Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal geglückt

Beim ersten Pflichtspiel der Saison 2026/27 trafen die RECKEN in der ersten Runde des DHB-Pokals auswärts auf den TuS Ferndorf. Am Ende gewann der niedersächsische Bundesligist mit 36:29 (20:17). August Pedersen war mit zehn Treffern der beste Torschütze der Partie.

Vor rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern konnten beide Trainer personell nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Hannes Feise und Sigvaldi Gudjonsson konnten verletzungsbedingt nicht am Spiel teilhaben. Auf der Gegenseite fehlten unter anderem Neuzugang Mikael Helmersson und Josip Eres. Den ersten Treffer der neuen RECKEN-Pflichtspielsaison erzielte Leif Tissier nach etwa 35 Sekunden zum 1:0. Ferndorf agierte von Anfang an offensiv in einem 7-gegen-6, um sich in Überzahl bessere Abschlussmöglichkeiten zu erspielen. Das gelang auch im ersten Angriff, als Tom Jansen das erste Tor der Hausherren erzielte. Nach etwas über drei gespielten Minuten ging der Zweitligist durch einen Treffer von Julius Fanger erstmals mit 3:2 in Führung. Justus Fischer nutzte jedoch das leere Tor zum direkten Ausgleich von der Mittellinie. Zu Beginn zeichnete sich ein offensives Feuerwerk ab. So stand es nach vier Spielminuten bereits 4:4. In der Folge ließen es beide Offensiven ein wenig ruhiger angehen, sodass das Tempo der Anfangsminuten vorerst nicht gehalten werden konnte. Es blieb jedoch weiterhin ein ausgeglichenes Spiel.

Nachdem die RECKEN zweimal zum Ausgleich nachzogen, konnten sie nach einem starken Spielzug durch einen Wurf von Sebastian Heymann aus freier Position mit 7:6 nach 11 Minuten wieder in Front gehen. Für den Neuzugang war es der erste Pflichtspieltreffer im RECKEN-Trikot. Doch auch danach steckte der Zweitligist nicht auf und ging unter anderem durch einen Treffer von Marvin Mundus mit 8:7 in Führung. Direkt darauf entschied sich Juan Carlos Pastor dazu, seine erste Auszeit der Partie zu nehmen. Und das auch mit Erfolg: Nach einer guten Kreuzung zwischen Leif Tissier und Renars Uscins erzielte Letzterer den zwischenzeitlichen 8:8-Ausgleich nach 13 Spielminuten. Auch in den nächsten Augenblicken konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Immer stand eine ein-Tore-Führung für eine Mannschaft oder ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. Nach 19 Minuten war es erneut Uscins, der zum 14:13 ins gegnerische Netz traf. Es war bereits sein viertes Tor der Partie. Wenig später nahm TuS Ferndorf-Trainer Ceven Klatt seine erste Auszeit. Nach einem Treffer von Julius Fanger zum 15:15 nach 21 Minuten waren es in der Folge jedoch die RECKEN, die wegziehen konnten. August Pedersen erzielte alleine drei Tore zu einem 3:0-Lauf, sodass die RECKEN nach 28:36 Spielminuten beim 19:16 erstmals mit drei Toren führten. Allein im ersten Spielabschnitt kam der Norweger auf acht Treffer. Das letzte Tor der ersten Hälfte gehörte wenig später Daniel Weber zum 20:17-Halbzeitstand.

Die RECKEN kamen vor allem defensiv aktiver und stabiler aus der Halbzeitpause. Vilhelm Poulsen erzielte dabei den ersten Treffer der zweiten 30 Minuten, als das Tor der Ferndorfer leer war. Nach einem erneuten Treffer von Jansen traf Fischer bereits zum vierten Mal in dieser Partie vom Mittelkreis ins leere Tor. Auch beim 23:18 durch Heymann war der Torhüter des TuS noch nicht in sein Gehäuse zurückgekehrt. Nach zweieinhalb gespielten Minuten in Halbzeit zwei führten die RECKEN erstmals mit fünf Treffern und konnten sich stärker absetzen. In diesem Spielabschnitt bekamen die RECKEN das Spiel zunehmend in den Griff. Die Mannschaft von Juan Carlos Pastor führte nach 36:30 Minuten inzwischen mit 26:20, als Klatt seine zweite Auszeit nahm. In den Folgeminuten konnte der niedersächsische Bundesligist seinen Vorsprung halten. So erzielte Daniel Weber das zwischenzeitliche 28:22 nach knapp 40 Spielminuten. Danach rückte vor allem ein RECKE in den Mittelpunkt: Simon Gade. Der Torhüter parierte nach einer Zeitstrafe gegen Heymann zunächst einen Siebenmeter gegen Mundus. Auf der anderen Seite erhöhte Pedersen per Siebenmeter in der 43. Minute erstmals auf eine Sieben-Tore-Führung. Für den Linksaußen war es bereits der zehnte Treffer an diesem Abend. Doch auch Gade blieb weiter im Fokus: Fünf Minuten später entschärfte er den nächsten Siebenmeter, diesmal von Thore Rahmlow. Es war bereits seine sechste Parade der Partie. Nur eine Minute später war der Däne wieder zur Stelle und traf anschließend sogar selbst ins gegnerische Tor zum 31:24 nach knapp 49 gespielten Minuten. In der Schlussphase der Partie gab Pastor zudem weiteren RECKEN Spielzeit, die bis dahin noch nicht so stark zum Zuge gekommen waren. So erzielte beispielsweise Levi Fielitz aus der RECKEN-Schmiede die letzten drei Treffer der RECKEN und sorgte damit für den 36:29-Endstand. 

„Ferndorf hat ihre 7-gegen-6-Situationen immer wieder gut ausgespielt. Gerade Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir diese Aufgabe besser verteidigt und immer wieder den Ball geholt. So konnten wir uns einen guten Vorsprung herausspielen, um die Partie anschließend bis zum Ende zu kontrollieren. Für uns war es gut, dass wir auf ein Team getroffen sind, das durchweg auf die Überzahlsituationen gesetzt hat, weil das auch in Zukunft in der Bundesliga immer wieder auf uns zukommen kann. Wir haben unser Ziel erreicht und sind in die zweite Runde eingezogen. Nächste Woche startet der Bundesliga-Auftakt zuhause gegen die Rhein-Neckar Löwen und die Mannschaft hat ihr Level auf jeden Fall gesteigert“, zeigt sich Trainer Pastor zufrieden nach der Partie und blickt bereits auf die kommende Aufgabe.

Die RECKEN: Simon Gade (1), Joel Birlehm, Leif Tissier (3), Levi Fielitz (3), Vilhelm Poulsen (2), Renars Uscins (5), Sebastian Heymann (3), August Pedersen (10), Bendix Dietzsch, Marian Michalczik, Kjell Kothe, Jonathan Edvardsson, Lukas Stutzke, Justus Fischer (4), Tim Zechel, Daniel Weber (5)

Somit ziehen die RECKEN in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Weiter geht es für das Team von Juan Carlos Pastor am kommenden Sonntag in der RECKEN-Festung. Zum Heimspielauftakt am ersten Spieltag der Opel Handball-Bundesliga empfängt der niedersächsische Bundesligist die Rhein-Neckar Löwen. Die Partie ist live und auf Abruf bei Dyn zu sehen. Zudem sind die Tickets weiterhin erhältlich.