017 bis 2023 Kreisläufer für die TSV Hannover-Burgdorf, schloss sich im Sommer 2023 dem Klub aus der Region Syddanmark an. Der ehemalige Träger der Rückennummer 14 absolvierte insgesamt 170 Spiele für die Niedersachsen und erzielte dabei 299 Tore in der stärksten Liga der Welt.

Pevnov gehört zu den wenigen Nicht-Dänen im Kader Fredericias. Von den insgesamt 26 gemeldeten Spielern besitzen neben dem 18-fachen deutschen Nationalspieler lediglich die Schweden William Andersson Moberg, Kasper Hugo Palmar und Pelle Segertoft, die Norweger Kristian Hubert Larsen, Sander Drange Heieren und Frederik Mossestad sowie der Spanier Rolando Uríos González keine dänische Staatsbürgerschaft.

Die Dänen, die in der vergangenen Saison noch in der EHF Champions League antraten, trennten sich Ende September von ihrem bisherigen Cheftrainer Guðmundur Guðmundsson, der das Amt seit Sommer 2022 innehatte. Der gebürtige Isländer ist in Deutschland kein Unbekannter: Zwischen 2010 und 2014 stand er bei den Rhein-Neckar Löwen, von 2020 bis 2021 bei der MT Melsungen an der Seitenlinie. Seine Nachfolge haben die bisherigen Co-Trainer Jesper Houmark und Michael Wollesen übernommen. Houmark, wie auch RECKEN-Trainer Christian Prokop ausgebildeter Lehrer, war bereits Nationaltrainer der britischen Männernationalmannschaft und gehört dem Handballverein aus Fredericia seit 2016 an. Wollesen hingegen stieß zur Saison 2022/23 zum morgigen Gegner und war zuvor in verschiedenen Funktionen beim dänischen Verein TM Tønder Håndbold tätig.

In der dänischen Håndboldligaen treten derzeit 14 Mannschaften an. Die besten acht Teams qualifizieren sich für die Meisterschaftsrunde, während die Plätze 11 bis 14 in die Relegationsrunde müssen. Fredericia belegt aktuell den 11. Tabellenplatz – ein Ergebnis, das letztlich auch zur Trennung von Guðmundsson führte. In der Vorsaison hatte der Verein noch den 3. Platz belegt.

Fredericia Håndboldklub entstand im Jahr 1990 durch den Zusammenschluss der Handballabteilungen von Fredericia KFUM und Fredericia Forenede Fodboldklubber. Zum Start übernahm der neu gegründete Verein die Spiellizenz von Fredericia KFUM, der in den Jahren 1975, 1976, 1977, 1978 und 1979 fünfmal in Folge dänischer Meister geworden war und trat somit direkt in der höchsten Spielklasse Dänemarks, der Håndboldligaen, an. Nach mehreren Jahren in der ersten dänischen Liga musste Fredericia HK im Jahr 2011 den Abstieg in die 1. division hinnehmen. Eine anschließende Insolvenz führte 2012 zum Zwangsabstieg in die Jyllandsserien (fünfthöchste Spielklasse). Der Verein gelangte jedoch rasch wieder auf Erfolgskurs: 2013 folgte der Aufstieg in die 3. division, 2015 der weitere Aufstieg in die 2. division. Seit der Saison 2019/20 ist Fredericia HK wieder Teil der Håndboldligaen und damit zurück im dänischen Handballoberhaus.

Der letztjährige Top-Torschütze Reinier Taboada (153 Ligatore, 55 Treffer in der Champions League) verließ den Klub im Sommer in Richtung Benfica Lissabon. Aktuell führt Mads Kjeldgaard Andersen mit 81 Toren die interne Torschützenliste in der dänischen Liga an. Andersen spielte in der Saison 2023/24 noch für den Bergischen HC – unter anderem gemeinsam mit Lukas Stutzke.

Prokop laboriert weiterhin an einem Magen-Darm-Infekt, sodass ein Einsatz an der Seitenlinie noch zu früh käme. Der Cheftrainer wird die Reise nach Dänemark daher nicht antreten und sich stattdessen in Hannover auskurieren, um im Bundesligaspiel am Sonntag gegen Minden wieder auf der Bank Platz nehmen zu können. Wie bereits am vergangenen Samstag werden Heiðmar Felixson und Sven-Sören Christophersen die Mannschaft in seiner Abwesenheit betreuen.

Wie auch die Bundesligaspiele überträgt der Streamingdienst Dyn auch die Partie gegen Fredericia. Kommentator Jarno Pusch wird die Begegnung ab 18:35 Uhr live begleiten.