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„Wahnsinnig ärgerlich“

RECKEN blicken nach „Last-Second-Niederlage“ dennoch nach vorne

Nach dem Punktverlust in letzter Sekunde gegen Stuttgart wollte sich die TSV Hannover-Burgdorf beim Gastspiel in Minden in der Schlussphase zumindest einen Punkt sichern, doch am Ende standen DIE RECKEN ohne Zähler da. Mit seinem Treffer zum 27:26 (16:12) sorgte GWD-Linksaußen Charlie Sjöstrand für grenzenlosen Jubel auf der einen und große Enttäuschung auf der anderen Seite. Am Ende mussten DIE RECKEN die Heimreise in die niedersächsische Landeshauptstadt punktlos antreten. „Dem Spielverlauf nach wäre ein Unentschieden sicherlich gerechter gewesen“, gab Sven-Sören Christophersen im Anschluss enttäuscht zu Protokoll. „So ist das natürlich megabitter.“

In der Tat sahen die etwas mehr als 3.000 Zuschauer in der Mindener Kampa-Halle eine Begegnung auf Augenhöhe, in der beide Teams jeweils eine Schwächephase des Gegners für sich nutzen konnten. So waren DIE RECKEN bis zum 10:11 nach 21 Minuten vorne, ehe die Gastgeber die erhöhte Fehleranzahl der TSV Hannover-Burgdorf zu ihren Gunsten nutzen und nach fünf Treffern in Folge zur Pause mit 16:12 in Front lagen. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und hatten leichte Vorteile. Dann verlieren wir ein wenig den Faden“, analysierte Sven-Sören Christophersen die Phase vor der Halbzeit, was auch Trainer Jens Bürkle bestätigt. „Nach 20 sehr ordentlichen Minuten haben wir gegen Ende der ersten Hälfte einige technische Fehler zu viel gemacht“, so der RECKEN-Trainer.

Dass die Niedersachsen im zweiten Durchgang dennoch knapp fünf Minuten vor dem Ende Aussichten auf einen doppelten Punktgewinn hatten, lag nicht zuletzt an der abermals großen Moral der Bürkle-Schützlinge. „Nach 40 Minuten kämpfen wir uns zurück und drehen das Spiel, wodurch wir dann sogar mit zwei Toren vorne liegen“, spielt Christophersen auf die 23:25-Führung kurz vor Schluss an. „Nach dem 21:16-Rückstand hat man gesehen, wie viel Kampf in unserer Mannschaft steckt. Wir haben in dieser Phase richtig gut verteidigt und so das Spiel gedreht“, lobte auch Jens Bürkle die Einstellung seiner Mannschaft. „Was dann am Ende passiert, ist selbstredend wahnsinnig ärgerlich.“

So blieb den RECKEN der Lohn für die insgesamt starke kämpferische Leistung nach 60 spannenden Minuten verwehrt, wodurch die Ostwestfalen aus Minden mit dem Sieg in der Tabelle an den Niedersachsen vorbeizogen. Dennoch wollen DIE RECKEN bereits die nächste Chance am Mittwoch gegen den starken SC DHfK Leipzig nutzen, um das Pendel wieder auf ihre Seite ausschlagen zu lassen. „Die Aufgaben werden nicht leichter“, weiß Geschäftsführer Benjamin Chatton mit Blick auf das nächste Spiel gegen die Sachsen. „Leipzig hat erst letzte Woche gegen Kiel gezeigt, zu was sie im Stande sind.“ Trotzdem werden DIE RECKEN alles versuchen, den Hinspielerfolg in Leipzig zu wiederholen und sich gleichzeitig für das Aus im DHB-Pokal-Viertelfinale zu revanchieren. 

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