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„Waren 50 Minuten auf Augenhöhe“

RECKEN müssen sich dem THW Kiel geschlagen geben

Am Ende fiel der Sieg zu hoch aus. Mit 32:25 (13:13) hatte die TSV Hannover-Burgdorf gegen den THW Kiel das Nachsehen. „Das Ergebnis ist am Ende zu hoch ausgefallen und spiegelt nicht den Spielverlauf wieder. Wir waren 50 Minuten auf Augenhöhe und mussten dann Risiko gehen, was sich leider nicht ausgezahlt hat“, relativierte der Sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen das Endergebnis.

Vor 9.500 Zuschauern in der ausverkauften TUI Arena entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Partie mit vielen Führungswechseln. „Unsere Verteidigung war heute deutlich besser, wir haben stark gekämpft und viel Einsatz gezeigt“, nannte Trainer Carlos Ortega Gründe für das Spiel auf Augenhöhe.

Erst in der 19.Minute gelang es den Kielern auf 3 Tore davonzuziehen, doch DIE RECKEN ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und spielten konzentriert ihr Spiel. Durch Ballgewinne in der Verteidigung, gelangen im Angriff einfache Tore und der Anschluss war kurz darauf wiederhergestellt. Auch der Torhüterwechsel auf Urban Lesjak machte sich bezahlt, als der Slowene bis zur Pause wichtige Paraden zeigte. Der Lohn dieser Arbeit war, dass DIE RECKEN mit einem 13:13 in die Halbzeitpause gingen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten DIE RECKEN zwei Minuten auf Rückraumspieler Fabian Böhm verzichten, der in der letzten Aktion der ersten Halbzeit eine Zeitstrafe bekam. Die Kieler konnten in dieser Überzahlsituationen erneut einen kleinen Vorsprung aufbauen, der wiederum nicht lange Bestand hatte. In der 38. Minute schnappte sich Timo Kastening einen Pass der Kieler und stellte mit dem Treffer im Gegenstoß den Ausgleich wieder her.

Mit fortlaufender Spielzeit wurde die Partie auch physisch immer umkämpfter und der Spielverlauf glich dem der ersten 30 Minuten, denn keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Auf Seiten der RECKEN waren es wiederholt die Außen Cristian Ugalde und Kastening, die die Mannschaft mit Ballgewinnen und erfolgreichen Abschlüssen in Schlagdistanz hielten.

Acht Minuten vor dem Ende gelang es den Kielern dann, auch dank einiger Paraden des eingewechselten Nationaltorhüters Andreas Wolff, sich erneut mit drei Toren abzusetzen. Den Niedersachsen gelang es, anders als zuvor, dieses Mal nicht mehr zu verkürzen. Trainer Carlos Ortega ging zwar volles Risiko und ließ in der Deckung aggressiv und offensiv verteidigen und im Angriff brachte der Spanier den siebten Feldspieler.

Die Gäste zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt, hatten hinten Wolff als sicheren Rückhalt und vorne Lukas Nilsson, der mit drei Treffen am Stück den zwölften Sieg in Folge für die Kieler sicherstellte. „Wir haben im Moment zu viele Minuten für zu wenig Spieler. Am Ende waren wir nicht frisch genug, um im Angriff gute Lösungen zu finden“, erklärte Ortega.

Für DIE RECKEN heißt es jetzt nach vorne schauen, denn im Dezember warten wichtige Aufgaben in der Bundesliga und beim nächsten Heimspiel gegen den HC Erlangen am 18.12. im DHB-Pokal.

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