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„War ein Riesenspaß“

RECKEN können Challenge gegen Waspo 98 für sich entscheiden

Das Spieltrikot und die Spielhose mussten die Profis der TSV Hannover-Burgdorf bei der „Challenge“ zwar gegen die Badehose und die Badekappe eintauschen – einen ähnlichen Spaß wie bei ihrer sonstigen Berufsausübung hatten DIE RECKEN aber dennoch. „Das war ein cooles Event, auch wenn ich ziemlich kaputt bin“, sagte Rechtsaußen Timo Kastening, der im dritten Viertel beinahe Waspo-Torhüter Moritz Schenkel bezwungen hätte und schon früher für die Entscheidung zu Gunsten der RECKEN hätte sorgen können.

Doch zunächst mussten sich Niedersachsens Spitzenhandballer erstmal an das kühle Nass gewöhnen. Waspo ließ früh die Muskeln spielen und schenkte den RECKEN im ersten Viertel sechs Treffer ein, obwohl RECKEN-Torhüter Martin Ziemer noch mehrere Waspo-Würfe gekonnt abwehren konnte. „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden“, bemerkte Kreisläufer Joshua Thiele, der einen von insgesamt zwei RECKEN-Würfen in den ersten fünf Minuten auf das Waspo-Gehäuse abgab.

Diese waren aber leichte Beute für Waspo-Schlussmann Moritz Schenkel, der sich erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit bei einem Wurf von Ilija Brozovic richtig strecken musste. „Der war gut geschossen und nicht leicht zu halten“, so Schenkel. Auf RECKEN-Seite gehörten die beiden Kroaten Ilija Brozovic und Domagoj Srsen zu den auffälligsten Akteuren. „In den Sommerferien spielen wir schon mal Wasserball, der Sport hat in Kroatien eine hohe Bedeutung“, verrät Srsen.

Trotzdem mussten Srsen und Co. bis weit ins vierte Viertel zittern, ehe sie die Challenge für sich entscheiden konnten. Brozovic konnte nur auf Kosten eines Strafwurfes gefoult werden und RECKEN-Abwehrchef Srsen nutzte diese Möglichkeit und versenkte den Penalty unhaltbar für Waspo-Keeper Schenkel in den Maschen. Der Jubel im ausverkauften Stadionbad war groß und die beiden Kommentatoren Sven-Sören Christophersen und Roger Kong handelten kurzerhand eine neue Challenge aus.

Bei einem weiteren RECKEN-Treffer würden die Waspo-Spieler bei einem Heimspiel der RECKEN als Einlaufkinder fungieren – in Badehose versteht sich. Angestachelt durch diese besondere Motivation gaben DIE RECKEN noch einmal alles und Torge Johannsen nutzte die numerische Überlegenheit im Becken (Trainer Carlos Ortega ließ in den letzten Angriffen die Variante 12 gegen 6 üben) und markierte per Aufsetzer das zweite Tor von Niedersachsens Spitzenhandballern. „Ich hatte Respekt vor dieser Aufgabe, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das war eine tolle Veranstaltung“, freute sich Johannsen nach dem Spielende, bei dem das Endergebnis von 15:3 (6:0, 3:0, 4:0, 2:3) in den Hintergrund geriet.

Der Rechtsaußen war auch der Erste, der die Siegerkiste Bier von Waspo-Torhüter Schenkel unter großem Jubel entgegennahm. „Ich denke, eine weitere Challenge ist durchaus möglich“, so Johannsen. „Wir wollen nicht mit 0:1 vom Feld gehen. Jetzt liegt es an den RECKEN, sich etwas Geeignetes zu überlegen“, sagte Waspo-Profi Tobias Preuß.

Der Wassserball-Nationalspieler sprach anschließend das aus, was alle dachten. „Wir haben die Challenge zwar verloren, aber am heutigen Abend gibt es nur Gewinner.“

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