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Salto, Flic-Flac, 1-2-3!

Vincent Büchner turnt mit Olympiaheld Andreas Toba

Wer bei der Einlaufshow der TSV Hannover-Burgdorf ganz genau hinschaut weiß, dass Vincent Büchner bei seiner Spielervorstellung als Markenzeichen den Flic-Flac hat. Am Mittwochvormittag wurde an der künstlerischen Note dieses Bodenturnelements aber intensiv gearbeitet, denn Büchner durfte im Olympiastützpunkt in Hannover mit Nationalturner und Olympiaheld Andreas Toba eine Trainingseinheit absolvieren. „Vincent hat das richtig gut gemacht. Ich war beeindruckt und hätte nicht gedacht, dass er so beweglich ist. Es kann sein, dass wir ihn zum Turnen abwerben“, scherzte Rio-Held Toba nach 60 intensiven Minuten.

Nach einem kurzen Warmup auf der großen Schwingbodenturnmatte ging es direkt ans Eingemachte. Der Flic-Flac sowie der Salto vorwärts und rückwärts standen auf der Trainingsagenda. „Vincent hat eine gute Sprungkraft und auch ein Gefühl für seinen Körper“, lobe Toba den RECKEN-Profi, der in seiner Kindheit erste Erfahrungen mit der Sportart Turnen machte. „Für einen Außenspieler im Handball ist ein gewisses Maß an Beweglichkeit und Flexibilität sehr hilfreich, aber was Andy draufhat ist schon krass. Davon bin ich doch meilenweit entfernt“, musste Büchner neidlos anerkennen.

Nach dem Einstudieren der einzelnen Elemente konnte Büchner sogar eine kleine Bodenkür vorturnen und zog sich dabei mehr als achtbar aus der Affäre. Im Anschluss ging es für den Linksaußen, der in dieser Spielzeit seine erste Profisaison absolviert, auch noch an die Ringe und das Seitpferd. Durch letzteres gelangte Toba zu überregionaler Berühmtheit als er bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio seine Turnmannschaft trotz eines Kreuzbandrisses ins Mehrkampffinale turnte.

Sowohl an den Ringen als auch am Seitpferd stand für Büchner nun die Kraftkomponente im Vordergrund. „Es war spannend zu sehen, welche Körperspannung die Leistungsturner wie Andy an den Ringen aufweisen. Wir haben ja eigentlich auch Kraft im Arm, aber das ist schon ein großer Unterschied“, stellte Büchner nach Kreuzhang, Stützwaage und Stützhang fest. Nach den kurzweiligen 60 Minuten wurde das Rückspiel direkt beschlossen. In naher Zukunft darf Toba sich dann mal in der Handballhalle versuchen. „Meine Würfe werden wohl nicht ganz so weit fliegen“, lacht der „Hero de Janeiro“ bereits jetzt.

Sicher ist auch, dass der Flic-Flac bei Vincent Büchner ab sofort auch in der B-Note allerhöchstes Niveau aufweisen wird.

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