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RECKEN belohnen Kampfeswille mit einem Punkt

Sowohl RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer als auch Gäste-Trainer Ljubomir Vranjes waren sich vor Beginn der Partie einig: das Spiel wird für beide Seiten kein Selbstläufer werden. Die beiden Kommandogeber sollten Recht behalten, denn DIE RECKEN, die als Außenseiter in die Partie gingen, überzeugten mit einem kämpferischen Auftreten und boten den Flensburgern über die gesamte Spieldauer Paroli. Kampf, Leidenschaft und Mut bekamen die Zuschauer heute in der RECKEN-Festung geboten, belohnt in letzter Sekunde durch ein Tor von Rúnar Kárason, das einen wichtigen Punkt sicherte. „Ich muss ein Lob an unsere Kampfesstärke aussprechen, die wir über 60 Minuten gezeigt haben. Dass wir mit einem Kempator am Ende noch einen Punkt holen, freut mich sehr. Die Stimmung von den Zuschauern war klasse und hat uns sehr geholfen“, findet Nordmeyer positive Worte für sein Team und den „Achten Mann“.

Umkämpftes Spiel in Durchgang Eins

Die Flensburger starteten mit Tempo in das Spiel. Es dauerte keine zwei Minuten, bis die Gäste mit 2:0 in Führung gehen konnten. Zwei Zeigerumdrehungen später durften die Zuschauer dann Platz nehmen, nachdem Sven-Sören Christophersen das erste Tor für DIE RECKEN erzielte (1:3). Nach erfolgreicher Abwehraktion von Csaba Szücs, der den Wurfversuch von Lars Kaufmann blockte, ging es schnell über die Außen. Per Aufsetzer markierte Hendrik Pollex das 3:4. In der 12. Minute setzte dann Martin Ziemer mit seiner Parade ein Ausrufezeichen. Die Chance zum Ausgleich konnte Szücs erfolgreich im Folgeangriff nutzen und egalisierte zum 5:5 (13.).

Nun nahm sowohl das Spiel als auch die Stimmung in der RECKEN-Festung weiter an Fahrt auf. Getragen von den 3.806 Zuschauern, versenkte Flügelflitzer Lars Lehnhoff in der 18. Spielminute die Kugel zur ersten Führung für die Niedersachsen (8:7). Beide Teams begegneten sich in der ersten Spielphase auf Augenhöhe, die zu diesem Zeitpunkt von einer hohen Trefferquote geprägt war. In Unterzahl hieß es ab der 24. Minute für DIE RECKEN zu agieren, nachdem Andreu von den beiden Unparteiischen für 120 Sekunden auf die Bank zitiert wurde. Doch auch mit einem Mann weniger setzten die Hausherren ihre Linie fort und erkämpften sich die Führung, dank des Tores von Vasko Sevaljevic und dem Treffer in den leerstehenden Kasten der Flensburger durch Lehnhoff, zurück (12:10). Zur Halbzeit konnten die Gäste den Rückstand aufholen, so dass beim Stand von 12:12 die Seiten getauscht wurden.

Mit Tempo und Kampf auf beiden Seiten

Der Spielverlauf aus dem ersten Durchgang setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort, denn kein Team schaffte es sich deutlicher abzusetzen, stattdessen fiel immer wieder der Ausgleich. Doch der Vorteil lag etwas auf Seiten der RECKEN, die stets vorlegten. Nach sechs weiteren Minuten war es dann soweit: Rúnar Kárason versenkte den Ball im Netz von Andersson und sorgte damit für eine erneute Zwei-Tore-Führung (16:14). Die Flensburger blieben jedoch im richtigen Moment aufmerksam und holten, wie es schon zu Ende der ersten Hälfte der Fall war, den Rückstand wieder auf. Thomas Mogensen egalisierte nach 41 Minuten zum 18:18.

„Achter Mann“ gibt alles – gemeinsam mit dem Team

Den Fjordländern gelang es nun das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Nun waren also DIE RECKEN wieder etwas im Rückstand und dafür zuständig, den Ausgleich zu erzielen. Eine Viertelstunde vor Schluss zeigten sich die RECKEN-Fans ebenfalls kämpferisch und feuerten ihre Mannschaft beim Stand von 21:21 tatkräftig an. Gemeinsam mit dem „Achten Mann“ gelang es den Niedersachsen sich die Führung abermals zurückzuerobern. Nach einem Stürmerfoul von Kaufmann, sorgte Timo Kastening postwendend mit seinem Treffer für Jubel in der Halle (22:21).

Nun ging es in die alles entscheidende Spielphase. Um diese möglichst gut einzuläuten, legte Vranjes bei 51:58 (23:23) die grüne Karte auf den Tisch. Spannende letzte Minuten sollten sich in der RECKEN-Festung abzeichnen. Die nervenaufreibende Partie veranlasste die Zuschauer fortan ihr Team im Stehen zu unterstützen. Flensburg gelang es in den letzten Minuten ruhiger und konzentrierter zu agieren, die mit 25:24 die heiße Phase des Spiels einläuteten (59.). 30 Sekunden sollten es noch sein, als Nordmeyer die letzte Auszeit nahm. Die Dramaturgie war kaum zu toppen, was sich auch am dem Kampf auf dem Feld festmachen ließ. Noch acht Sekunden und DIE RECKEN unter Zeitdruck in Ballbesitz. Was dann folgte, markierte den absoluten Höhepunkt! Lars Lehnhoff trat an zum Wurf, passte dann zu Kárason, der via Kempa den finalen Treffer zum 25:25-Endstand setzte.

„Dieser gewonnene Punkt war alles andere als selbstverständlich. Das war ein packender Kampf, in dem die Zuschauer als Impulsgeber viel dazu beigetragen haben“, zeigt sich RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton sehr zufrieden mit dem Remis.

DIE RECKEN – SG Felensburg Handewitt 25:25 (12:12)

DIE RECKEN: Weber, Ziemer, Andreu (3), Patrail , Hykkerud (2), Lehnhoff (2), Szücs (2), Gudmundsson , Kárason (5), Sevaljevic (2), Christophersen (3), Kastening (2), Mirkulovski (3), Pollex (3)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Moeller, Karlsson, Nenadic, Eggert (7), Mogensen (5), Svan (4), Wanne, Kaufmann (3), Zachariasson (2), Gottfriedsson (1), Macke, Radivojevic, Elahmar (3)

Siebenmeter: 0 – 3/3

Strafminuten: 4:4

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider

Zuschauer: 3.806

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