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Krasser Außenseiter in der Lipperlandhalle

Auf dem Papier haben DIE RECKEN eigentlich gute Chancen, die Partie in der Lemgoer Lipperlandhalle für sich zu entscheiden: Die TSV Hannover-Burgdorf steht in der Tabelle auf dem neunten Rang und somit zwei Plätze vor dem TBV Lemgo. Das Hinspiel wurde deutlich mit 33:26 gewonnen. Zudem kassierte die Abwehr der Niedersachsen in dieser Spielzeit rund 50 Gegentore weniger, als die der Lipperländer. Doch nicht erst durch den Ausspruch von Otto Rehhagel wissen Sportler: Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

„Mannschaft stellt sich von alleine auf“

Diese Statistiken werden am Mittwoch beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vollkommen ohne Wert sein, denn der Rumpfkader der RECKEN hat wenig mit dem Team zu tun, das im Hinspiel den Sieg in der Swiss Life Hall erringen konnte. Trainer Christopher Nordmeyer bemerkte bereits am Montag: „Die Mannschaft wird sich am Mittwoch von alleine aufstehen.“ Diese Aussage traf er wohlgemerkt bereits bevor sich Rúnar Kárason verletzte und die Diagnose für Torge Johannsen feststand. Ob und welche Spieler aus dem Unterbau bei den Profis aushelfen, steht noch nicht fest.

Schwere Wochen für den TBV Lemgo

Dabei wäre unter normalen Bedingungen das Gastspiel am Mittwoch beim TBV Lemgo eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Wiedergutmachung für das Ausscheiden im EHF Cup zu betreiben. Denn die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt zeigte sich im Kalenderjahr 2014 bislang noch nicht in Bestform: Aus den vergangenen sieben Spielen in der DKB Handball-Bundesliga konnten nur vier Punkte errungen werden. Allerdings traten die Lipperländer in den letzten Wochen gegen die Spitzenmannschaften der SG Flensburg-Handewitt, den Rhein-Neckar Löwen und den Füchsen Berlin an. Punktgewinne aus diesen Partien wären für den Tabellenzehnten aus Lemgo eine freudige Überraschung gewesen.

Warnung von Nordmeyer

„Der TBV beschickt über ein spielstarkes Team mit hoher Variabilität im Angriffsspiel. Zudem verfügen sie zusätzlich über sehr gute Einzelkönner“, beschreibt Christopher Nordmeyer die Stärken der Gastgeber. „Der Innenblock mit den Nationalspielern Finn Lemke und Hendrik Pekeler macht seine Sache äußerst gut. Im Angriffsspiel müssen wir uns steigern, um diese Deckung in Verband mit den Torhütern knacken zu können“, warnt Nordmeyer seine Rückraumspieler vor den Qualitäten des Lemgoer Abwehrblocks.

Auf Verletzungssorgen, Personalien und Statistiken wird spätestens nach dem Anpfiff niemand mehr Rücksicht nehmen, denn: Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

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