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RECKEN feiern ein „Handballfest“

Die Heimserie hält beim Unentschieden gegen die Rhein-Neckar Löwen

Die TSV Hannover-Burgdorf feiert einen Punkt nach einem Handballkrimi gegen die Rhein-Neckar Löwen. Beide Teams trennten sich nach packenden 60 Minuten mit einem 29:29 (12:15) Unentschieden. Lange lagen die Gäste in diesem Spiel in Führung, eine spannende Schlussphase und eine starke Teamleistung sorgten für einen gewonnenen Punkt auf Seiten der RECKEN. „Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft und gegen die Löwen einen Punkt gewonnen. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Leistung“ bewertet Carlos Ortega das Spiel. Der sportliche Leiter Sven Sören Christophersen ergänzt: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt.“

DIE RECKEN starteten nicht allzu gut in die Partie gegen die Badener. Der Favorit aus Mannheim sicherte sich über einen effizienten Angriff und eine kompakte Abwehr bereits nach kurzer Zeit einen drei Tore Vorsprung und konnte diesen beim 3:9 (14. Minute) sogar auf sechs Tore ausbauen. „Insgesamt haben wir vorne zu statisch gespielt, auch wenn die Löwen eine überragende Abwehr gestellt haben“, bewertete RECKEN-Trainer Ortega die Anfangsphase. „Das war eine sehr kritische Phase. Wenn es schlecht läuft, verlieren wir das Spiel bereits zu diesem Zeitpunkt“, merkte Christophersen an.

Doch die Niedersachsen haben mittlerweile genug Selbstbewusstsein, um auch solche Situationen zu überstehen. Kurzfristige Besserung brachte eine Zeitstrafe gegen die Gäste, aus der die Hannoveraner schnell Profit schlagen konnten. In Überzahl kämpfte sich die Heimmannschaft wieder heran, sodass sich der Rückstand durch Tore von Timo Kastening, Nejc Cehte und Morten Olsen schnell auf drei Tore reduzieren ließ. Mithilfe einiger Paraden vom einmal mehr stark haltenden Urban Lesjak und den abermals lautstarken Zuschauern im Rücken, blieb es bis zum Halbzeitstand von 12:15 beim Vorsprung der Löwen. „Die Phase zwischen der 20. und 30. Spielminute war entscheidend, dass wir wieder ins Spiel zurückgekommen sind“, bewertete Kapitän Fabian Böhm nach der Partie.

Aus der Kabine kamen DIE RECKEN mit deutlich mehr Schwung. Während die Niedersachsen zwar nach wie vor in der Abwehr erhebliche Probleme hatten, die Löwen-Hauptdarsteller Andy Schmid und Mads Mensah Larsen in den Griff zu bekommen, fanden sie im Angriff deutlich häufiger die richtigen Lösungen. Zwar liefen DIE RECKEN noch einige Minuten einem Rückstand hinterher, schlichen sich aber Tor für Tor heran. „Wir haben zwei komplett unterschiedliche Spielhälften gehabt, aber nie aufgehört zu kämpfen“, merkte Ortega an. Ein spektakuläres Tor per Dreher von Ivan Martinovic zum 22:23 (44.) ebnete dann endgültig den Weg zur Aufholjagd.

Die Abwehr konnte in diesen Minuten gleich mehrere Bälle gewinnen und DIE RECKEN machten Profit daraus. Keeper Urban Lesjak mutierte zum Goalgetter und traf gleich zwei Mal in Folge ins verwaiste Tor der Löwen, was beim 24:23 (46.) die erste Führung bedeutete und die 8.141 Zuschauer von ihren Sitzen riss. „Die Atmosphäre war unglaublich und hat sich nochmal mehr potenziert“ freute sich Christophersen, der dann mitansehen musste wie nur Zentimeter zum dritten Lesjak-Tor in Folge und dem möglichen 25:23 fehlten.

Die Löwen schlugen aber nach einer Auszeit eiskalt zurück und zogen wieder auf 26:24 davon. Doch DIE RECKEN hatten jetzt Lunte gerochen und blieben weiter dran. Mait Patrail und Timo Kastening brachten ihre Farben wieder ran und der sehr agile Ivan Martinovic erzielte den 27:27 Ausgleich. Larsen brachte die Löwen zwei Mal wieder in Front, doch Evgeni Pevnov und Vincent Büchner antworteten postwendend.

Der letzte Angriff des Spiels gehörte allerdings den Rhein-Neckar Löwen, die beim Stand von 29:29 eine Überzahlsituation zum Auswärtssieg nutzen wollten. Vincent Büchner war in der Abwehr allerdings hellwach und fing den Pass von Löwen-Spielmacher Schmid glänzend ab. Der anschließende Wurf von Nejc Cehte landete allerdings eine Sekunde zu spät im verwaisten Löwen-Tor, so dass sich beide Mannschaften mit dem Unentschieden begnügen mussten.  sein „Wir haben heute ein Handballfest erlebt. Das war an Dramatik kaum zu überbieten und deswegen sind wir mit dem Punkt auch sehr zufrieden“, analysierte Sven-Sören Christophersen. Dies sahen die über 8.000 RECKEN-Fans genauso und feierten die Mannschaft noch minutenlang mit „standing ovations“.

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