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TSV sichert sich den dritten Platz beim Schindler-Cup

 

Schindler-Cup: Aarhus holt Turniersieg, Hannover schlägt Nordhorn

 

Der

Pokal geht nach Dänemark. Im Finale des dritten Schindler-Cups besiegte

Aarhus Handbold den österreichischen Serienmeister A1 Bregenz verdient

mit 28:24. Im kleinen Finale zwischen dem TSV Hannover-Burgd

orf und der

HSG Nordhorn-Lingen blieb die Überraschung indes aus: Der favorisierte

Bundesligist setzte sich mit 35:27 gegen den Zweitligisten durch. Den

fünften Platz holte sich Oderhei gegen Ivry, Platz sieben ging an Thun,

das 28:27 gegen Lubin gewann.Das deutsche Duell im kleinen

Finale war relativ früh entschieden. Zur Halbzeit stand es bereits 18:12

für die Hannoveraner und obwohl eine Schwächephase in der zweiten

Halbzeit bei der HSG noch kurzzeitig Hoffnung aufkommen ließ - die

Nordhorner kämpften sich von 19:26 auf 25:28 heran, verteidigte der

Bundesligist letztendlich seinen Vorsprung. Der Endstand von 35:27 war

aus Sicht des Hannoveraner Trainers Christopher Nordmeyer verdient: "Wir

haben ein gutes Spiel in Angriff und Abwehr gezeigt. Ich bin sehr

zufrieden." Bester Torschütze des Bundesligisten war abermals Linksaußen

Lars Lehnhoff mit sieben Treffern, der mit insgesamt 27 Toren

Torschützenkönig des Turniers wurde.

 

"Mir gefallen immer alle meine Spieler", lobt Nordmeyer augenzwinkernd.

"Nach diesem Spiel muss ich aber besonders unsere Kreisläufer Vignir

Svavarsson und Mario Clößner hervorheben." Der HSG fehlte es gegen den

höherklassigen Gegner an Kraft und Dynamik. "Der Klassenunterschied war

deutlich zu sehen", stellte HSG-Trainer Heiner Bültmann fest. "Doch

trotzdem bin ich zufrieden, denn wir haben unsere Aufgabe erfüllt und

besser gespielt gestern." Dem schloß sich Rückraumspieler Jens Wiese,

mit sieben Treffern Haupttorschütze seiner Mannschaft, an: "Am Ende war

das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch, aber wir haben uns gut

präsentiert." Neben Wiese bestach abermals Torhüter Björn Buhrmester mit

starken Paraden.

Im Finale bezwang Aarhus Handbold vor den Augen von rund 400 Zuschauern

A1 Bregenz mit 28:24 (12:13). Es war ein hochklassiges Spiel, hart

umkämpft und körperbetont. Aufreger der Partie war das Foul an

Bregenz-Rechtsaußen Marian Klopcic kurz vor der Pause. Der

österreichische Nationalspieler wurde im Gegenstoß gefoult, das

Schiedsrichtergespann Hohlwein/Michalzik zeigte Jakob Thoustrup dafür

die Rote Karte. Den folgenden Siebenmeter verwandelten die Bregenzer

sicher und gingen so mit einer knappen Führung in die Pause.

 

Doch in der zweiten Halbzeit drehte der dänische Supercup-Teilnehmer das

Spiel und verteidigte souverän die Führung. In den letzten Minuten

versuchten die Bregenzer den Ausgleich zu erzwingen, doch durch

überhastete Torabschlüsse machten sie sich das Leben selbst schwer, eine

in ihren Augen diskussionswürdige Rote Karte schwächte das Team von

Trainer Martin Liptak zusätzlich. Der Endstand von 28:24 für Aarhus war

letztendlich verdient, doch der dänische Trainer Erik Veje Rasmussen

zeigte sich unbeeindruckt: "Ich bin nicht sehr zufrieden; wir waren im

Angriffsspiel zu unbeweglich. Ich bin aber natürlich trotzdem froh, dass

wir gewonnen haben."

 

Glücklicher war Kreisläufer Frederic Pettersson: "Ich war unsicher, was

uns hier erwartet, aber es war ein sehr schönes Turnier und ich bin

glücklich, dass wir gewonnen haben." Die unterlegenen Bregenzer

präsentierten sich als gute Verlierer. Rückraumspieler Markus

Wagesreiter: "Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber Aarhus ist

eine Spitzenmannschaft. Wir haben immerhin gezeigt, dass wir mithalten

können."

 

Den fünften Platz erkämpfte sich SZKC Oderhei mit einem Sieg über US

Ivry. Der rumänische Vizemeister gewann im Siebenmeterwerfen mit 32:31 -

Endstand nach 60 Minuten: 27:27. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und

waren nur die letzten fünfzehn Minuten etwas unkonzentriert", ist

Andrei Mihalcea glücklich über den Sieg. Der flinke Außenspieler traf

gegen die Franzosen sechs Mal und verwandelte im Siebenmeterwerfen den

entscheidenden Wurf. "Ich habe nur daran gedacht, den Torwart zu

bezwingen, damit die Mannschaft gewinnt", grinste der rumänische

Nationalspieler. "Es war unser erstes Turnier auf einem solchen

internationalen Niveau und es hat uns gut gefallen. Wir hoffen, dass wir

nächstes Jahr wiederkommen dürfen."

 

Im Spiel um Platz 7 gewann Wacker Thun verdient mit 28:27 (15:13) gegen

MKS Zaglebie Lubin. Aus dem starken Schweizer Kollektiv ragten

Linksaußen Luca Linder, Rückraumstratege Jakub Szymanski und der

wurfgewaltige Borna Franic heraus. Das Trio war Garant für den Schweizer

Sieg, zusammen erzielten die drei 17 der 28 Schweizer Treffer. "Die

ersten beiden Spiele waren nicht optimal, heute war besser", sagte

Szymanski nach Abpfiff. "Es war nicht so eng, wie das Ergebnis es zeigt.

Fünfzig Minuten waren gut, nur die letzten zehn Minuten kam bei uns

Unruhe rein. Wir haben das Spiel aber insgesamt mehr dominieren können."

 

"Im Finale war die Halle richtig voll, wir hatten ein gutes Publikum",

zeigte sich Turnierorganisator Jürgen Hitsch zufrieden. "Wir haben von

den Mannschaften außerordentlich positive Rückmeldungen bekommen. Dieses

Turnier ist einfach wirklich gut und die Wahrscheinlichkeit auf eine

vierte Auflage im nächsten Jahr ist sehr groß." Die Turnierteilnehmer

schließen sich an: "Wir sind rundum zufrieden. Hamburg ist eine schöne

Stadt und die Organisation passt", lobt Wiese, während Nordmeyer kurz

konstatiert: "Eine rundum schöne Sache." Auch die ausländischen

Teilnehmer waren begeistert. Wagesreiter: "Es war super organisiert und

auch das sportliche Niveau stimmte. Wir sind mit dem ganzen Turnier sehr

zufrieden."

 

Quelle: PM Veranstalter, www.schindler-cup.de

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