News

RECKEN verpassen die Sensation denkbar knapp

Ein paar Tränen flossen am gestrigen Mittwochabend in der RECKEN Festung, die allerdings nichts mit der knappen 26:28 Niederlage gegen den THW Kiel zu tun hatte, sondern vielmehr mit der Verabschiedung. Mit Abpfiff der Partie standen die Spieler sowie das Trainer-Duo, die mit Ende der Saison die Niedersachsen verlassen werden, im Mittelpunkt. Das vorangegangene Spiel bewies einmal mehr, dass die gesamte Mannschaft bis zum Schluss  alles gibt und mit Kampf und Leidenschaft gegen jeden Gegner bestehen kann. In einem packenden Spiel, in dem DIE RECKEN eine starke erste Halbzeit hinlegten, konnte der Rekordmeister aber am Ende die individuelle Klasse besser ausspielen.

Vorne wie hinten konsequent

Im finalen Heimspiel gegen den THW Kiel ließen es sich DIE RECKEN nicht nehmen, vor Spielbeginn in Form eines Banners sich bei ihren Fans für die tolle Unterstützung zu bedanken. Eine schöne Geste, die vor ausverkaufter Kulisse entsprechenden Beifall bekam. Wenige Minuten später stand dann das Duell gegen die Norddeutschen im Mittelpunkt. Die Niedersachsen agierten in den ersten Minuten aufmerksam und konzentriert. Dank einer Balleroberung und zwei Paraden von Torhüter Nikolai Weber zeigte die Tafel nach einem erfolgreich verwandelten Wurf von Csaba Szücs eine 4:2-Führung (6.) für die Hausherren. DIE RECKEN legten einen furiosen Start auf das Parkett und nutzen die Fehler der Kieler eiskalt aus. Nach zehn Zeigerumdrehungen legte Alfred Gislason frühzeitig die grüne Karte auf den Tisch. In den nachfolgenden Angriffen setzten DIE RECKEN ihre spielsichere Linie fort und zwangen die Nordlichter zu Fehlern. Mit einem starken Weber zwischen den Pfosten und einem kämpferischen und konsequenten Auftreten im Angriff markierten die Hausherren nach 18 Minuten durch den Treffer von Kai Häfner die erste Sieben-Tore-Führung (12:5).

Kiel holt auf

Der THW fand nun besser ins Spiel und konnte in der 23. Minute nach Treffer von Domagoj Duvnjak den Abstand auf vier Tore verkürzen. Christopher Nordmeyer nahm folgerichtig im darauffolgenden Angriff die erste Auszeit. Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit agierten DIE RECKEN mit einem Mann weniger auf dem Feld. Die Kieler nutzten die sich daraus ergebenden Lücken und erzielten in Persona Niklas Ekberg das 12:15 (27.). DIE RECKEN gingen mit einer Zwei-Tor-Führung (15:13) in den zweiten Durchgang. Die verbleibenden 30 Minuten sollten nun zeigen, ob und wie kräftezehrend die erste Halbzeit für das Team um Kapitän Torge Johannsen war. Binnen 70 Sekunden egalisierten die Kieler zum 15:15 durch Rückraumspieler Filip Jicha. Das Spiel entwickelte sich fortan zu einer umkämpften Partie, in der beide Mannschaften um jeden Treffer kämpften. In der 42. Minute gelang den Gästen erstmals in der Partie das Tor zur Führung (19:18).

Mit vollem Einsatz

Die Fehler in den Reihen der RECKEN häuften sich nun und ermöglichten dem amtierenden Meister die Chance mit einfachen Toren den Vorsprung auf drei Treffer auszubauen (21:18, 43.). Doch die Hausherren blieben dran und egalisierten in der 50. Minute zum 22:22 nachdem Häfner in Unterzahl zwei Mal in Folge den Ball in den Maschen von Andreas Palicka versenkte.

Bis zur letzten Sekunde hielten DIE RECKEN, alles was sie hatten, dagegen. Am Ende mussten sich die Niedersachsen jedoch mit 26:28 geschlagen geben. Nichts desto trotz zeigten die Schützlingen um Trainer Nordmeyer am Ende eine kämpferische und stolze Leistung, die die Zuschauer mit begeisterndem Applaus entsprechend honorierten.

Weitere News