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RECKEN müssen sich formstarken Magdeburgern geschlagen geben

33:25 Niederlage in der Getec-Arena

Am zweiten Weihnachtstag müssen DIE RECKEN eine gerechte 33:25 (19:10) Niederlage gegen einen formstarken SC Magdeburg in der leeren Getec-Arena hinnehmen. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit mit nur einer Parade der Torhüter, fanden die Niedersachsen in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel, doch konnten den Hausherren nicht mehr entscheidend gefährlich werden. Der SCM wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte die TSV Hannover-Burgdorf nach dem Heimerfolg gegen Lemgo in die Schranken weisen.

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die bereits nach drei Minuten mit 4:1 in Führung gingen. DIE RECKEN fanden nicht die passenden Mittel gegen das schnelle Angriffsspiel der Magdeburger und kamen auf der Gegenseite nur schwer zum Torerfolg. Allerdings ließen die Niedersachsen sich nicht abschütteln und konnten durch das erste Tor von Alfred Jönsson zum 6:4 in der achten Spielminute dranbleiben. RECKEN-Schlussmann Urban Lesjak erwischte einen schlechten Start, sodass Trainer Carlos Ortega bereits nach seiner ersten Auszeit in der elften Spielminute den Torhüter wechselte. Dies war allerdings ebenso der Abwehr geschuldet, die in der ersten Halbzeit keinen Zugriff bekam und die Magdeburger nicht entscheidend an den Torerfolgen hinderte. Gleichzeitig funktionierte im Angriff gar nichts mehr, wodurch der SCM mit sieben Toren in Führung gehen konnte. Auch eine Überzahl brachte den RECKEN nicht die entscheidende Wende. In der 21. Spielminute erhöhten die Magdeburger vom Siebenmeterpunkt durch Magnusson sogar auf acht Tore, sodass Carlos Ortega zu seiner zweiten Auszeit gezwungen war. Ein Doppelschlag von Mannschaftskapitän Fabian Böhm nach zwei guten Abwehraktionen waren ein Lebenszeichen einer sonst eher schlechten ersten Halbzeit. Der deutsche Nationalspieler brachte dem Angriff neue Impulse, doch die Abwehr inklusive Torhüter mussten weiterhin Leergeld zahlen. Die Magdeburger nutzten die Fehler gnadenlos aus und gingen verdient mit 19:10 in die Halbzeitpause.

Der Start in die zweite Halbzeit hätte positiv verlaufen können: Filip Kuzmanovski fing den Ball ab, Malte Donker ging mit nach vorne und holte einen Siebenmeter raus, den Ivan Martinovic jedoch nicht verwandeln konnte und am überragenden Yannick Green scheiterte. Trotzdem kamen DIE RECKEN besser ins Spiel und konnten durch Veit Mävers vom Siebenmeterpunkt und Fabian Böhm auf 20:12 verkürzen. Eine Parade von Urban Lesjak und ein weiterer Treffer von Fabian Böhm konnten die Führung auf sieben Tore schrumpfen lassen. Zwei schlechte Pässe im Angriff ließen die Magdeburger wieder auf 24:14 erhöhen und ein Comeback rückte jedoch wieder in weite Ferne. Zwar erarbeiteten sich die Niedersachsen in der zweiten Hälfte bessere Chancen im Angriff, doch hatten in der Abwehr weiterhin das Nachsehen gegen das eingespielte Team von Trainer Bennet Wiegert. Insbesondere Bezjak leitete im SCM-Angriff gekonnt Regie und fand häufig seine freien Kreisläufer. Youngster Martin Hanne kam 15 Minuten vor dem Ende in die Partie und brachte neuen Wind in das Angriffsspiel der RECKEN durch zwei Treffer und ein Assist. Insgesamt machten aber die Magdeburger den besseren Eindruck und konnten die Begegnung ungefährdet mit 33:25 für sich entscheiden. Der Anwärter auf die europäischen Plätze konnte seine aktuelle Form bestätigen und findet nach dem schwachen Start in die Saison zurück zu seiner alten Stärke.

"Wir haben heute leider keine gute Leistung gezeigt. Nach dem Spiel in Stuttgart war das leider das zweite Spiel in dieser Saison wo wir mit dem Sieg gar nichts zutun hatten. Gefühlt haben wir in der ersten Halbzeit bei jeder Aktion ein Gegentor kassiert und uns uns im Angriff auch nicht so präsentiert wie zuletzt. Zwar konnten wir die zweite Halbzeit offener gestalten, doch solch ein Rückstand ist in Magdeburg nicht mehr aufzuholen.", resultiert der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen anschließend. DIE RECKEN wurden ihrer Underdog-Rolle gerecht und müssen ohne etwas Zählbares die Heimreise antreten, bevor es für den Großteil in die wohlverdiente WM-Pause geht.

DIE RECKEN: Ebner, Lesjak, Cehte (4), Kuzmanovski (4/2), Martinovic (1/1), Mävers (1/1), Hansen (2), Pevnov (1), Jönsson (1), Böhm (5), Krone, Donker, Hanne (2), Brozovic (1), Feise, Büchner (2)

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