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RECKEN siegen dank Kraftakt und Schlussspurt

Zweite Halbzeit stellt Erfolg über Lemgo sicher

Die TSV Hannover-Burgdorf hat den Rückrundenauftakt erfolgreich bestreiten können. Beim 27:25 (11:13) Sieg über den TBV Lemgo mussten DIE RECKEN allerdings Schwerstarbeit verrichten, denn die Gäste präsentierten sich, wie bereits im gesamten Saisonverlauf, in bärenstarker Verfassung. „Das war ein hartumkämpfter Erfolg, denn Lemgo hat uns alles abverlangt“, erklärte Trainer Carlos Ortega nach Spielende. Durch den 13. Saisonsieg verbessern sich die Niedersachsen in der Tabelle auf den dritten Platz und können sich jetzt richtig auf das schwere Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt am zweiten Weihnachtsfeiertag freuen.

Die erste Halbzeit in der mit 9.750 Zuschauern ausverkauften TUI Arena lief allerdings nicht so, wie es sich DIE RECKEN vorgestellt hatten. Dem Angriffsmotor fehlte es am nötigen Tempo und Esprit, so dass Spielmacher Morten Olsen und Co. zu selten die Lücke in der kompakten Lemgoer Abwehr fanden. Hinzu kam, dass Gäste-Keeper Peter Johannesson von den RECKEN-Angreifern kaum zu überwinden war. In der Abwehr hatten die Niedersachsen zudem Probleme mit dem sehr geduldig vorgetragenen Angriffsspiel der Lipperländer, die vor allem bei drohendem Zeitspiel immer wieder Nadelstiche setzten.

Die Folge war, dass Lemgo kontinuierlich vorlegte und einen knappen 11:13 Vorsprung mit in die Pause nahm. „Lemgo hat gut verteidigt und wir haben uns sehr schwer getan“, bewertete Carlos Ortega den ersten Spielabschnitt, in dem sich der Spanier ab der 17. Spielminute bereits früh zur Option des siebten Feldspielers entschied. Diese Maßnahme war früh von Erfolg gekrönt, denn DIE RECKEN kamen jetzt häufiger erfolgreich zum Abschluss und nutzten die numerische Überzahl auf dem Spielfeld vor allem über die rechte Angriffsseite mit Kai Häfner und Torge Johannsen aus. „Hannover hat sich über den siebten Feldspieler wieder mehr Sicherheit geholt“, stellte Lemgos Trainer Florian Kehrmann fest.

Nach der Pause gelang den RECKEN beim 15:15 (36.) der erste Ausgleich seit dem 2:2 (8.) Zwischenstand in der Anfangsphase. Häfner war es dann vorbehalten, mit dem 16:15 sogar die erste RECKEN-Führung zu markieren. Doch der TBV stoppte den Angriffsschwung der Niedersachsen und schob sich durch Treffer von Theuerkauf und Ebner wieder zum 16:17 vorbei. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem es den RECKEN aber immer häufiger gelang, die eigenen Stärken wie den Tempogegenstoß oder das Spiel über den Kreis in Szene zu setzen.

Bis zum 24:23 (54.) hielt Lemgo dagegen, doch zwei Treffer von Casper Mortensen brachten die Niedersachsen erstmalig mit drei Toren in Front. Der TBV versuchte in den letzten Minuten ebenfalls mit sieben Feldspielern anzugreifen, doch DIE RECKEN verteidigten Geschick gegen die personelle Überzahl und entschieden das Spiel nach einer Parade von Martin Ziemer und einem sehenswerten Schlagwurftor von Morten Olsen endgültig zu den eigenen Gunsten. „Wir sind sehr glücklich über die zwei Punkte. Für unsere Verhältnisse haben wir bislang eine sehr gute Saison gespielt, was auch daran liegt, dass die Mannschaft über einen großen Zusammenhalt verfügt. Spieler wie Fabian Böhm oder Rúnar Kárason, die zuletzt nicht so viel zum Einsatz kamen, haben einen hohen Wert für das Team und stehen stellvertretend für den tollen Charakter dieses Teams“, verteilte Carlos Ortega ein Sonderlob.

Einmal müssen seine Schützlinge nochmal über die Grenzen hinausgehen, denn das Spiel bei der SG Flensburg-Handewitt gehört zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt in der DKB Handball-Bundesliga. Sollten Kai Häfner und Co. aber über sich hinauswachsen, könnte der TSV Hannover-Burgdorf vielleicht ein weiterer Husarenritt glücken.

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