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TSV empfängt den Deutschen Meister

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Nur einen Tag nach dem Nikolaus kommt es in der RECKEN-Festung im Rahmen des 15. Spieltags der Daikin Handball-Bundesliga zum Aufeinandertreffen mit den Füchsen Berlin. Der Hauptstadtklub sicherte sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison mit 58:10 Punkten knapp vor dem SC Magdeburg mit 57:11 Zählern den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

In der vergangenen Saison gelang es den RECKEN, beide Spitzenteams in eigener Halle zu bezwingen. Das Duell mit den Berlinern fand bereits am dritten Spieltag statt und die Mannschaft von Christian Prokop entschied ein torreiches Spiel mit 38:35 für sich. Schon zur Pause führte Hannover-Burgdorf mit 21:17, nachdem der letzte Rückstand beim 7:8 nach knapp zehn Minuten hinzunehmen war. Renars Uscins mit elf Treffern sowie sein Nationalmannschaftskollege Justus Fischer mit sieben Toren gehörten zu den Matchwinnern. Beide wurden unter der Woche ebenso wie Joel Birlehm, Leif Tissier und Marian Michalczik in den vorläufigen 35-Mann-Kader für die kommende Europameisterschaft berufen. Letzterer kann auf eine Vergangenheit bei den morgigen Gegnern zurückblicken, genauso wie sein Teamkollege Maxim Orlov.

Aufseiten der Berliner nominierte Bundestrainer Alfreð Gíslason Lasse Ludwig, Tim Freihöfer, Matthes Langhoff und Nils Lichtlein. Sie alle standen wie Uscins und Fischer im Jahr 2023 beim Gewinn der U21-Weltmeisterschaft im eigenen Land gemeinsam auf dem Parkett.

Das größte Augenmerk bei den Füchsen gilt dem Welthandballer Mathias Gidsel, der mit 128 Treffern nach 14 absolvierten Spieltagen die Torschützenliste der Liga anführt. Im vereinsinternen Ranking folgen ihm Lasse Andersson mit 66 Toren und Tim Freihöfer mit 58 Toren. Auch als Vorlagengeber bleibt der dänische Ausnahmespieler das Maß aller Dinge. Er kommt auf 58 direkte Torvorlagen und führt diese Statistik teamintern vor Andersson mit 45 Assists und Fabian Wiede mit 25 Torvorlagen an.

Wiede, der in seiner Profilaufbahn immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen wurde, fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses voraussichtlich die gesamte Saison aus. Als Reaktion auf diese Verletzung verpflichteten die Füchse am 19. November den ehemaligen RECKEN-Spieler Nejc Cehte. Der 83-fache slowenische Nationalspieler trug von 2018 bis 2022 das Trikot des einzigen niedersächsischen Bundesligisten und konnte in 129 Bundesligaspielen für die TSV Hannover-Burgdorf 288 Tore beisteuern.

Unter der Woche bei der Champions-League-Niederlage in Kolstad fehlten neben den schon länger verletzten Wiede, Nils Lichtlein (Adduktoren), Leo Prantner (Schulter) und Cehte (in der Champions-League-Gruppenphase nicht spielberechtigt) vor allem auch Gidsel (Schulter) und Torhüter Dejan Milosavljev (Adduktoren). Zu allem Überfluss verletzte sich in der 22. Minute wohl mit einer Bauchmuskelzerrung auch Andersson, der die zweite Halbzeit in langer Trainingshose nur noch von der Bank aus schauen konnte. Am gestrigen Freitag wurde bekannt, dass Torhüter Frederik Höler vom 1. VfL Potsdam ein Doppelspielrecht für die Füchse Berlin bekommt.

Im Sommer verstärkte sich der Hauptstadtverein nur punktuell. Linksaußen Aitor Ariño sowie Mittelmann Tobias Grøndahl kamen neu hinzu. Zu Saisonbeginn noch von Meistertrainer Jaron Siewert betreut, steht inzwischen Nicolej Krickau an der Seitenlinie. Im selben Zug mit Siewert wurde auch Sportvorstand Stefan Kretzschmar entlassen. Krickau führt seitdem beide Positionen in Personalunion aus.

Sportlich verlief der Start für die Füchse weniger erfolgreich als im Vorjahr. Nach 14 Spieltagen rangiert Berlin mit 20:8 Punkten auf Platz fünf und hat damit bereits fast ebenso viele Minuspunkte gesammelt wie in der kompletten Vorsaison. Niederlagen gegen den VfL Gummersbach, den SC Magdeburg, den HSV Hamburg und zuletzt gegen den TBV Lemgo Lippe stehen jedoch Siege gegen starke Konkurrenten wie die MT Melsungen, den THW Kiel oder die Rhein-Neckar Löwen gegenüber. Zudem steht der Verein im Viertelfinale des DHB-Pokals, wo es noch in diesem Jahr zum Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger und Rekordsieger THW Kiel kommt. Die 28:24-Niederlage gegen Kolstad in der Champions League war zudem die erste in dieser Saison in diesem Wettbewerb.

Die Begegnung wird auf der Streaming-Plattform Dyn ab 14:45 Uhr übertragen. Finn-Ole Martins wird moderieren, als Kommentator wird Lennart Wilken-Johannes im Einsatz sein. Zudem wird die Partie kostenfrei auf WELT TV, JOYN sowie auf SPORTBILD.de und BILD.de übertragen. Für all jene, die die besondere Atmosphäre in der RECKEN-Festung hautnah erleben möchten, sind die letzten verfügbaren Resttickets weiterhin im Online-Ticketshop erhältlich.

Die Stimmen aus der Pressekonferenz bekommst du hier:

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