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„Müssen uns jetzt alle an die Regeln halten“

Carlos Ortega über Corona, Handball und Familie

Wir bleiben Zuhause. Dies Motto erscheint niemals wichtiger als in der aktuellen Zeit zu sein, in der die Welt durch das Coronavirus bestimmt wird. Carlos Ortega, der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf, nimmt die Vorgaben der Bundesregierung sehr ernst. „Wir waren bisher nur zwei Mal kurz zum Einkaufen draußen. Ansonsten bleiben wir im Haus“, schildert der RECKEN-Trainer, der gemeinsam mit seiner Frau Maria und seinen vier Kindern in Herrenhausen wohnt.

An Handballtraining mit seiner Mannschaft ist momentan und in den nächsten Wochen nicht zu denken, trotzdem steht Ortega in permanentem Austausch mit seinen Spielern. „Alle haben individuelle Trainingspläne bekommen und wir sind über den Messenger Whatsapp und Videochats in Kontakt. Mit manchen Spielern habe ich auch schon telefoniert“, erklärt Ortega. Der 48-Jährige geht im Übrigen nicht davon aus, dass sich das öffentliche Leben in naher Zukunft wieder normalisiert. „Ich würde mir wünschen, dass wir schnell wieder unserem Beruf nachgehen könnten. Es deutet momentan aber wenig darauf hin, dass das bald wieder so sein wird.“

Der Spanier verfolgt die täglichen Entwicklungen rund um das Coronavirus nicht nur in Deutschland, sondern auch in seiner iberischen Heimat, wo viele Verwandte leben, ganz genau. „In Spanien ist die Situation in manchen Städten noch schlimmer als in Deutschland. Ich beobachte das mit großer Sorge“, so Ortega.

Statt mit seiner Mannschaft verbringt der 48-Jährige jetzt viel mehr Zeit mit seiner Familie. Gemeinsam mit seinen Kindern wird im Garten Handball gespielt oder Fitnessübungen absolviert gemäß dem Motto „fit at home“. „Wir haben nicht allzu viel Platz, aber wir versuchen, gemeinsam Spaß zu haben und uns regelmäßig zu bewegen“, schildert Ortega.

In der schweren Zeit richtet der Spanier aber noch einen Appell an seine Mitmenschen. „Wir müssen uns jetzt alle an die Regeln halten. Nur dann haben wir eine Chance, das Virus einzudämmen und möglichst schnell zur Normalität zurückzukehren. Daher hoffe ich, dass alle zuhause bleiben und in der nächsten Zeit aktiv mithelfen, den Kampf gegen Corona zu gewinnen.“

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