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RECKEN nehmen einen Punkt aus Hamburg mit

Mit 26:26 trennten sich DIE RECKEN im Auswärtsspiel vom HSV Handball - der unglückliche Ausgleichstreffer musste in  einer mitreißenden Partie erst in den Schlusssekunden hingenommen werden.

Es entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel, in dem sich die Torhüter, allen voran Martin Ziemer, mit zahlreichen Paraden auszeichnen konnten. Nachdem die ersten beiden HSV-Treffer von Igor Vori und Pascal Hens erzielt werden konnten, wurden Erinnerungen an das Pokalspiel vor zwei Wochen wach, bei dem sowohl Vori als auch Hens großen Anteil am Erfolg der Hamburger hatten. Im weiteren Spielverlauf bekamen DIE RECKEN jedoch insbesondere Hens besser in den Griff und konnten in der 18. Minute durch Lars Lehnhoff erstmals mit 8:7 in Führung gehen.

Eine Schrecksekunde mussten alle Hannover-Anhänger verdauen, als Kapitän Jan Fiete Buschmann nach einem Zweikampf verletzt am Boden liegen blieb und sich die Schulter hielt. Eine kurze Behandlungspause folgte, bevor sich DIE RECKEN durch einen Siebenmeter, abermals verwandelt durch Lehnhoff, mit zwei Toren absetzen konnten.

Durch Schützenhilfe der RECKEN kam der HSV aber rasch wieder zum Ausgleich. Nach einem Missverständnis zwischen Torge Johannsen und Juan Andreu nutzten die Hamburger die kurzzeitige Verwirrung zum Torerfolg. Es blieb bis zur Pause spannend, sodass sich die Mannschaften vor 7.903 Zuschauern mit einem 14:14 in die Halbzeit verabschiedeten.

Nachdem Seitenwechsel konnten die Torhüter Johannes Bitter und Martin Ziemer ihr Können erneut unter Beweis stellen. Erst nach fünf Minuten gelang es Mait Patrail, DIE RECKEN erneut in Führung zu bringen. In den folgenden Minuten schafften es die Hannoveraner sich mit drei Toren, auf 18:15 abzusetzen, was HSV-Trainer Martin Schwalb direkt zu einer Auszeit veranlasste.

Nach etwa dreiviertel der Spielzeit hatten sich DIE RECKEN einen Fünf-Tore-Vorsprung (22:17) herausgespielt, bevor es in eine spannende und dramatische Schlussphase ging. Der HSV kämpfte sich nach und nach zurück in die Partie, begünstigt zum einen durch einen treffsicheren Michael Kraus und zum anderen durch einen ausbleibenden Torerfolg der RECKEN-Spieler. Hinzu kamen kurz hintereinander Zeitstrafen für Buschmann, Andreu und Rydergard.

Beim Spielstand von 26:25 für DIE RECKEN und noch 24 verbleibende Spielsekunden nahm RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer noch mal eine Auszeit. Nur 5 Sekunden später verloren die Hannoveraner den Ball und HSV-Trainer Martin Schwalb tat es Nordmeyer gleich und gab letzte Instruktionen an sein Team. Der folgende letzte Angriff der Hamburger schien bereits abgewehrt, bevor HSV-Spieler Duvnjak in der sprichwörtlich allerletzten Sekunde zum ausgleichenden 26:26 traf.

Aufgrund des späten Ausgleichs war die Stimmung bei den RECKEN-Spielern nach Schlusspfiff verständlicherweise gedrückt. Mit etwas Abstand wird man aber auf eine starke Leistung und einen gewonnenen Punkt in Hamburg zurückblicken können.

HSV Handball - DIE RECKEN 26:26 (14:14)

HSV Handball: Bitter, Beutler; Kraus (3), Schröder (2), Duvnjak (2), Lackovic (2), Flohr, Vori (7), Lindberg (2/2), Nilsson, Lijewski (4), Hens (1), Petersen (3), Herrmann, Terzic

DIE RECKEN: Ziemer, Semisch; Johannsen (4), Andreu (1), Mocsai, Fauteck, Patrail (7), Jurdsz, Buschmann (1), Hykkerud (3), Lehnhoff (7/3), Rydergard, Szücs, Olsen (3)

Siebenmeter:  2/2 - 3/3

Zeitstrafen:  2 - 5

Schiedsrichter:  Hartmann/Schneider

Zuschauer:  7.903

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