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„Müssen die Power hoch halten“

RECKEN treten in Oberfranken beim HSC 2000 Coburg an

Exakt sieben Tage nach dem Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig sieht der Spielplan der DKB Handball-Bundesliga am 32. Spieltag die vorletzte Auswärtsreise der TSV Hannover-Burgdorf vor. Am morgigen Mittwoch treten DIE RECKEN erstmals zu einem Pflichtspiel in der ‚stärksten Liga der Welt‘ im rund 350 Kilometer entfernten Coburg an. „Coburg hat sich in den letzten Wochen noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne entwickelt“, erwartet Trainer Jens Bürkle eine anspruchsvolle Aufgabe für seine Mannschaft.

In der Tat spiegelt die derzeitige Tabellensituation der Oberfranken keinesfalls die wahre Leistungsstärke wider. „Der HSC hat am Sonntag in Kiel gezeigt, was er drauf hat, als er sich erst am Ende unglücklich geschlagen geben musste“, spielt Bürkle auf die starke Leistung der Coburger beim Deutschen Rekordmeister an. Nach einer 25:26-Führung musste sich der derzeitige Tabellenletzte letztendlich doch noch knapp mit 28:26 geschlagen geben, wodurch rechnerisch der Klassenerhalt nun nicht mehr möglich ist. Doch auch zuvor stellte der HSC 2000 seine Qualitäten unter Beweis. So schlugen die Vestestädter kürzlich den VfL Gummersbach (31:30) und hatten auch die HSG Wetzlar (27:28) und die MT Melsungen (25:28) am Rande einer Niederlage. „Coburg kann befreit und ohne Druck aufspielen und wird vor den eigenen Fans alles geben“, erwartet Torhüter Malte Semisch kampfstarke Gastgeber.

Die zuletzt positive Entwicklung der Nordbayern kommt nicht von ungefähr. Mit Jan Gorr verfügt die Heimmannschaft über einen Trainer, der trotz seines jungen Alters bereits über große Erfahrung verfügt und mit dem HSC 2000 Coburg den Aufstieg aus der 3. Liga bis in die DKB Handball-Bundesliga schaffte. Dabei verfügt Gorr über eine homogene Mannschaft, in der neben der Ausgeglichenheit des Kaders auch das handballverrückte Publikum als Trumpf gilt. Mit Jan Kulhanek und Oliver Krechel setzen die Oberfranken auf ein solides Torhütergespann, das mit der Abwehr die Grundlage für das starke Gegenstoßspiel des HSC bildet. „Der Gegenstoß von Coburg ist mit Coßbau und Billek unglaublich stark. Daher wird der Rückzug für uns ein entscheidendes Thema sein“, spielt Bürkle auf die große Stärke des Gegners an, durch die Linksaußen Steffen Coßbau (123/51 Tore) und Rechtsaußen Florian Billek (139/4) nicht umsonst zu den Toptorschützen ihrer Mannschaft und der DKB Handball-Bundesliga zu finden sind. „Wir müssen vorne überlegt spielen und dürfen uns keine schwierigen Würfe nehmen, um nicht in das Gegenstoßspiel des HSC zu geraten“, fordert deshalb auch Torhüter Malte Semisch.

Als äußerst torgefährlich erweist sich darüber hinaus der Rückraum der Gastgeber. „Die Rückraumachse um Büdel, Lex, Harmandic und Kirveliavicius ist ebenfalls top besetzt“, schätzt Bürkle den gegnerischen Rückraum ebenfalls stark ein, in dem vor allem Nico Büdel (134/31) und Romas Kirveliavicius (107) als Torschützen in Erscheinung treten. Nicht zuletzt deshalb wollen DIE RECKEN das Spiel über die eigene Abwehr zu ihren Gunsten positiv beeinflussen. „Wir müssen die Power hoch halten, bis es nicht mehr geht. Umso wichtiger ist es daher, über die Defensive gut in den Gegenstoß zu kommen“, sieht Bürkle einen Schlüssel zum Erfolg in der Abwehrarbeit. „Coburg spielt mit sehr viel Geduld im Angriff. Wir müssen daher voll fokussiert und konzentriert sein.“ Eine wichtige Rolle spielt dabei auch wie gewohnt die Kampfkraft. „In der Abwehr wollen wir auf den positiven Dingen der letzten Spiele aufbauen und kämpferisch voll dagegen halten“, so Malte Semisch.

Eine alles andere als leichte Aufgabe steht den RECKEN also am Mittwoch bevor. Entsprechend intensiv hat sich die knapp einwöchige Vorbereitung auf diese Partie gestaltet. „Wir bereiten uns konzentriert auf Coburg vor und sind die letzten Trainingseinheiten der Spielvorbereitung detailliert angegangen, um optimal eingestellt zu sein“, fasst Jens Bürkle die Tage vor dem Coburg-Spiel zusammen. Anwurf beim HSC 2000 ist am morgigen Mittwoch in der HUK Coburg Arena um 20:15 Uhr.

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