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Maurice Dräger kann weiter vom Titel träumen

Die deutsche Auswahl im Beachhandball hat bei der Beachhandball Europameisterschaft 2015 in Spanien im allerletzten Spiel den Einzug in das Viertelfinale klar gemacht. Anders als beim Hallenhandball besteht ein Spiel beim Beachhandball aus zwei zehnminütigen Sätzen. Um ein Spiel zu gewinnen, muss eine Mannschaft beide Sätze gewinnen. Sollten beide Mannschaften jeweils einen Satz für sich entscheiden, kommt es zum Shoot-out. Dieses ist eine abgewandelte Form des Siebenmeterwerfens des Hallenhandballs. Besonders beim Beachhandball ist, dass man je nach Torwurf unterschiedliche Punkte erhält. Ein Tor durch einen einfachen Wurf gibt einen Punkt, ein Kempa-Tor dagegen drei Punkte. Das Team mit den meisten Punkten in einem Satz gewinnt diesen Satz.

Neben dem mehrmaligen Europameister Kroatien (2009, 2011 und 2013) traf Maurice Dräger von der TSV Hannover-Burgdorf mit der deutschen Nationalmannschaft der Männer in der Gruppe A auf die Ukraine, Schweden, Spanien und Polen. Mit einem guten Gefühl startete man in die diesjährige Europameisterschaft. „Es ist alles gut gelaufen. Alle sind da und alle sind fit, wir haben gut trainiert. Die Motivation und die Vorfreude wachsen“, resümierte Nationaltrainer Konrad Bansa nach dem Abschlusstraining in Deutschland.

Bereits im ersten Gruppenspiel gegen Kroatien wurde allen Akteuren aber schnell klar, dass ein Weiterkommen nicht einfach werden würde. Die Kroaten dominierten beinahe die komplette Partie und zeigten den Deutschen auf, dass sie nicht zu Unrecht einer der Turnierfavoriten sind. Besonders die gute Abwehr- und Torwartleistung der Gegner ließ ein besseres Ergebnis nicht zu. „Wir haben zwar alles in die Waagschale geworfen, doch die Routine hat sich für den Europameister der vergangenen drei Meisterschaften bezahlt gemacht“, beurteilte Bansa die kroatische Leistung.

Die zweite Partie gegen die Ukraine wurde erneut ohne deutschen Satzgewinn verloren. Allerdings hätte es laut DHB-Trainer auch ganz anders kommen können: „Die Spiele waren knapper, als es das Ergebnis vermuten lässt. Kurz vor Ende des zweiten Satzes hatten wir noch alles in der Hand.“

Konrad Bansa rief das Spiel gegen Schweden bereits als Endspiel aus, da dieses Spiel gewonnen werden musste, um die Chance auf den Einzug in die Hauptrunde zu wahren. Die deutsche Mannschaft ließ den Worten Taten folgen und den Schweden keine Möglichkeit auf einen Sieg. War der erste Satz bis zum Schluss noch völlig umkämpft, setzte sich Deutschland im zweiten Durchgang früh ab. Maurice Dräger erzielte dabei kurz vor Schlusspfiff wichtige Treffer und markierte den Endstand von 17:10 im zweiten Satz. „Jetzt ist der Knoten geplatzt“, bewertete Torhüter Bastian Nagel von den 12 Monkeys Köln BHC die Partie anschließend.

In der vorletzten Partie der Gruppenhase gab es dann aber einen herben Rückschlag für die Nationalmannschaft. Obwohl man spielerisch überwiegend gut agierte, konnte gegen den stark aufspielenden Gastgeber Spanien kein Durchgang für sich entschieden werden.

Das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Polen wertete Nationalspieler Stefan Timmermann von der HSG Delmenhorst vorab als weiteres Endspiel: „Endspiele liegen uns, das hat man gegen Schweden gesehen. Hoffentlich endet das heute auch so.“ Mit dem kommenden Spielverlauf hatte aber wahrscheinlich niemand gerechnet. Setzten sich die Deutschen im ersten Satz mit 19 zu 16 Punkten durch, verloren sie den zweiten Satz knapp mit einem Punkt Unterschied. Beim darauffolgenden Shoot-out behielt man die Nerven und setzte sich verdient mit 6 zu 4 durch. RECKE Maurice Dräger hatte mit elf Punkten maßgeblich Anteil am Sieg und dem Einzug der Nationalmannschaft in die nächste Runde.

Die beiden nächsten Gegner in der Hauptrunde sind Russland und Ungarn. Ein weiteres Spiel gegen Spanien, die in derselben Gruppe wie Deutschland sind, findet nicht statt. Stattdessen wird das Ergebnis des Vorrundenspiels zwischen Deutschland und Spanien in die Hauptrunde übernommen.

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