Mit dem heutigen Pokalspiel der RECKEN bei HBW Balingen-Weilstetten endet nicht nur die sechstägige Reise durch Süddeutschland für die Mannschaft von Trainer Juan Carlos Pastor, sondern auch die diesjährige Pokalsaison. Am Ende unterliegt der niedersächsische Bundesligist mit 28:35 (11:15) und scheidet damit in der zweiten Runde aus dem DHB-Pokal aus. Auffälligster Akteur der Begegnung war Vladimir Cupara mit 13 Paraden und einer Quote von 32 Prozent gehaltener Bälle.
Neben Co-Kapitän Hannes Feise standen den RECKEN auch Tim Zechel, der sich Ende der vergangenen Woche kurzfristig am Rücken verletzt hatte, und Leif Tissier, der am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel bei der SG BBM Bietigheim auf die linke Hand gefallen war, nicht zur Verfügung. Hingegen konnte Neuzugang Sigvaldi Gudjonsson seine ersten Minuten im RECKEN-Trikot sammeln. Der erste Treffer der Partie in der Mey Generalbau Arena gehörte dem Bundesligaaufsteiger. Georg Pöhle erzielte das 0:1, ehe Jonathan Edvardsson direkt zum 1:1 ausglich. In den ersten Minuten fanden beide Offensivreihen immer wieder den Weg zum Tor. Nach sieben Minuten erzielte Justus Fischer mit dem 4:3 die erste Führung der RECKEN. Anschließend konnte Yonatan Dayan ausgleichen. Doch August Pedersen brachte die Niedersachsen in der neunten Spielminute erneut mit 5:4 in Führung.
Erstmals gingen anschließend die Hausherren wieder in Front, als Tobias Heinzelmann nach knapp 14 Minuten zum 6:7 traf. Wenige Minuten später konnten sich die Balinger erstmals etwas absetzen und führten in der 19. Minute mit 7:10. Fischer stoppte den 4:1-Lauf der Gastgeber, doch Heinzelmann stellte den Drei-Tore-Vorsprung kurz darauf wieder her. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause verkürzten Vilhelm Poulsen und August Pedersen jeweils auf zwei Tore. Doch die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte erneut den Galliern, die mit einem 3:1-Lauf für den 11:15-Halbzeitstand sorgten.
Auch in die zweite Hälfte startete der Aufsteiger besser. Mit einem 3:0-Lauf in den ersten vier Minuten bauten sie ihren Vorsprung auf 11:18 aus. Erneut war es Pedersen, der den Lauf stoppte. Gemeinsam mit Fischer verkürzte er anschließend auf 13:18. Inzwischen setzte Trainer Juan Carlos Pastor auf das 7 gegen 6, das sich in dieser Saison bereits mehrfach bewährt hatte. Die Mannschaft von Trainer Matthias Flohr zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und baute den Vorsprung weiter aus. Nach einem Treffer von Sascha Pfattheicher stand es zwischenzeitlich 14:20.
Zwei Treffer von Renars Uscins ließen die RECKEN noch einmal hoffen, doch ein 5:1-Lauf der Gastgeber sorgte anschließend wieder für klare Verhältnisse. Erneut war es Kapitän Heinzelmann, der mit zwei Treffern in Folge nach 44 Minuten für die bis dahin höchste Führung der Partie zum 17:25 sorgte. Auch drei Tore von Fischer binnen kürzester Zeit brachten die RECKEN nicht mehr entscheidend heran. Knapp elf Minuten vor dem Ende verkürzte er auf 21:27, ehe die Balinger mit einem 3:0-Lauf in rund einer Minute beim 22:31 erstmals mit neun Toren führten.
In der Schlussphase machten die RECKEN offensiv noch einmal etwas Boden gut. Unter anderem Daniel Weber, Jonathan Edvardsson und Vilhelm Poulsen trafen für die Niedersachsen. Eine Wende konnten sie jedoch nicht mehr einleiten. Auch Kjell Kothe aus der RECKEN-Schmiede bekam in den Schlussminuten seine Einsatzzeit und erzielte dabei seinen ersten Treffer für die Profimannschaft. Am Ende muss sich das Team von Juan Carlos Pastor mit 28:35 geschlagen geben und scheidet damit in der zweiten Runde des diesjährigen DHB-Pokals aus.
Die RECKEN: Simon Gade, Joel Birlehm, Levi Fielitz, Vilhelm Poulsen (2), Renars Uscins (2), Sebastian Heymann (1), August Pedersen (5), Marian Michalczik (2), Kjell Kothe (1), Jonathan Edvardsson (5), Lukas Stutzke, Sigvaldi Gudjonsson, Justus Fischer (8), Daniel Weber (2)
Weiter geht es für die RECKEN am kommenden Sonntag, den 27. September, um 15:00 Uhr in der RECKEN-Festung ZAG Arena. Am Familien-Spieltag treffen sie auf FRISCH AUF! Göppingen. Für die Begegnung gibt es weiterhin Tickets. Zudem ist die Partie live und auf Abruf bei Dyn zu sehen.