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„Ich freue mich, mein Wort gehalten zu haben“

Gegen Magdeburg in den Schlussminuten verletzt ausgeschieden, beim Auswärtsspiel in Minden pausiert, zum Heimsieg gegen FRISCH AUF! Göppingen acht Tore beigesteuert – so liest sich die Bilanz der letzten drei Partien von RECKEN-Profi Torge Johannsen.

Nachdem er sich gegen den SC Magdeburg bei einem Zweikampf kurz vor Ende der Begegnung eine schmerzhafte Prellung des Wadenbeinköpfchens zugezogen und aufgrund dessen das anschließende Auswärtsspiel beim Nachbarn aus Minden verpasste hatte, feierte der Rechtsaußen gegen Göppingen ein gelungenes Comeback. Achtmal trug er sich in die Torschützenliste ein und überzeugte auch ansonsten durch eine starke Laufleistung sowie ein engagiertes Spiel in der Abwehr.

Dass seine Rückkehr beim Spiel gegen den Tabellenelften so positiv ausfallen würde, hätte vor der Partie sicher kaum jemand vermutet, da die Schmerzen in Wade und Knie immer noch nicht ganz abgeklungen waren. Erst kurz vor Anpfiff konnte über ein Mitwirken von Johannsen entschieden werden. „Der Trainer hat mich gefragt, ob ich spielen kann und ich habe ihm signalisiert, dass es geht“, berichtet der Nordfriese. Die Gefahr, dass die Verletzung wieder aufbricht und so frühzeitig gewechselt werden muss, blieb dennoch bestehen. „Es war vor allen Dingen eine Kopfsache. Vor dem Spiel hört man natürlich ständig in das lädierte Bein hinein, was man während der Partie ausschalten muss“, erklärt Johannsen. Dies gelang dem 30-jährigen ausgesprochen gut, sodass er bereits in der ersten Halbzeit fünf Tore zur 19:14-Pausenführung der RECKEN beisteuern konnte.

„Es freut mich sehr, dass ich mein Wort gegenüber unserem Trainer halten konnte“, fasst ein glücklicher Johannsen zusammen und erklärt weiter: „Frühzeitige Ausfälle während eines Spiels bedeuten auch immer eine Umstellung für den Trainer und die ganze Mannschaft. Daher bin ich froh, dass es für 60 Minuten gereicht hat.“

Der Schlüssel zum Erfolg beim Spiel gegen Göppingen lag für Johannsen in der guten Deckungsleistung, die man bereits im Vorfeld der Partie als entscheidenden Faktor für einen Sieg ausgemacht hatte. Eine konzentrierte Abwehrarbeit haben sich DIE RECKEN auch für die beiden noch ausstehenden Partien vorgenommen. „Wir wollen nichts liegen lassen und am besten alle vier Punkte einfahren“,  erläutert der gebürtige Husumer. „Außerdem können wir durch unsere Ergebnisse auch noch die letztendliche Tabellenkonstellation der anderen Mannschaften mit beeinflussen – allein unsere Verantwortung gegenüber dem Sport verlangt daher maximalen Einsatz.“

Dass DIE RECKEN beim abschließenden Heimspiel gegen die Füchse Berlin dabei in einer ausverkauften Swiss Life Hall antreten werden, ist für Johannsen ein toller Anreiz: „Vor mehr als 4.000 Fans in der eigenen Halle zu spielen, ist immer etwas ganz Besonderes. Der ohnehin schon phänomenale Rückhalt unserer Fans wird durch die vollen Rängen noch zusätzlich verstärkt.“

Doch trotz aller Konzentration und Spannung auf die anstehenden Partien in der DKB Handball-Bundesliga freut sich der Familienvater auch auf die Sommerpause und die Zeit mit seinen Kindern. „In diesem Jahr überschneiden sich die Schulferien zu großen Teilen mit der Handball-Sommerpause, sodass ich viele Unternehmungen mit meiner Familie machen kann.“ Daneben steht für den RECKEN-Spieler in der handballfreien Zeit noch ein weiteres Highlight an. „Mein ehemaliger Mitspieler Hannes Jón Jónsson heiratet diesen Sommer in Island. Ich freue mich schon sehr auf die Feier und den Besuch in diesem faszinierenden Land“, beschreibt Johannsen seine Pläne für die kommenden Wochen.

Anschließend geht es ausgeruht und mit neuem Schwung in die Vorbereitung für die nächste Saison – spätestens dann sollte auch die verletzte Wade keine Probleme mehr bereiten.

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