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„Sind sehr glücklich“

Die Stimmen zum Pokalsieg über den THW Kiel

Die TSV Hannover-Burgdorf hat die Überraschung perfekt gemacht und steht nach dem Sieg über den THW Kiel im Viertelfinale des DHB-Pokals. Dabei erlebten nicht nur DIE RECKEN, sondern auch die 5.607 Zuschauer in der lautstarken TUI Arena eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Einen 8:0 Blitzstart hatten DIE RECKEN beim 13:13 verspielt, beim 15:17 sprach alles für einen Sieg des Rekordmeisters. Doch die Niedersachsen kämpften sich zurück und hatten in der spannenden Schlussphase das bessere Ende für sich, wobei sich vor allem die Angriffsoption mit dem siebten Feldspieler auszahlte. „Aus meiner Sicht war der siebte Feldspieler der Schlüssel zum Sieg. Wir hatten nur einen technischen Fehler und haben keinen Gegentreffer ins leere Tor bekommen“, bilanzierte RECKEN-Trainer Carlos Ortega.

Die Stimmen zum Pokalsieg über den THW Kiel:

Carlos Ortega: „Wir sind sehr glücklich. Es war ein unglaubliches Spiel mit einem sehr kuriosen Spielverlauf. Nach unserem 8:0 Traumstart fühle ich mich ein bisschen schuldig, denn wir haben uns im Training vornehmlich auf die 6:0 Deckung der Kieler vorbereitet. Gegen die offensive 3:2:1 Abwehr hatten wir große Probleme und haben zu viele Fehler produziert. Als das Spiel dann gekippt war und es für uns am schlechtesten aussah, haben wir uns für die Option des siebten Feldspielers entschieden. Das war aus meiner Sicht der Schlüssel zum Sieg, denn wir haben in der Folge viel besser angegriffen und keinen Gegentreffer ins leere Tor bekommen. Normalerweise gewinnt man ein Spiel nicht mehr, nachdem man einen so hohen Vorsprung aus der Hand gegeben hat, aber es spricht für die Mentalität und den Kampfgeist meiner Mannschaft, dass sie das Ruder nochmal herumreißen konnte.

Benjamin Chatton: „Großes Kompliment an die Mannschaft und das Trainerteam, vor allem für die mentale Stärke in der Schlussphase. Zwei Mal hintereinander gegen den THW Kiel zu gewinnen, zweimal innerhalb weniger Tage absoluten Spitzenhandball in Hannover zu zeigen ist außergewöhnlich und für uns eine positive Woche. Unter den letzten acht Mannschaften ist es, mit Ausnahme der Rhein-Neckar Löwen, auf den ersten Blick sehr ausgeglichen, so dass wir der Auslosung am 5. November in Leipzig mit Spannung entgegenblicken.“   

Casper Mortensen: „Das war eines der geilsten Spiele in meiner Karriere. Wir hatten einen überragenden Start und haben später mentale Stärke gezeigt. In der heißen Phase waren wir da.“

Fabian Böhm: „Es war ein super schweres und super knappes Spiel, auch wenn wir richtig gut reingekommen sind. Wir schaffen es momentan, in kritischen Phasen sehr ruhig zu bleiben und wenig Fehler zu produzieren. Die Halle und unsere Fans haben uns heute erneut nach vorne getrieben, daher hoffe ich, dass wir im Viertelfinale wieder ein Heimspiel zugelost bekommen.“

Alfred Gislason (Trainer THW Kiel): „Glückwunsch nach Hannover. Wir sind sehr schlecht in das Spiel gestartet und haben vor allem im Angriff reihenweise dumme Fehler produziert. Mit der Abwehrumstellung sind wir dann immer besser in die Partie gekommen und konnten sogar in Führung gehen. In der Schlussphase treffen wir leider ein paar Mal die falsche Entscheidung. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir es ebenfalls verdient gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen.“

Thorsten Storm (Geschäftsführer THW Kiel): „Wir sind alle gefrustet. Jetzt haben wir zweimal gegen Hannover verloren - dann scheint Hannover vielleicht besser zu sein als wir. Ich war am Anfang wirklich geschockt - in einem "Alles oder nichts"-Spiel fehlte die Fokussierung. Über Kampf und Leidenschaft drehen wir das Ding und geben es wieder aus der Hand. Insgesamt nach der positiven Tendenz ein Rückschritt.“

Rune Dahmke (Linksaußen THW Kiel): „Den großen Knick kriegen wir direkt in der Anfangsphase. Ich weiß gar nicht, ob ich in meiner Laufbahn überhaupt schonmal 0:8 im Rückstand gewesen bin. Durch die offensivere Abwehr kämpfen wir uns sehr gut heran und gehen sogar in Führung. Dann machen wir leider blöde Fehler und Hannover, mit dem Selbstvertrauen das sie momentan haben, nutzt das sehr clever aus. Daher haben sie am Ende auch verdient gewonnen.  

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