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RECKEN am 16. Spieltag in Mittelhessen gefordert

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Im Rahmen des 16. Spieltags der Daikin Handball-Bundesliga tritt die TSV Hannover-Burgdorf am morgigen Mittwoch um 20 Uhr auswärts in der Buderus Arena gegen die HSG Wetzlar an.

Die Mittelhessen belegen mit 5:25 Punkten aktuell den 17. Tabellenplatz. Drei ihrer fünf Zähler sammelte die HSG jedoch in eigener Halle. Besonders beachtlich war das 33:33-Unentschieden am ersten Spieltag gegen den amtierenden Sieger der EHF European League, die SG Flensburg-Handewitt. Es folgten ein klarer Heimerfolg gegen Aufsteiger GWD Minden am 6. Spieltag sowie zuvor schon ein knapper Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht SC DHfK Leipzig am 3. Spieltag.

Seit inzwischen neun Partien wartet das Team von Trainer Momir Ilić auf weitere Punkte. Zuletzt verpasste die HSG am vergangenen Sonntag in Kassel gegen die MT Melsungen nur knapp einen Erfolg und unterlag denkbar unglücklich mit 33:32.

Ilić, früherer Weltklasse-Rückraumspieler und unter anderem für den VfL Gummersbach sowie den THW Kiel aktiv, sollte ursprünglich erst zur laufenden Saison das Amt von Frank Carstens (inzwischen Trainer beim SC DHfK Leipzig) übernehmen. Aufgrund der sportlichen Lage wurde er jedoch bereits im Mai dieses Jahres, also noch in der letzten Spielzeit, installiert und führte Wetzlar schließlich noch auf Rang 14. Zuvor betreute der 128-fache serbische Nationalspieler von 2021 bis 2024 den ungarischen Spitzenklub KC Veszprém.

Im Sommer folgte ein personeller Umbruch: Mit Domen Novak, Rasmus Meyer Ejlersen, Vladimir Vranjes, Till Klimpke, Viktor Petersen Norberg, Zsolt Krakovszki, Marius Göbner, Ole Klimpke und dem früheren Spieler aus der RECKEN-Schmiede Lukas Becher verließen gleich mehrere Leistungsträger den Verein. Dem gegenüber stehen zahlreiche Neuzugänge: Niklas Theiß (TV Hüttenberg), Josip Simic (1. VfL Potsdam), David Akakpo (1. VfL Potsdam), Bart Ravensbergen (Frisch Auf Göppingen), Nikola Grahovac (KC Veszprém), Filip Vistorop (ThSV Eisenach), Ahmed Hesham Nafea (RK Vojvodina), Hendrik Pantel (THW Kiel) und Karim Hendawy (al-Safa Sports Club).

Aktuell wird die Mannschaft jedoch von erheblichen Verletzungssorgen gebremst: Kapitän Dominik Mappes fällt mit einer Fußverletzung aus (könnte laut Medienberichten aber im morgigen Spiel sein Comeback feiern), Ravenbergen sowie Nemanja Zelenovic laborieren jeweils an Kreuzbandrissen und seit Sonntag steht fest, dass auch Theiß aufgrund einer Schambeinentzündung pausieren muss. Sportdirektor Jasmin Camdzic kündigte an, den Spielermarkt zu sondieren, da mit Zelenovic und Theiß zwei Optionen auf der Rückraum Rechten Position fehlen.

Der erfolgreichste Torschütze der HSG ist Philipp Ahouansou, der zum erweiterten EM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft zählt und bislang 78 Treffer erzielte und ligaweit damit Rang 13 belegt. Damit liegt er knapp vor RECKEN-Topscorer August Pedersen. Ahouansou weist jedoch mit 61,42 % die zweitschlechteste Wurfquote unter den Top-15-Torjägern auf, während Pedersen auf 71,43 % kommt.

Bester Vorlagengeber der Wetzlarer ist Sommerzugang Filip Vistorop mit 43 Assists, 17 weniger als TSV-Spielmacher Marian Michalczik. In der Defensive gilt Nikola Grahovac als unbestrittener Abwehrchef, dass zeigen auch die bislang 16 Zeitstrafen, mit denen er ligaweit die meisten gesammelt hat.

Im Tor präsentiert sich Anadin Suljakovic mit 109 Paraden statistisch auf Augenhöhe mit Hannovers Joel Birlehm (105 Paraden). Birlehm überzeugt allerdings mit einer besseren Quote (27,42 % gegenüber 24,55 %). Simon Gade, der gegen die Füchse Berlin ein gutes Spiel absolvierte, kommt auf 57 Paraden bei 26,51 %, was ebenfalls über den Werten von HSG-Torhüter Karim Hendawy liegt (29 Paraden bei 20,14 %).

Die Mannschaft von Cheftrainer Christian Prokop reist bereits am heutigen Tag nach dem Abschlusstraining nach Wetzlar. Schon nach dem Duell gegen die Füchse Berlin warnte Sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen vor der schweren Aufgabe in Hessen, wo die HSG nach einer langen Durststrecke vor heimischem Publikum unbedingt wieder punkten möchte.

Der Streamingdienst Dyn überträgt die Begegnung, wie alle weiteren Partien der Daikin Handball-Bundesliga, live ab 19:45 Uhr. Kommentiert wird das Spiel von Florian Nass.