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RECKEN wollen Revanche

Es sollte der gelungene Auftakt in die Gruppenphase des EHF Cup werden, von dem jeder Verein träumt. Doch es kam ganz anders: Die 28:32 Niederlage gegen Lugi Lund HF in der heimischen Swiss Life Hall war ein klassischer Fehlstart, der noch heute Nachwirkungen hat. „Wir hätten mit diesen beiden Punkten deutlich mehr Sicherheit gehabt, stattdessen stehen wir jetzt wieder vor einem Endspiel. Andererseits haben wir viel aus der Begegnung gelernt und konnten unsere Lehren hieraus ziehen“, verrät RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer.

Viel von seiner Strategie preisgeben will er aber nicht, geradezu geheimniskrämerisch gibt sich der Coach vor dem Gastspiel in Schweden. Auf die Frage, wie man Anders Hallberg, bester Torschütze bei Lugi im Hinspiel, in den Griff bekommen will, sagt Nordmeyer lediglich: „Wir haben uns einen guten Plan erarbeitet. Am Samstag nach dem Spiel werde ich dazu mehr verraten können.“

Ausgangslage wieder klar

Lässt Nordmeyer die Spielstrategie noch offen, so ist zumindest die Ausgangslage wieder deutlich: Es muss erneut ein Sieg her, um weiterhin Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale des EHF Cup zu haben. Noch besser wäre es, wenn die Mannschaft um Torge Johannsen und Co. mit fünf Toren Unterschied gewinnen würde. Denn sollte es letztendlich zum Punktgleichstand zwischen den Schweden und den RECKEN kommen, würde der direkte Vergleich entscheiden. Dieser Fall wäre gar nicht unwahrscheinlich: Momentan trennen die beiden Mannschaften nur zwei Punkte. Lugi ist nach der Niederlage von Reale Ademar Leon in Hannover nun Tabellenführer der Gruppe A mit fünf Punkten, die Niedersachen sind mit drei Punkten momentan Vierter.

Begeisterung hilft gegen Müdigkeit

Beim knappen Sieg der TSV Hannover-Burgdorf am Dienstag gegen den TV Emsdetten wirkten einige Akteure durch die zuletzt hohe Belastung und große Intensität kraftlos und müde. Ein Problem, auf das Nordmeyer zum einen mit angemessenen Trainingseinheiten reagiert, zum anderen aber zusätzlich auf die Euphorie während des Spiels zählt. „Die Spieler freuen sich auf dieses weitere Endspiel. Die Begeisterung, dass wir weiterhin Chancen auf das Viertelfinale haben, wird eine eventuelle Müdigkeit vollkommen vergessen lassen“, ist sich der Trainer sicher.

Andere Spieler im Fokus

Für Christopher Nordmeyer war zuletzt erfreulich, dass sich in nahezu jeder Partie andere Spieler in den Fokus spielten. „Das zeigt unsere Ausgeglichenheit im Kader. Die Gegner können sich nicht auf einen Schützen einstellen, denn wir haben viel mehr gefährliche Spieler.“ Auf einen kompletten Kader wird Nordmeyer jedoch weiterhin nicht zurückgreifen können: Mit Lars Lehnhoff, Hendrik Pollex und Frederic Repke fallen drei Akteure sicher aus. Der Einsatz von Jan Fiete Buschmann bleibt weiterhin fraglich. „Wir wollen mit einer kleinen Gruppe von 13 Leuten versuchen, in Lund Großes zu erreichen“, sieht der RECKEN-Coach trotz der Ausfälle keinen Grund für Pessimismus.

Der verpatzte Auftakt von Anfang Februar soll spätestens am Samstagabend endgültig korrigiert werden.

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