News

Nordmeyer will ersten Erfolg sicherstellen

Im ersten Spiel der TOYOTA

Handball-Bundesliga gegen die Füchse Berlin hat die TSV Hannover-Burgdorf ein

gutes Spiel gezeigt und angedeutet, dass das Saisonziel, früh den Klassenerhalt

sicherzustellen, durchaus realisierbar ist. Letztlich musste die Mannschaft

gegen den Champions-League-Teilnehmer aber eine knappe 28:31-Niederlage

akzeptieren. Das soll sich am Sonntag, 11. September, ab 17.30 Uhr ändern. Beim

Bergischen HC wollen Christopher Nordmeyer und seine Spieler den ersten

doppelten Punktgewinn schaffen.

Die Punkte gegen den Abstieg können am besten bei direkten

Konkurrenten eingespielt werden. Die könnten damit auf Abstand gehalten werden und so

ist die nächste Partie für die TSV bereits ein Vierpunktespiel - und wer die

kommenden Begegnungen im Spielplan betrachtet, schon ein Wichtiges zugleich.

Einfach werden die nächsten Spiele nicht, denn mit dem Heimspiel gegen die

Rhein-Neckar Löwen (17. September) und den Auswärtsspielen bei HBW

Balingen-Weilstetten (24. September) und beim THW Kiel (28. September) bietet die

Saison 2011/12 ein straffes Auftaktprogramm.

Um dieses nicht zu einem Albtraum werden zu lassen,

ist ein Sieg am Sonntag ein wichtiger Schritt. Dass die

Mannschaft von Nordmeyer in der Vorbereitungsphase an sich gearbeitet hat, ist gegen Berlin in einem begeisternden Spiel gut zu erkennen gewesen. Besonders

im schnellen Gegenstoß und in der Abwehr sind Fortschritte und Neuerungen zu

erkennen. Auch personell haben die Burgdorfer mehr Alternativen und können mit

Csaba Szücs und Torwart Adam Weiner zwei Spieler bringen, die keinen

Leistungsabfall schaffen. Aber auch Spieler wie Lars Lehnhoff, Aivis Jurdžs

und Ásgeir Örn Hallgrímsson sind gut drauf und zeigen ihre Stärken.

Die müssen jetzt im Spiel beim Bergischen HC auch

abgerufen werden. Der Aufsteiger wird es nach Expertenmeinung schwer haben, die

Klasse zu halten. Trainer Hans-Dieter Schmitz hat einen ausgeglichenen Kader

und die Euphorie nach dem Aufstieg ist groß. Im ersten Jahr ist aber jeder

Aufsteiger ein potenzieller Abstiegskandidat. Dennoch hat der BHC, der sich aus

den Vereinen HC Wuppertal und SG Solingen bildete, den Heimvorteil. Der

Gastgeber hat sich mit Fabian Böhm von den Füchsen Berlin, Henrik Knudsen von

KS Vive Kielce und Reinhard Wöss von TuSEM Essen gezielt verstärkt, hat mit Jan

Stochl einen erfahrenen Keeper zwischen den Pfosten und auch der Norweger

Kenneth Klev, Kristian Nippes und Runar Karason im Rückraum haben bereits

Bundesligaerfahrung.

Handballexperte Stefan Kretzschmar beurteilt den Bergischen

HC in der Sonderausgabe der SportBild nicht als Absteiger: „Das Spielermaterial

ist anders als bei den Mitaufsteigern, die Infrastruktur stimmt. Die werden mit

dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Eine Warnung an die TSV, die den Gegner in

keinem Fall unterschätzen sollte. Aber gerade das wird Trainer Christopher

Nordmeyer den Spielern um Kapitän Hannes Jón Jónsson mit auf den Weg geben.

In ihrem ersten Auswärtsspiel in der Uni Halle in Wuppertal, die 3.200 Zuschauer

fasst, wird die TSV wohl auf ein ausverkauftes Haus treffen und einen

Hexenkessel zu spüren bekommen. Umso intensiver und besser müssen die Nordmeyer-Schützlinge sich

auf die Begegnung vorbereiten, den Gegner studieren und die Schwächen für

eigene Vorteile zu nutzen wissen.

Der Bergische HC will beweisen, dass er zu Recht in der Bundesliga

spielt. Die TSV will im Gegenzug nicht in die

Abstiegszone rutschen. So könnte es eine intensive Partie werden, die bis zum Ende Hochspannung garantiert. Morten Olsen und Co werden

alles für eine positive Gestaltung aus TSV-Sicht geben und dafür Kampfkraft und Engagement einsetzen. Gelingt dies, dann sollte das Team

mit zwei Pluspunkten den Heimweg nach Hannover mit einem Freudenlied

beginnen können.

 

(Marktspiegel-Verlage Burgdorf vom 07.09.2011)

Weitere News