Nur eine Woche nach dem letzten Aufeinandertreffen kommt es erneut zum Duell zwischen den RECKEN und dem schwedischen Vertreter IK Sävehof in der Gruppe G der diesjährigen EHF European League. Am morgigen Dienstag um 18:45 Uhr pfeifen die serbischen Unparteiischen Marko Boricic und Dejan Markovic die Partie des vierten Spieltags in der Partille Arena an.
An die Multifunktionshalle im Göteborger Stadtteil Partille hat die TSV Hannover-Burgdorf keine guten Erinnerungen: Am 2. April 2024 reisten die Niedersachsen mit einem 34:30-Heimsieg im Rücken nach Schweden, um im Playoff-Rückspiel den Einzug ins Viertelfinale der European League perfekt zu machen. Doch mussten sich die RECKEN nach einer 18:14-Halbzeitführung letztlich deutlich mit 25:34 geschlagen geben. Statt Hannover zog Sävehof in die Runde der letzten Acht ein. Dort scheiterten die Schweden am späteren Titelträger SG Flensburg-Handewitt. Gegen die Norddeutschen verlor Sävehof zunächst mit 30:41, konnte jedoch das Rückspiel in Flensburg mit 29:28 für sich entscheiden.
Im Kader der SG stand damals der heutige RECKEN-Linksaußen August Pedersen, der die European League nicht nur 2023/24, sondern auch in der darauffolgenden Saison 2024/25 gewinnen konnte. Beim 27:25-Heimsieg der RECKEN im jüngsten Aufeinandertreffen war der norwegische Linksaußen mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze seiner Mannschaft. Neben ihm überzeugte Torhüter Joel Birlehm, der knapp 30 % der Würfe auf sein Tor parierte und so maßgeblich zum Erfolg beitrug. Am Freitag in Kassel gegen die MT Melsungen steigerte Pedersen seine starke Form sogar noch und erzielte beeindruckende 14 Tore.
Auf Seiten der Schweden war besonders Torhüter Oscar Sävinger auffällig. Der 23-Jährige, der bereits in den Playoffs vor zwei Jahren hinter den damaligen Stammtorhüter Simon Möller im Kader stand, erhielt am vergangenen Dienstag in der Schlussphase seine Chance und nutzte sie eindrucksvoll: Mit einer überragenden Quote von 64,29 % gehaltener Bälle sorgte er dafür, dass die Niedersachsen in den letzten zehn Minuten lediglich nur noch einmal traf. Möller, inzwischen bei Fenix Toulouse Handball unter Vertrag, wechselt im Sommer zur SG Flensburg-Handewitt.
Bester Torschütze der Schweden am letzten Dienstag war Ísak Vedelsbøl, 20-jähriger Kreisläufer von den Färöer-Inseln und Nationalmannschaftskollege von Vilhelm Poulsen. Vedelsbøl, der zur Saison 2024/25 vom färöischen Klub H71 Tórshavn nach Sävehof wechselte, erzielte fünf Treffer und war damit der auffälligste Angreifer im Sävehof-Trikot.
Den besten Torschützen der Schweden im laufenden Wettbewerb, Truls Erik Grøtta, hatte die RECKEN-Abwehr gut im Griff. Der Norweger kam nur auf drei Tore. In den Spielzeiten 2016/17, 2017/18 und 2018/19 spielte die Rückennummer 90 der Schweden gemeinsam mit RECKE Thomas Solstad beim norwegischen Verein Halden Topphåndball.
Die RECKEN sind bereits am Montagmorgen nach Göteborg geflogen, wo am Abend noch das Abschlusstraining auf schwedischem Boden ansteht. Am Dienstagabend geht es dann um die nächsten beiden Punkte, mit dem klaren Ziel: Die bislang makellose Bilanz aus drei Siegen in der Gruppenphase und zwei Erfolgen in der Qualifikation soll ausgebaut werden, um die hervorragende Ausgangsposition in der Tabelle der Gruppe G weiter zu festigen.
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt der Mannschaft um Cheftrainer Christian Prokop im Anschluss nicht: Nur 48 Stunden und 15 Minuten nach dem Anwurf in der Partille Arena erwarten sie am Donnerstag (19 Uhr) den Bergischen HC in der RECKEN-Festung, wo es dann wieder um wichtige Punkte in der Daikin Handball-Bundesliga geht. Tickets für die Begegnung gegen die Bergischen Löwen, gegen die man unglücklicherweise im diesjährigen DHB-Pokal ausschied, sind unter anderem noch im Online-Ticketshop, über die Ticket-Hotline (01806 70 77 70), in der Geschäftsstelle (Expo Plaza 7, 30539 Hannover) sowie an ausgewählten Vorkaufsstellen erhältlich. Ab 17:30 Uhr wird am Spieltag zudem die Abendkasse an der ZAG Arena öffnen.
Die European League Partie wird ab 18:35 Uhr live beim Streamingdienst Dyn übertragen. Lennart Wilken-Johannes kommentiert das vierte Gruppenspiel der RECKEN.