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„Wissen, was auf uns zukommt“

RECKEN treffen zum dritten Mal in dieser Saison auf favorisierten SC DHfK Leipzig

Nach den zuletzt ordentlichen Leistungen mit jeweils unglücklichem Ausgang gegen Stuttgart und in Minden empfängt die TSV Hannover-Burgdorf am morgigen Mittwoch um 19 Uhr mit dem SC DHfK Leipzig eine nicht minder hohe Hürde in der Swiss Life Hall Hannover. Die Sachsen haben nach der starken Debütsaison in der DKB Handball-Bundesliga in der für einen Liganeuling meist schwierigeren zweiten Spielzeit die Vorjahresleistung mehr als bestätigt und sind bis auf Rang acht der ‚stärksten Liga der Welt‘ vorgedrungen. „Wir haben sehr viel Energie und Zeit aufgewendet, um uns optimal auf Leipzig vorzubereiten“, weiß auch Trainer Jens Bürkle um die Schwere der Aufgabe, blickt jedoch hoffnungsvoll voraus. „Was die Moral betrifft, bin ich sehr zufrieden. Wir kämpfen und sind mit voller Leidenschaft dabei.“

Positiv waren dabei aus niedersächsischer Sicht die Erinnerungen an den 23:25-Auswärtserfolg zu Beginn der Saison, für Enttäuschung sorgte dann allerdings im Dezember die 28:24-Niederlage im DHB-Pokal-Viertelfinale, durch die Torge Johannsen & Co. die erstmalige Teilnahme am REWE Final Four kurz vor dem Ziel verpassten und stattdessen Leipzig die Reise nach Hamburg antreten durfte. Zwar war für die Sachsen im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger THW Kiel Schluss, mit einer aufopferungsvollen Leistung hatten die heutigen Gäste den Favoriten beim 32:35 jedoch lange Zeit mehr als geärgert. Die Revanche gelang dem SC DHfK seinerseits erst vor einer Woche gegen den deutschen Rekordmeister, als sich die Leipziger beim 34:25-Heimerfolg gegen den THW in einen wahren Rausch spielten.

Entsprechend groß ist auch der Respekt auf Seiten der RECKEN gegen den ausgeglichen stark besetzten SC DHfK. Mit einer guten Mischung aus jungen, entwicklungsfähigen Spielern wie Lukas Binder und Maximilian Janke sowie erfahrenen Akteuren um Europameister Niclas Pieczkowski, den polnischen Nationalspieler Andreas Rojewski und Ex-RECKE Aivis Jurdzs haben die Ostdeutschen in dieser Spielzeit auch so manchem Spitzenteam der Liga das Leben schwer gemacht, zumal mit Christian Prokop der aktuelle Bundestrainer an der Seitenlinie steht. „Leipzig hat eine sehr gute Mannschaft“, kennt Jens Bürkle die Stärken der Gäste. „Der SC DHfK steht in der Abwehr sehr gut im 1-gegen-1 und spielt darauf basierend einen super Gegenstoß. Im Angriff spielen sie zudem mit sehr viel Geduld und diszipliniert bis zur Chance.“

Entscheidend wird daher für die Niedersachsen sein, den Gästen mit Kampf und mannschaftlicher Geschlossenheit entgegenzutreten und dabei auch im Angriff die nötige Geduld gegen die sehr kompakte und bewegliche 6:0-Abwehr der Leipziger mitzubringen, die nicht umsonst mit durchschnittlich nur 23,6 Gegentoren pro Spiel zu den besten der gesamten Liga zählt. „Gegen Leipzig musst du 60 Minuten fokussiert sein und dagegen halten, da sie immer mit voller Power spielen“, ist sich Jens Bürkle bewusst. Der TSV Hannover-Burgdorf steht also eine große Herausforderung bevor, die nur mit einer konzentrierten und effizienten Leistung bei gleichzeitiger Minimierung der eigenen Fehleranzahl bewältigt werden kann. „Die Abwehr wird entscheidend sein, um gut in den Gegenstoß zu kommen und nicht ständig im Positionsangriff gegen die DHfK-Defensive anzurennen“, sieht Sven-Sören Christophersen einen entscheidenden Schlüssel zum Erfolg. „Wir wissen, was auf uns zukommt und wollen den Leipziger Angriff im Verbund als Mannschaft lösen.“

Personell steht den RECKEN dabei voraussichtlich derselbe Kader der letzten Wochen zur Verfügung. Csaba Szücs und Dominik Kalafut werden weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Ein wesentlicher Faktor ist daher erneut die Unterstützung der Zuschauer, die bereits gegen den TVB 1898 Stuttgart maßgeblichen Anteil an der RECKEN-Leistung hatten und das Team um Kapitän Torge Johannsen über 60 Minuten antrieben. Nur so wird es möglich sein, die favorisierten Gäste ins Wanken zu bringen. „Wir freuen uns sehr auf die noch verbleibenden Heimspiele, da uns unsere Fans immer bedingungslos unterstützen und den ‚achten Mann‘ im Rücken bilden“, setzt auch Sven-Sören Christophersen auf die bereits jetzt über 3.800 Zuschauer in der Swiss Life Hall. „Wir wollen auf alle Fälle gewinnen, egal gegen wen es geht.“

Tickets für diese Begegnung gibt es noch im Online-Ticket-Shop und an der Abendkasse. Wer das Spiel nicht live vor Ort verfolgen kann, hat die Möglichkeit, die Partie im Livestream unter www.die-recken.de zu verfolgen. 

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