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Saisonrückblick III: Januar bis März

Guter Start in die Rückrunde und Dramatik im EHF Cup

Nach einer kurzen Pause über den Jahreswechsel ging die Vorbereitung auf die Rückrunde bereits am 10. Januar wieder los. "Es werden intensive Wochen, denn wir haben im Februar und März fast ausschließlich Englische Wochen", war sich Trainer Carlos Ortega der kommenden Aufgaben bewusst. Nicht mit dabei beim Trainingsauftakt waren Fabian Böhm und Morten Olsen, die mit ihren Nationalmannschaften bei der Heim-WM in Deutschland und Dänemark an den Start gingen. Vor dem Start der Hauptrunde, die beiden Mannschaften souverän erreichten, wurde dann auch noch Kai Häfner nachnormiert. Mit jeweils drei Siegen aus drei Spielen standen die beiden Co-Gastgeber vor dem Halbfinale an der Spitze ihrer Gruppen mit der Aussicht auf ein direktes Finale zwischen den drei RECKEN. Doch die deutsche Mannschaft musste sich im Halbfinale klar den Norwegern geschlagen geben und verlor das Spiel um Platz 3 unglücklich in der Schlussminute, so dass die Medaillenhoffnungen der RECKEN-Fans auf den Schultern von Morten Olsen lagen. Und die Dänen um den Spielmacher sollten nicht enttäuschen. Mit zwei Machtdemonstrationen gegen Frankreich im Halbfinale und Norwegen im Finale im eigenen Land sicherte sich Olsen nach dem Triumph bei Olympia 2016 den zweiten großen, internationalen Titel in seiner Zeit bei den RECKEN.

 

Zu jubeln hatten Niedersachsens Spitzenhandballer auch im heimischen Hannover, allerdings in ungewohntem Umfeld. Bei der Challenge gegen Waspo 98 hatten die Wasserballer versprochen kein Tor zuzulassen. Den Handballern gelangen am Ende drei, da spielten dann die 13 Gegentore auch keine Rolle mehr. Auf RECKEN-Seite gehörten die beiden Kroaten Ilija Brozovic und Domagoj Srsen zu den auffälligsten Akteuren. „In den Sommerferien spielen wir schon mal Wasserball, der Sport hat in Kroatien eine hohe Bedeutung“, verriet Srsen. Zudem wurde die TSV Hannover-Burgdorf zum fünften Mal zu Hannovers Mannschaft des Jahres gekürt. Timo Kastening, der Anfang März sein Debüt in der Nationalmannschaft feierte, belegte Platz 2 in der Einzelwertung. Eine weitere Auszeichnung gab es von der DKB Handball-Bundesliga. Zum fünften Mal in Folge erhielt der Verein das Jugendzertifikat inklusive Stern, ein Zeichen für hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich. Ein weiteres Gütesiegel für diese Arbeit ist der Aufstieg von Vincent Büchner, der einen Profivertrag erhielt und den Staffelstab von Lars Lehnhoff übernimmt. Jugendnationalspieler Joshua Thiele und der frischgebackene Weltmeister Morten Olsen erhielten ebenfalls neue Verträge. Außerdem wurden mit Domenico Ebner und Alfred Jönsson die ersten Neuzugänge vorgestellt.

 

Gute Nachrichten neben dem Feld, gute Nachrichten auf dem Feld. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Stuttgart (33:22), einem Comebacksieg gegen Berlin (26:25) und zwei Auswärtserfolgen in Ludwigshafen (27:25) und Minden (32:29), starteten DIE RECKEN mit vier Siegen in die Rückrunde. Anders als in der Hinserie, als es in der Liga nicht so gut lief, dafür aber im Pokal, zeigten DIE RECKEN nach dem souveränen Start in die Rückrunde der Bundesliga Schwächen im EHF Cup. Nach dem Auftakterfolg gegen HC Eurofarm Rabotnik (24:21) in eigener Halle, setzte es Niederlagen bei RK Nexe (29:25) und Grundfos Tatabanya KC (28:25), sowie ein Unentschieden (27:27) im Rückspiel gegen die Ungarn. Nach vier Spielen stand die Mannschaft vor dem, nach 2014, erneuten Ausscheiden in der Gruppenphase.

Was folgte war vielleicht das beste Spiel der gesamten Saison. Mit einer Galavorstellung ließen DIE RECKEN Rabotnik beim 29:17 Erfolg keine Chance und erspielten sich so die Chance auf ein Endspiel am letzten Spieltag im direkten Duell mit Nexe. Drei Tage später legte die Mannschaft in einer frenetischen Swiss Life Hall nach (32:22) und konnte auf dramatische Art und Weise doch noch ins Viertelfinale einziehen. „Unsere Abwehr war wie schon in Mazedonien sehr stabil und hat den Grundstein für den Erfolg gelegt“, analysierte Linksaußen Cristian Ugalde, der wie Timo Kastening die zahlreichen Ballgewinne in Tempogegenstoßtore ummünzen konnte. In den beiden entscheidenden Spielen hatte die Abwehr bis zur Halbzeit keine zehn Tore zugelassen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir es doch noch ins Viertelfinale geschafft haben. Danach sah es vor einigen Wochen nicht aus, aber die Mannschaft hat in den letzten beiden Spielen sehr stark gespielt“, freute sich nicht nur Trainer Carlos Ortega nach dem Coup.

 

Im nächsten Teil des Saisonrückblicks stehen in den Monaten April bis Juni das DHB Pokal Final Four, das Viertelfinale im EHF Cup und der emotionale Saisonabschluss im Fokus.

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