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Rekordmeister zieht in Schlussphase davon

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Im Nachholspiel des dritten Spieltags der Daikin Handball-Bundesliga musste sich die TSV Hannover-Burgdorf vor 8.312 Zuschauern in der RECKEN-Festung dem deutschen Rekordmeister THW Kiel geschlagen geben. Zur Halbzeitpause stand die Begegnung noch ausgeglichen 19:19. Besonders der Färinger Elias Ellefsen á Skipagøtu stellte die Abwehr der Niedersachsen vor große Herausforderungen und avancierte mit 14 Treffern zum erfolgreichsten Torschützen der Partie. Aufseiten der Gastgeber stach Kapitän Marius Steinhauser mit 13 Toren hervor, ebenso wie Marian Michalczik mit elf Assists.

Die RECKEN starteten überzeugend in die Partie gegen den amtierenden DHB-Pokalsieger und gingen bereits nach 5:19 Minuten durch Justus Fischer mit 4:2 in Führung. Entscheidenden Anteil daran hatte Torhüter Joel Birlehm, der mit zwei starken Paraden aus dem Spiel heraus sowie einem gehaltenen Siebenmeter gegen Bence Imre in den ersten fünf Minuten glänzte. Doch der THW Kiel fand schnell ins Spiel: Nach exakt 6:16 Minuten stellte der überragend aufspielende Skipagøtu mit seinem Treffer zum 4:4 den Ausgleich her. Bemerkenswert: Alle seine 14 Tore erzielte er aus dem Feld, keinen davon vom Siebenmeterstrich. Die Mannschaft von Christian Prokop, die von Beginn an auf eine 7-gegen-6-Formation im Angriff setzte, hielt jedoch weiter konsequent dagegen. So behaupteten sie ihre Führung mehrfach – durch Fischer beim 5:4, durch seinen Kreisläuferkollegen Thomas Solstad beim 6:5, durch Hannes Feise beim 7:6 sowie durch Steinhauser per Siebenmeter zum 9:8. Trotz der anhaltenden Unterzahl in der Abwehr aufgrund des Überzahlspiels der RECKEN reagierte Kiel mit einer taktischen Umstellung: Domagoj Duvnjak agierte an der Spitze einer offensiven 5:1-Formation. Diese Anpassung zeigte sofort Wirkung, denn die Kieler starteten einen 4:0-Lauf, bei dem sie zweimal das verwaiste Tor der Gegner trafen. Nach 16:04 Minuten zeigte der Videowürfel ein 9:12-Rückstand an. Prokop reagierte prompt mit einer Auszeit, stellte im Anschluss wieder auf das Spiel 6 gegen 6 im Angriff um und durfte nach 19:47 Minuten den Ausgleich zum 13:13 durch Fischer feiern. Der erneute Führungstreffer ließ jedoch zunächst auf sich warten: Erst nach 25:39 Minuten sorgte Steinhauser mit seinem Tor für die abermalige Führung zum 17:16. Bis zur Pause schafften es die Schleswig-Holsteiner immer wieder, die jeweils ein Tore Führung der RECKEN auszugleichen. Besonders bitter: Rune Dahmke traf eine Sekunde vor Ablauf der ersten Halbzeit zum 19:19.

Die zweite Halbzeit begann erneut mit dem Überzahlspiel der Niedersachsen im Angriff, das nahezu über die gesamte Spielhälfte konsequent umgesetzt wurde. Ab der Mitte des zweiten Durchgangs agierten auch die Kieler im 7 gegen 6. Zunächst erwischten jedoch die Kieler den besseren Start: Bereits nach weniger als fünf gespielten Minuten gingen sie durch einen Siebenmeter von Magnus Landin beim Stand von 21:23 mit zwei Toren in Führung. Zuvor war Kapitän Steinhauser mit einem Siebenmeter an Andreas Wolff gescheitert, der sich nach nur zwei Paraden in der ersten Hälfte in der zweiten Halbzeit steigerte und am Ende auf insgesamt neun Paraden kam. Birlehm, der gut 45 Minuten Spielzeit bekam, kam am Ende auf elf Paraden. Es dauerte genau 38:32 Minuten, ehe die TSV Hannover-Burgdorf durch Renars Uscins beim 25:24 wieder die Führung übernahm. Der deutsche Nationalspieler wurde bei seinem Torerfolg in der Luft von Landin unglücklich zu Boden geworfen und sah nach Videobeweis die glatt rote Karte. Letztmals konnten die Hausherren beim 27:26 durch Marian Michalczik eine Führung erspielen. Danach ging der Halbfinalist der letzten European-League-Saison in Führung. Den RECKEN gelang es aber noch, beim 28:28 durch Solstad (43:10 Minuten) und letztmals beim 29:29 durch Uscins (45:09 Minuten) auszugleichen. Danach zogen die Kieler davon, gingen zunächst beim 29:32 nach 48:43 Minuten mit drei Toren in Führung, beim 30:34 nach 51:41 Minuten mit vier Toren und konnten knapp vier Minuten vor dem Ende beim 32:37 mit fünf Toren in Führung gehen. Nach 57:40 Minuten lag der Vorsprung sogar bei sechs Toren (33:39) und beim 33:40 bei sieben Toren. Maxim Orlov gelang der Schlusspunkt zum 34:40. Zuvor sah Hannes Feise nach 58:54 Minuten, mit seiner dritten Zeitstrafe, die rote Karte.

DIE RECKEN: Simon Gade, Joel Birlehm, Leif Tissier (2), Vilhem Poulsen, Renars Uscins (4), Maxim Orlov (2), Marius Steinhauser (13), Bendix Dietzsch, Marian Michalczik (1), Sindre Aho, Lukas Stutzke, Thomas Solstad (3), Justus Fischer (8), Hannes Feise (1), Daniel Weber, Luis Rodriguez

Schon am Sonntag, den 21. September, geht es direkt in der RECKEN-Festung weiter: Um 16:30 Uhr sind die Rhein-Neckar Löwen mit Neu-Trainer Maik Machulla zu Gast. Am kommenden Freitag, den 26. September, kommt der HC Erlangen um 19:00 Uhr in die niedersächsische Landeshauptstadt.

Tickets für diese Begegnungen sowie für alle weiteren Heimspiele – einschließlich der Partien in der European League und der unter der Woche neu terminierten Spiele – können bequem über den Online-Ticketshop, die Ticket-Hotline (01806 70 77 70), in der Geschäftsstelle (Expo Plaza 7, 30539 Hannover) und an ausgewählten Vorkaufsstellen erworben werden.