News

Niederlage mit Lerneffekt

RECKEN wollen nach Melsungen-Spiel schnell nach vorn blicken

Es gibt Niederlagen, aus denen man im Nachgang zahlreiche Lerneffekte ziehen kann. Dazu zählt aus Sicht der TSV Hannover-Burgdorf das gestrige Spiel bei der MT Melsungen, in dem DIE RECKEN beim 31:25 (17:15) die erste Saisonniederlage hinnehmen mussten. „Wir haben gesehen, dass eine stabile Abwehr und ein gutes Rückzugsverhalten die Basis für erfolgreichen Handball bei uns sind“, merkte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen an.

In der Tat gelang es Niedersachsens Spitzenhandballern nicht wie gewohnt, den gegnerischen Angriff eng an die Kette zu legen. „31 Gegentore sind zu viel. Da wird es Auswärts dann sehr schwer, ein Spiel zu gewinnen“, stellte Kapitän Fabian Böhm klar. Dies lag zum einen an der hohen Angriffsqualität des Gegners, der Personell aus dem Vollen schöpfen konnte und eine riesige Qualität auf allen Positionen im Kader besitzt. Zum anderen wirkten DIE RECKEN ob der Belastung unter der Woche mit dem Pokalspiel in Flensburg auch etwas müde auf den Beinen. „Man hat uns angemerkt, dass die Beine etwas schwerer waren. Der Kopf wollte, aber der Körper kam nicht so richtig hinterher“, gestand Rechtsaußen Timo Kastening.

Positiv bleibt aus Sicht von Niedersachsens Spitzenhandballern hängen, dass die Angriffsleistung im ersten Spielabschnitt auch ohne den verletzten Spielmacher Morten Olsen (Wadenprobleme) sehr ordentlich war. „Bis zur Pause haben wir es gut gemacht. Alfred Jönsson hat die Bälle gut verteilt und wir hatten entsprechend Tempo und Zug zum Tor“, erklärte Sven-Sören Christophersen.

Mit zunehmender Spieldauer taten sich DIE RECKEN aber auch im gebundenen Angriffsspiel schwerer, zu Torerfolgen zu kommen. Hinzu kam, dass die Wurfeffektivität nach der Pause in den Keller ging und die Niedersachsen klarste Chancen nicht im gegnerischen Kasten unterbringen konnten. So ließen Timo Kastening und Co. drei Siebenmeter und etliche weitere freie Möglichkeiten ungenutzt. „Wir haben aufgezeigt bekommen, woran wir in der Trainingswoche arbeiten müssen. Zum Glück haben wir jetzt eine Woche, um uns auf das Heimspiel gegen den SC Magdeburg vorzubereiten“, so Christophersen.

Im Spiel mit dem SCM erwarten DIE RECKEN eine große Zuschauerkulisse, die Niedersachsens Spitzenhandballer zum fünften Heimsieg antreiben sollen. Sollte dies Kapitän Fabian Böhm und Co. gelingen, hätte die Niederlage in Melsungen tatsächlich den gewünschten Lerneffekt gehabt.

Weitere News