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Unlösbare Aufgabe?!

Die Vorzeichen für eine Auswärtspartie standen durchaus schon besser. Als ob es nicht reichen würde, dass besagte Auswärtspartie beim Ligaprimus stattfindet, so fiel es Christopher Nordmeyer unter der Woche auch noch schwer, seine Mannschaft auf die Begegnung vorzubereiten. Eine Grippewelle schaltete gleich sechs Spieler aus, darunter Leistungsträger wie Lars Lehnhoff, Martin Ziemer und Kapitän Torge Johannsen. Dennoch zeigten sich die verbliebenen RECKEN hoch motiviert und heiß auf das Duell mit dem Champions-League-Finalisten und amtierenden Deutschen Meister aus dem hohen Norden.

"Nicht der leichteste Gegner"

RECKEN-Trainer Nordmeyer sucht hingegen keine Ausreden: "Jeder Spieler hat die Illusion, dass wir dieses Spiel gewinnen können und ich teile diese Illusion. Ich will am Sonntag weder eine Ausrede für uns finden, noch für jeden einzelnen Spieler." Der Trainer ist des Weiteren der Überzeugung, dass es eine Erleichterung sein kann, sich nicht so gut vorbereiten zu können, da der Erfolgsdruck schwindet. "Der THW hat auch die Spiele gewonnen, in denen sie schlecht gespielt haben. Das ist eine Qualität, die sie über Jahre hinweg konserviert haben. Der Rückraum von Kiel ist außerdem das Beste, was Europa zu bieten hat", ist sich Nordmeyer der Außenseiter-Rolle bewusst.

Trotzdem gibt sich der RECKEN-Trainer kämpferisch: "Allerdings muss jedes einzelne Spiel gewonnen werden und wir werden alles dafür tun, dass es ihnen nicht leicht gemacht wird." 

Filip Jícha kurz vor Rückkehr

Als wäre das Spiel nicht schon schwer genug, so kommt auch noch hinzu, dass THW-Kapitän Filip Jícha nach dreimonatiger Verletzungspause, kurz vor der Rückkehr in den Kader steht. Der 32-Jährige, der nach einer Fuß-Operation pausieren musste, hat jedoch den Kieler Nachrichten bekanntgegeben, dass die Muskulatur nach einer solchen Pause noch derart geschwächt ist, dass er erst Anfang der Rückrunde an alte Leistungen anknüpfen könne. Aus diesem Grund, wird es vermutlich nur für einen Kurzeinsatz am Sonntag reichen.

Statistik spricht gegen RECKEN

Auf dem Papier scheint die Begegnung schon entschieden: DIE RECKEN konnten bisher kein Spiel in der "stärksten Liga der Welt" gegen den THW gewinnen. Es müsste also schon ein kleines Handballwunder her, damit Johannsen & Co. etwas Zählbares aus Schleswig-Holstein entführen können. Allerdings könnte genau das der Trumpf sein: Niedersachsens Spitzenhandballer können folglich ganz ohne Druck in der Sparkassen-Arena auflaufen und wenn man an Hamburg denkt, gab es da schon mal eine ähnliche Konstellation. Christopher Nordmeyer wird gezwungenermaßen wieder auf Verstärkung aus dem Perspektivkader zurückgreifen müssen, was sich bisher immer als probates Mittel erwiesen hat. Es bleibt also abzuwarten, welche Asse der RECKEN-Trainer dieses Mal aus dem Ärmel zaubert.

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