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„Ich kann mir viele Sachen vorstellen“

Jan Fiete Buschmann hat den Aufschwung der TSV Hannover-Burgdorf mitgeprägt wie kaum ein anderer Profi. Im Aufstiegsjahr in 2009 wechselte der Linkshänder von GWD Minden zu den Niedersachsen und ist damit nach Lars Lehnhoff der dienstälteste Akteur in Reihen der RECKEN. Nach fünf spannenden und sehr erfolgreichen Jahren in der niedersächsischen Landeshauptstadt wird dieser Karriereabschnitt für den 32-Jährigen nun zu Ende gehen. DIE RECKEN haben von der Option Gebrauch gemacht den Kontrakt mit Buschmann zum Saisonende aufzulösen. „Es ist schade, dass das jetzt passiert ist, denn ich hätte den Weg der RECKEN gerne weiter mitbegleitet. Die fünf Jahre hier haben sehr viel Spaß gemacht, weil wir unglaublich viel erreichen und bewegen konnten“, sagt Buschmann.

In seiner Zeit bei der TSV Hannover-Burgdorf erlebte der Linkshänder wie sich der Club nicht nur zu einer festen Größe in der DKB Handball-Bundesliga sondern auch in der Sportregion Hannover etablierte und sich auch in der Organisationsstruktur Stück für Stück bis hin zum Markenrelaunch professionalisierte. In der letzten Spielzeit, die mit der erstmaligen Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb als beste Saison der Vereinsgeschichte in die Annalen einging, durfte Jan Fiete Buschmann die Mannschaft als Kapitän auf das Spielfeld führen.

Somit war der 32-Jährige nicht nur auf, sondern auch abseits des Handballfeldes ein wichtiger Repräsentant und Markenbotschafter. „Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein, hat mich als Person weitergebracht und wird mir auch für die Zukunft hilfreich sein“, erklärt der frühere Nationalspieler. „Wir haben Fiete als einwandfreien und zuverlässigen Charakter kennengelernt, der die Interessen der Mannschaft und des Vereins stets vorbildlich vertreten hat“, hat Geschäftsführer Benjamin Chatton nur lobende Worte für Buschmann. 

Der gebürtige Bielefelder streifte in seiner bisherigen Karriere, mit 14 Jahren in der ersten Bundesliga, nur drei verschiedene Trikots über. Neben seinem Heimatverein TV Werther war Buschmann vor seiner Zeit bei der TSV Hannover-Burgdorf ausschließlich bei GWD Minden unter Vertrag. Vereinstreue und Nachhaltigkeit sind dem Linkshänder sehr wichtig. „Wenn mich ein Projekt überzeugt, dann stehe ich zu 100 Prozent dahinter und versuche, meinen Teil zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung beizutragen.“ Sein zukünftiger Verein sollte daher „ligenunabhängig über ein klares Konzept verfügen“, so Buschmann, der bereits seit drei Jahren parallel ein Fernstudium zum Bachelor der Betriebswirtschaftslehre an der PFH Göttingen absolviert und sich bereits auf die berufliche Zukunft nach der Profikarriere vorbereitet.

Bevor sich der Linkshänder aber der neuen sportlichen Herausforderung stellt, will er mit den RECKEN noch die gesteckten Saisonziele erreichen. „Wir wollen im EHF Cup in das Viertelfinale einziehen und uns in der Bundesliga weiter unter den besten zehn Teams etablieren“, erklärt Buschmann, der aktuell noch an einer Ellenbogenverletzung laboriert und in Kürze wieder ins RECKEN-Team zurückkehren wird. Gleichzeitig sondert er derzeit aber auch schon den Markt nach passenden Alternativen. „Ich bin flexibel und kann mir viele Sachen vorstellen“, sagt der 32-Jährige, der in Hannover gemeinsamer mit seiner Frau und der dreijährigen Tochter lebt.

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