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RECKEN verlieren Abwehrschlacht in der Rittal-Arena

26:24 gegen die HSG Wetzlar

DIE RECKEN müssen sich bei einer starken HSG Wetzlar in der leeren Rittal-Arena nach einem harten Kampf mit 26:24 (16:14) geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega ließ insbesondere ihre Chancen in der Überzahl liegen und bekam den wurfgewaltigen Angriff des Gastgebers nicht entscheidend unter Kontrolle.

Das Spiel begann sehr kampfbetont und beide Teams stellten unter Beweis, dass sie sich heute etwas vorgenommen hatten. Youngster Veit Mävers konnte den ersten Treffer für DIE RECKEN erzielen, doch auch die HSG Wetzlar hatte direkt die richtige Lösung über Cavor parat. Die beiden Mannschaften standen sich in nichts nach, sodass nach neun Minuten ein 5:5 auf der Anzeigetafel stand. Eine doppelte Unterzahl des Gastgebers hatte zur Folge, dass die TSV Hannover-Burgdorf erstmalig mit zwei Toren in Führung gehen konnte. Die offensive Abwehr-Formation von Trainer Carlos Ortega machte sich bezahlt und die Wetzlarer hatten ihre Schwierigkeiten im Angriff. Dagegen kamen DIE RECKEN auf der Gegenseite zu einfachen Toren über Vincent Büchner oder Evgeni Pevnov. Mitte der ersten Halbzeit erlaubte sich der RECKEN-Angriff einige Fehler, die Wetzlar über Tempogegenstöße direkt ausnutzte. Der herausgespielte Vorsprung war schnell wieder geschwunden und die Partie blieb weiterhin offen. Dazu musste die Mannschaft drei Mal eine Unterzahl kompensieren. Die HSG Wetzlar nutzte dies konsequent aus und konnte ein 16:14 in die Halbzeit tragen.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Zeitstrafe der Wetzlarer, die von den RECKEN allerdings ungenutzt blieb. Insgesamt konnten die Niedersachsen ihre Überzahl nicht erfolgreich genug ausspielen, um das Spiel entscheidend zu drehen. Dagegen kam der Gastgeber auf der Gegenseite zu einfachen Toren über Kreisläufer Lindskog, der im Sommer zur SG Flensburg-Handewitt wechselt. Nach 40 Minuten lautete der Spielstand 20:17 und Niedersachsens Spitzenhandballer waren dazu aufgefordert, schleunigst etwas an ihrem Spiel zu verändern. Eine Auszeit von Trainer Carlos Ortega zeigte Wirkung und seine Mannschaft verbesserte ihr Abwehrspiel. Nejc Cehte provozierte in der Abwehr zwei Stürmerfouls, die im Angriff in Folge von zwei Toren genutzt werden konnten. DIE RECKEN verkürzten in der 49. Spielminute auf ein Tor und es entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. In der 52. Minute bekamen die Wetzlarer eine Zeitstrafe, die allerdings von der TSV Hannover-Burgdorf zum wiederholten Mal ungenutzt blieb. Stattdessen konnte der Gastgeber vier Minuten vor Schluss auf vier Tore erhöhen und das Spiel wirkte schon fast entschieden. DIE RECKEN zündeten dann jedoch den Turbo ein und konnten mit zwei schnellen Treffern über Brozovic und Büchner ihre Chance auf etwas Zählbares bewahren. Die HSG blieb allerdings eiskalt und hatte direkt eine passende Lösung über Cavor parat, der mit einem Rückraumkracher erneut auf zwei Tore erhöhte. Insgesamt schafften es die Niedersachsen nicht die passenden Mittel gegen den wurfgewaltigen Wetzlar-Angriff zu finden. Der treffsichere Weltmeister Johan Hansen (5/5) setzte mit einem Siebenmeter den Schlusspunkt zum 26:24 und DIE RECKEN müssen ihre Heimreise nach einem harten Kampf ohne einen Punktgewinn antreten.

„Das war heute ein echtes Abwehrspiel. Unser Problem war definitiv unsere Überzahl, bei der wir viele Bälle zu einfach hergegeben haben und uns nicht belohnen konnten“, resultiert Trainer Carlos Ortega anschließend. Mannschaftskapitän Fabian Böhm sieht trotzdem das Positive: „Das Engagement der Mannschaft hat gestimmt und wir haben gut gefightet.“ Für DIE RECKEN geht der Blick nach vorne, da bereits am Sonntag die HSG Nordhorn-Lingen zum nächsten Heimspiel in die ZAG-Arena kommt. Ivan Martinovic gibt die Marschroute für die kommende Aufgabe vor: „Unser kompletter Fokus geht jetzt auf das Spiel am Sonntag. Gegen Nordhorn müssen zwei Punkte her und wir sehen die Partie als Pflichtsieg.“

 

DIE RECKEN:

Ebner, Lesjak, Cehte, Martinovic (5), Mävers (1), Hansen (5/5), Juric, Pevnov (2), Jönsson (2), Böhm (2), Krone, Donker (1), Hanne, Brozovic (1), Feise (1), Büchner (4)

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