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„Ich hoffe, der Handball hat mich in zwei bis drei Monaten wieder“

TSV-Spieler Nikolas Katsigiannis absolviert neuesRehabilitationsprogramm

Seine größte Leidenschaft ist das Handballspielen. Kurz nachder Vertragsunterzeichnung bei der TSV Hannover-Burgdorf im Jahr 2010 begannfür Nikolas Katsigannis jedoch eine bis heute andauernde Leidenszeit.

Den Torhüter, der von seinen Mannschaftskollegen humorvollnur die „Katze“ genannt wird, traf es knüppeldick: Im vorletzten Saisonspielder Saison 2009/2010 verletzte sich der damalige Torwart von GWD Minden amvorderen Kreuzband. Damals ahnte jedoch noch niemand, wie schwerwiegend dieseVerletzung tatsächlich ausfallen würde. Der Kreuzbandriss passierte zudem zueinem äußerst ungünstigen Zeitpunkt: Gerade hatte es der Katsigiannisgeschafft, sich in den Kreis der Nationalmannschaft zu spielen.

Die behandelnden Ärzte prognostizierten ihm eineGenesungsdauer von ca. sechs bis neun Monaten, danach sollte einer Rückkehr aufdas Spielfeld nichts mehr im Wege stehen. „Mein oberstes Ziel war es, wieder soschnell wie möglich fit zu werden und zu alter Stärke zurückzufinden“, erklärtder 29-Jährige. Doch im Oktober 2011 traten Komplikationen auf – ein weitererEingriff am Knie war von Nöten und warf den Nationalspieler in seinemHeilungsprozess erneut zurück.  Es kamallerdings noch schlimmer: Bis zum heutigen Tage musste sich Katsigiannisinsgesamt vier Knieoperationen unterziehen.

Der harte Weg zurückins Tor

Seit dieser Woche befindet sich die „Katze“  im Reha-Zentrum in Duisburg. Neben intensivenKrafttrainings- sowie Ausdauereinheiten gehören auch aktive Erholungsphasen wieMassagen zum täglichen Programm. „Die Trainer sind hier sehr nett, ich fühlemich wohl und werde gut behandelt“, beschreibt der  gebürtige Westfale das täglich sechs Stundenumfassende Training. 

Nach jedem anstrengenden Tag in der Reha, genießtKatsigiannis die Zeit bei seinen Eltern, wo er während seines Duisburg-Aufenthaltszeitweilig wohnen kann: „Es ist sehr erleichternd abends nach Hause zu kommenund sich an einen gedeckten Tisch setzen zu können. Die Unterstützung meinerEltern vereinfacht meine derzeitige Situation enorm.“ Am Wochenende geht esdann zurück zu Freundin Verena nach Hannover. „Wir sind viel unterwegs undsuchen meist Ablenkung abseits des Sports“, so Katsigiannis weiter.

Nicht die Hoffnungverlieren

Resignieren kommt für den 29-jährigen jedoch nicht in Frage:„Es zieht einen schon runter, wenn man so lange verletzt ist wie ich. Es gibtaber teilweise viel schlimmere Schicksalsschläge auf der Welt als mich. Dashilft mir ungemein meine Motivation und Hoffnung auf eine vollständige Genesungnicht zu verlieren“. Beim Zuschauen seiner Kollegen im Training oder Spiel kommt jedoch Sehnsucht auf. „Natürlich macht eskeinen Spaß als Zuschauer beim Spiel dabei zu sein, wenn man weiß, dass mandiesen Sport eigentlich professionell ausüben könnte. Ich bleibe aberoptimistisch und glaube an ein erfolgreiches Comeback.“

Die Zahl 29 hilft

Für eine bevorstehende Rückkehr setzt der Torwart weiterhinauf die Rückennummer 29. „Früher hatte ich die 17 auf dem Rücken, diese warjedoch bei meinem neuen Verein schon vergeben, so dass ich mich für die 29entschieden habe“. Die Nummer bedeutet für ihn trotz seiner Verletzung keinUnglück. „Mit dieser Nummer habe ich schon viel erlebt und würde mir wünschen,sie auch weiterhin tragen zu dürfen“, so der fünfmalige Nationalspieler.

Die Zeichen stehenauf Grün

Die Zukunftspläne für Katsigiannis sind eindeutig: „Ich willauf jeden Fall wieder Handballspielen, im optimalen Fall schon in zwei bis dreiMonaten“, so der Torwart, der für die kommende Saison noch bei keinem Vereineinen Vertrag unterschrieben hat. Ziel ist es in der Vorbereitungszeit  bei einem Verein einsteigen zu können,insofern die Rehamaßnahmen positiv anschlagen.

Ein Ende der Leidenszeit scheint also in Sicht und es istNikolas Katsigiannis zu wünschen, dass er endlich wieder gesund wird und wiederseiner größten Leidenschaft nachgehen kann - dem Handballspielen.

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