Ohne den verletzten Rückraumspieler Renars Uscins trat die TSV Hannover-Burgdorf vor 8.195 Zuschauern in der RECKEN-Festung gegen die Rhein-Neckar Löwen an und gewann nach einem Pausenstand von 15:13 schließlich mit 28:24. Für Uscins rückte U23-Kapitän Johannes Thiel in den Bundesligakader. Zudem stand August Pedersen nach überstandenem Muskelfaserriss aus dem Qualifikationshinspiel gegen den HC Alkaloid Skopje erstmals wieder im Aufgebot und steuerte drei Treffer per Siebenmeter bei. Torhüter Joel Birlehm war mit 14 Paraden bei 38 % gehaltener Bälle ein entscheidender Faktor.
Es war das erhoffte Spiel der Niedersachsen: Über die gesamten 60 Minuten lag die Mannschaft von Trainer Christian Prokop kein einziges Mal in Rückstand. Schon nach knapp drei Minuten sorgten Marian Michalczik und Vilhelm Poulsen mit zwei schnellen Treffern für eine frühe 2:0-Führung. Anschließend setzte Torhüter Birlehm ein Ausrufezeichen, als er mit einer starken Doppelparade gegen Edwin Aspenbäck und David Moré seine Ambitionen unterstrich, die zuletzt im Kiel-Spiel erreichte Quote von 30 Prozent gehaltener Bälle gegen seinen Ex-Verein zu steigern. Nach 9:49 Minuten war es schließlich Justus Fischer, der mit seinem Treffer zum 6:2 erstmals eine Vier-Tore-Führung herstellte. Doch die von Maik Machulla trainierten Baden-Württemberger antworteten mit einem 3:0-Lauf und verkürzten durch Moré nach 12:16 Minuten auf 6:5, womit sie wieder in Schlagdistanz waren. Die TSV Hannover-Burgdorf zeigte sich jedoch zunächst unbeeindruckt und konnte, getragen von einem stark parierenden Birlehm, durch das 8:5 von Kapitän Marius Steinhauser (13:33 Minuten) und das 9:6 von Leif Tissier (15:14 Minuten) erneut auf drei Tore davonziehen. Doch dann unterstrich David Späth eindrucksvoll, warum er das Tor der deutschen Nationalmannschaft hütet: Innerhalb von gut vier Minuten wehrte er gleich vier Würfe ab, darunter einen Siebenmeter von Steinhauser. So gelang es den Löwen tatsächlich, nach 19:28 Minuten durch Haukur Thrastarson beim 9:9 auszugleichen. Zum letzten Mal in der gesamten Begegnung stellten die Mannheimer den Gleichstand beim 12:12 durch Aspenbäck, knapp vier Minuten vor der Pause, her. Anschließend jedoch konnten die in Grün spielenden Niedersachsen wieder etwas davonziehen, ehe Marian Michalczik eine Sekunde vor der Sirene den 15:13-Halbzeitstand markierte.
Die zweite Halbzeit begann zunächst fehlerbehaftet auf beiden Seiten: Zwei technische Fehler der Gäste sowie einer auf Seiten der RECKEN und ein vergebener Siebenmeter führten dazu, dass erst nach zwei Minuten Jannik Kohlbacher den ersten Treffer zum 15:14 erzielte. Mit insgesamt sechs Toren war er am Ende, gemeinsam mit seinem Nationalmannschaftskollegen Fischer, erfolgreichster Werfer der Partie. Das Prokop-Team setzte im zweiten Durchgang phasenweise erneut auf das Spiel im Angriff mit sieben Feldspielern. Der Mannschaft gelang es, sich immer wieder mit zwei Treffern abzusetzen, auch wenn die Löwen den Rückstand mehrfach auf ein Tor verkürzen konnten. Beim 19:16 durch Fischer (38:31 Minuten), der mehrfach gekonnt von Michalczik und Tissier in Szene gesetzt wurde, gelang es den Gastgebern erstmals seit dem 9:6 nach rund einer Viertelstunde, wieder eine Drei-Tore-Führung herauszuspielen. Diese währte jedoch nur kurz: Bereits bei 41:17 Minuten verkürzte Tim Nothdurft per Siebenmeter auf 19:18. Ein erneuter Führungswechsel oder Ausgleich sollte jedoch nicht mehr gelingen, da Birlehm weiterhin, wie bereits in der ersten Halbzeit, Großchancen vereitelte. Anschließend gelang es Poulsen, beim Stand von 21:18 nach 45:07 Minuten sowie Fischer, beim 22:19 nach 46:41 Minuten, die Führung erneut auf drei Tore auszubauen. Notdurfth konnte jedoch per Siebenmeter nach 48:28 Minuten auf 22:21 verkürzen. Nach 50:14 gespielten Minuten erhielt Thomas Solstad aufgrund seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe die rote Karte. Umso bedeutender war es, dass Pedersen in Unterzahl seinen Siebenmeter erfolgreich verwandelte und auf 23:21 erhöhte (51:40 Minuten). In den verbleibenden Minuten ließen die RECKEN nur noch zwei Gegentreffer zu und setzten offensiv noch fünf eigene Akzente: Steinhauser, Pedersen per Siebenmeter, Poulsen mit zwei Treffern und Fischer erhöhten das Ergebnis, sodass nach einem tollen Handballnachmittag ein Endstand von 28:24 auf der Anzeigetafel stand.
DIE RECKEN: Simon Gade, Joel Birlehm, Leif Tissier (4), Vilhem Poulsen (5), Maxim Orlov, August Pedersen (3), Marius Steinhauser (3), Marian Michalczik (4), Sindre Aho, Lukas Stutzke (1), Thomas Solstad (1), Johannes Thiel, Justus Fischer (6), Hannes Feise (1), Daniel Weber, Luis Rodriguez
Lange Warten brauchen die RECKEN-Fans nicht auf das nächste Heimspiel in der heimischen RECKEN-Festung. Bereits kommenden Freitag, den 26. September um 19:00 Uhr kommt mit dem HC Erlangen und Ex-TSV Torhüter Dario Quenstedt ein Gegner der jede Mannschaft in der stärksten Liga der Welt vor große Herausforderungen stellen kann, wie sie eindrucksvoll an diesem Spieltag bewiesen. eimspiel in der heimischen RECKEN-Festung: bereits in der kommenden Woche am Freitag, den 26. September ist der HC Erlangen um 19:00 Uhr in
Jetzt noch eine Karte sichern und live dabei sein! Tickets für diese Begegnungen sowie für alle weiteren Heimspiele, sowohl in der stärksten Liga der Welt als auch in der EHF European League, können bequem über den Online-Ticketshop, die Ticket-Hotline (01806 70 77 70), in der Geschäftsstelle (Expo Plaza 7, 30539 Hannover) und an ausgewählten Vorkaufsstellen erworben werden.