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Wie aus einem Guss

RECKEN-Express in Lemgo nicht zu stoppen

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt in der Spur. DIE RECKEN hielten ihre momentan blendende Verfassung auch beim TBV Lemgo Lippe und setzten sich in der Phoenix-Contact-Arena deutlich mit 36:26 (18:12) durch. „Das war eine starke Mannschaftsleistung. Vorne haben wir das über die gesamten 60 Minuten sehr gut gelöst und mit der Abwehrumstellung in der ersten Halbzeit auch mehr Zugriff in der Deckung bekommen“, lobte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen die Mannschaft. "Das war ein perfektes Spiel für uns. Der Abstand beider Mannschaften ist normalerweise minimal, aber heute hatten wir einen sehr guten Tag", freute sich Trainer Carlos Ortega.

Die TSV Hannover-Burgdorf, bei der Cristian Ugalde nach überstandener Muskelverletzung zurück ins Aufgebot kehrte, war in der Anfangsviertelstunde im Angriff kaum von den Gastgebern zu stoppen. DIE RECKEN überzeugten mit Tempohandball vom Feinsten und hatten zudem in Timo Kastening einen überragenden Vollstrecker. Der Nationalspieler hatte bereits bis zur 15. Spielminute fünf blitzsaubere Treffer markiert. "Timo ist momentan in blendender Verfassung und trifft die Würfe quasi mit verbundenen Augen", scherzte Sven-Sören Christophersen.

Allerdings hatten DIE RECKEN in der Abwehr nicht den gewohnten Zugriff wie in den letzten Spielen und kassierten zu viele Gegentreffer. Hinzu kam, dass die Niedersachsen häufig ein Opfer der sehr kleinlichen Regelauslegung der Unparteiischen Schulze/Tönnies wurden und so mehrmals in Unterzahl agieren mussten. Negativer Höhepunkt war die rote Karte für Kapitän Fabian Böhm, der ab der 18. Spielminute zum Zuschauen verdammt war. Trotzdem behielten DIE RECKEN zunächst ihren knappen Vorsprung und führten nach einem sehenswerten Schlagwurf von Spielmacher Morten Olsen mit 14:11 (23.). Der für Böhm eingewechselte Martin Hanne markierte zudem direkt zwei Treffer. "Das zeigt, welchen Wert die jungen Spieler momentan für uns haben. Sie werden ins kalte Wasser geworfen und liefern sofort", erklärte Christophersen.

Bis zum Pausenpfiff blieben DIE RECKEN weiter am Drücker und konnten durch zwei Treffer in den letzten 30 Sekunden einen komfortablen 18:12 Vorsprung mit in die Pause nehmen. Nach dem Seitenwechsel blieben die Niedersachsen zunächst weiter die bessere Mannschaft und bauten die Führung nach einem weiteren Olsen-Treffer auf 21:13 (34.) aus.

Lemgos Trainer Florian Kehrmann versuchte fortan mit einer offensiveren 5:1 Deckungsvariante die Kreise von Olsen einzuengen und zunächst gelang den Gastgebern die Verkürzung auf 21:15. Lemgo hatte sogar die Möglichkeit noch weiter zu verkürzen, doch Domenico Ebner parierte gegen Elisson und vorne erhöhten Kastening, Hanne und Pevnov auf 24:15 (39.).

DIE RECKEN erarbeiteten sich in dieser Phase durch aufopferungsvolle Abwehrarbeit die nötigen Ballgewinne und hatten in dieser Phase vorne auch das Quäntchen Glück, sowie einen aufmerksamen Kreisläufer Evgeni Pevnov, der gleich mehrere Abpraller sichern konnte. So pendelte sich der RECKEN-Vorsprung bis Mitte der zweiten Halbzeit konstant auf acht bis zehn Tore ein. "In der Abwehr hat uns die Umstellung auf 5:1 zusätzliche Sicherheit gegeben und Domenico Ebner hat sich zwischen den Pfosten sukzessive gesteigert", so Christophersen.

Ab der 48. Spielminute schalteten DIE RECKEN vorne wie hinten einen Gang zurück und der TBV Lemgo Lippe verkürzte durch mehrere Treffer in Serie auf 29:23 (52.). Im nächsten Angriff der Niedersachsen behielt Morten Olsen, der an die starken Auftritte aus den ersten drei Saisonspielen nahtlos anknüpfte und überragend Regie führte, das 30:23 und sorgte so für endgültige Siegesgewissheit auf RECKEN-Seite. Bis zum Schlusspfiff zogen die Niedersachsen die Zügel sogar nochmal an und freuten sich am Ende ausgelassen über den Sieg mit einer Differenz von zehn Toren.

Mit 8:0 Punkten gehören die Niedersachsen neben dem SC Magdeburg zu den verlustpunktfreien Teams in der stärksten Liga der Welt und können am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen den Bergischen HC den Traumstart aus der Saison 2017/18 wiederholen. "Das ist natürlich eine besondere Motivation. Gegen den Bergischen HC brauchen wir aber eine TOP-Leistung und unsere unglaublichen Fans, damit unser Lauf noch ein wenig weitergeht", setzt Sven-Sören Christophersen auf den Faktor Heimstärke.

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