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Konzentration auf die Bundesliga

In einem waren sich letztendlich alle einig: An der Unterstützung der Fans hat es nicht gelegen, dass DIE RECKEN den Einzug in das Viertelfinale des EHF Cup nicht geschafft haben, sondern in der Gruppenphase die Segel streichen müssen. Mit zwei vollbesetzten Bussen waren die Anhänger der TSV Hannover-Burgdorf zum Auswärtsspiel nach Lund in Schweden gefahren und haben die Partie in der Färs & Frosta Sparbank Arena quasi zu einem Heimspiel gemacht. Über die gesamten letzten Wochen hatten die Fans eine fantastische Atmosphäre erzeugt und auch in Lund zeigten sie sich von ihrer besten Seite. Für ihr geliebtes Team hat es trotzdem nicht gereicht.

Verständnis auf beiden Seiten

„Wir haben Fans, die wir nicht verdienen“, gestand Kreisläufer Juan Andreu nach der Niederlage frustriert auf Twitter ein und entschuldigte sich zugleich für die Niederlage. RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer suchte das persönliche Gespräch mit der Fankurve und zeigte Verständnis für eventuellen Unmut der treuen Unterstützer. „Die Fans nehmen viel auf sich und reisen mit großen Erwartungen hierhin. Natürlich verstehe ich es, dass sie aufgebracht sind. Ich habe im Anschluss an das Spiel aber auch Verständnis von ihrer Seite aus erfahren. Wir haben derzeit eine äußerst schwierige Personalsituation und können momentan nicht unsere beste Leistung abrufen.“

„Um im EHF Cup das Viertelfinale zu erreichen, hätte bei uns Einiges besser laufen müssen. Die Langzeitverletzten, die Krankheitswelle zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, personelle Wechsel, da kommt einfach zu viel zusammen, was ein erfolgreicheres Abschneiden in diesem Wettbewerb verhindert hat. Ich tue mich sehr schwer damit, irgendwem einen Vorwurf zu machen“, führt Nordmeyer weiter aus.

Konzentration auf die Bundesliga

Motivationsprobleme sieht der Hannoveraner Coach nicht auf seine Mannschaft zukommen: „Wir haben einfach einen unglaublichen Spaß an diesem Spiel und gehen mit dieser Einstellung auch in jede Partie. Es wird jetzt kein Einspielen auf die nächste Saison geben, sondern der Fokus liegt ganz allein auf dem Rest dieser Spielzeit.“

Dass aus dem Spiel gegen Lund keine Punkte, stattdessen aber einige neue Verletzungen und Blessuren mitgenommen wurden, wird Nordmeyer und seinem Team bei den weiteren Aufgaben im nationalen Wettbewerb sicher keine Hilfe sein. Wer am Mittwoch beim TBV Lemgo auflaufen können wird, stand am Montag noch in den Sternen.

Die RECKEN-Verantwortlichen hoffen jedoch, dass sich einige Fans auf den Weg in die Lemgoer Lipperlandhalle machen werden. „Gerade in dieser schwierigen Situation kann diese Unterstützung den Ausschlag geben“, ist sich Nordmeyer sicher.

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