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RECKEN kehren in den Ligaalltag zurück und treffen auf Leipzig

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Am morgigen Abend um 20 Uhr bestreiten die RECKEN bereits ihr fünftes Spiel binnen 13 Tagen. Zu Gast ist der SC DHfK Leipzig, der sich im akuten Abstiegskampf befindet und entsprechend entschlossen auftreten wird, um wichtige Punkte aus der RECKEN-Festung zu entführen. Der morgen stattfindende Spieltag steht zudem unter dem Motto „Blaulicht-Spieltag“. Zahlreiche Blaulichtorganisationen sind vertreten und präsentieren unter anderem auf der Plaza vor dem Haupteingang der ZAG Arena ihre Einsatzfahrzeuge.

Die von Frank Carstens trainierte Mannschaft, verfügt zweifellos über die Qualität und die personellen Voraussetzungen, um den Klassenerhalt zu sichern. Der gebürtige Rotenburger und heute 54-jährige Trainer ist seit dem 19. November des letzten Jahres an der Seitenlinie der Leipziger tätig. Carstens war es, der als Cheftrainer die TSV Hannover-Burgdorf 2009 in die 1. Bundesliga führte. Insgesamt war er als Trainer für die Niedersachsen von 2007 bis 2010 an der Seitenlinie aktiv.

Eine zentrale Rolle in seinem Team nimmt dabei Dean Bombač ein, der sich ebenfalls im November dem Team aus Sachsen anschloss und zuvor für zahlreiche renommierte europäische Vereine aktiv war. Unter anderem spielte er auch bereits unter dem heutigen RECKEN-Trainer Juan Carlos Pastor bei Pick Szeged. Der 139-fache slowenische Nationalspieler ist der spielgestaltende Akteur im Leipziger Angriff. In bislang 15 Bundesligaspielen kommt er auf 53 Tore sowie 35 Torvorlagen.

Ein Blick auf die interne Torschützenliste zeigt, dass Nationalspieler Franz Semper mit 129 Treffern der erfolgreichste Werfer der Leipziger ist. Bemerkenswert ist zudem, dass er ebenso wie Bombač seinen Vertrag unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlängert hat. Ihm folgen Blær Hinriksson mit 101 Toren und Lucas Krzikalla mit 93 Treffern. Auch in der Vorlagenstatistik führt Semper mit 49 Assists, vor Hinriksson mit 42 Torvorbereitungen und Ahmed Khairi Nasralla, der ebenso wie Bombač auf 35 Vorlagen kommt. Der ägyptische Mittelmann ist Pastor aus dessen Zeit als Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft bestens bekannt.

Besondere Aufmerksamkeit sollte die Mannschaft um Kapitän Marius Steinhauser dem Leipziger Rückraum widmen. Mit 187 Toren aus der Distanz stellen die Sachsen den zweitstärksten Rückraum der Daikin Handball-Bundesliga (gemessen an Toren). Lediglich die SG Flensburg-Handewitt ist mit 208 Treffern aus dem Rückraum noch erfolgreicher. Gegen eben jene Flensburger musste sich die TSV Hannover-Burgdorf am Dienstag  im Viertelfinale der EHF European League mit 35:43 geschlagen geben, zeigte jedoch über weite Strecken, dass sie mit einem international hochklassig besetzten Gegner mithalten kann.

In den individuellen Feldspielerstatistiken ist kein Leipziger Akteur unter den Top drei vertreten, was auch auf die Torhüterwerte zutrifft. Der ehemalige RECKE Domenico Ebner, der von 2019 bis 2023 in Hannover spielte, verzeichnet bislang 199 Paraden bei einer Quote von 27,45 Prozent. Damit bewegt er sich auf einem ähnlichen Niveau wie TSV-Torhüter Joel Birlehm, der auf 201 Paraden bei 27,24 Prozent kommt, welcher über eine Vergangenheit in Leipzig verfügt. Der im Sommer aus Kiel verpflichtete Tomáš Mrkva steht aktuell bei 136 Paraden und einer Quote von 25,14 Prozent. RECKEN-Keeper Simon Gade weist bislang 108 Paraden bei einer Quote von 24,22 Prozent auf. Insgesamt rangiert das Leipziger Torhütergespann im Ligavergleich auf dem siebten Platz, während die TSV Hannover-Burgdorf vor dem 31. Spieltag Rang zwölf einnimmt, wenn man nur die Paradenanzahl betrachtet.

Defensiv zeigen sich die Leipziger anfällig. Mit 956 Gegentoren stellen sie die drittmeisten Gegentore aller Vereine der Liga, während die RECKEN hier die neuntmeisten Gegentreffer aufweisen. Offensiv erzielten die Sachsen bislang 828 Tore und damit die zweitwenigsten aller Teams, was sich auch in der zweitschlechtesten Wurfquote der Liga widerspiegelt. Positiv hervorzuheben ist hingegen die Blockarbeit mit 59 Blocks, was den fünftbesten Wert im Ligavergleich darstellt. Dem stehen jedoch 304 technische Fehler gegenüber, die den dritthöchsten Wert aller Mannschaften bedeuten. Zudem kassiert Leipzig mit 153 Gegentoren aus dem Rückraum sowie 159 Gegentoren von den Außenpositionen jeweils die zweitmeisten Treffer der Liga.

Die Statistik aus den bisherigen 20 Bundesligaspielen, spricht für den morgigen Gastgeber, die TSV Hannover-Burgdorf. Bislang wurden lediglich 20 Partien ausgetragen, da das Rückspiel in der durch die COVID-19-Pandemie abgebrochenen Saison nicht mehr gespielt wurde. Neun Siege stehen vier Unentschieden und sieben Niederlagen gegenüber. Die letzte Niederlage der Niedersachsen datiert vom 11. November 2021. Seitdem sind die RECKEN in den vergangenen acht Begegnungen gegen Leipzig ungeschlagen geblieben. In diesem Zeitraum gelangen fünf Siege, drei Partien endeten unentschieden. Im DHB-Pokal gewann der SC DHfK Leipzig die bislang einzige Begegnung im nationalen Pokal im Dezember 2016 mit 28:24.

Der Streamingdienst Dyn überträgt die Begegnung live und stellt sie im Anschluss ab 19:45 Uhr auf Abruf zur Verfügung.

Die Stimmen aus der Pressekonferenz bekommst du hier:

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