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Historisches an einem historischen Tag

DIE RECKEN stürmen die Hölle Nord in Flensburg

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihre bärenstarke Verfassung auch im DHB-Pokal untermauert. DIE RECKEN brachten das Kunststück fertig und bezwangen den amtierenden Deutschen Meister zum zweiten Mal binnen einer Woche. Mit einer grandiosen Defensivleistung stürmten die Niedersachsen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Hölle Nord und setzten sich mit 26:20 (15:9) durch. „Einen besseren Tag für so einen Sieg wie den Tag der deutschen Einheit gibt es wahrscheinlich nicht“, freute sich der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen. „Die Mannschaft hat einmal mehr unfassbar gut in der Abwehr gearbeitet und wir konnten uns dadurch Vorteile erarbeiten“, lobte Trainer Carlos Ortega seine Mannschaft.

Die Anfangsphase in der „Hölle Nord“ gestalteten beide Teams bis zum 4:4 (14.) ausgeglichen. Danach setzten die Niedersachsen aber zum entscheidenden Schlag in der Begegnung an. Die Abwehr rührte Beton an, Urban Lesjak hielt im Kasten, was zu halten war und im Angriff konnten sich DIE RECKEN auf Spielmacher Morten Olsen verlassen, der nicht nur glänzend Regie führte, sondern auch als Vollstrecker auffällig agierte.

So blieben DIE RECKEN acht Minuten ohne Gegentreffer und setzten sich bis auf 9:4 (20.) ab. Gestützt auf diesen Vorsprung agierten die Niedersachsen bis zur Pause in der Abwehr weiterhin mutig und aggressiv und agierten auch im Angriff mit der nötigen Zielstrebigkeit, egal welche Defensivformation die Flensburger auch wählten. Zudem waren DIE RECKEN auch gedankenschneller wie beim 15:9 Treffer durch Olsen, gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand, den der dänische Nationalspieler per direktem Freiwurf erzielte. „Wir haben vorne klug gespielt und hinten sehr geschickt verschoben und Flensburg damit kaum einfache Tore ermöglicht“, analysierte Sven-Sören Christophersen den ersten Spielabschnitt.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Flensburger nochmal alles und schafften es immer wieder, den Rückstand bis auf vier Treffer zu verkürzen. Doch mehr ließen die Niedersachsen bis zum Spielende nicht zu. Ob eine Parade des starken Urban Lesjak, ein weiterer Ballgewinn der sehr guten Abwehr oder entscheidende Treffer von Fabian Böhm - DIE RECKEN hatten auf jede Situation die richtige Antwort. Als Nejc Cehte zweieinhalb Minuten vor Schluss das 24:19 markierte, stand der erste Auswärtssieg bei der SG Flensburg-Handewitt fest.

Der Rest war riesengroßer Jubel auf Seiten der RECKEN, die gemeinsam mit ihren lautstarken mitgereisten Fans das historische Ereignis feierten. „Es ist wahrscheinlich die beste Abwehr, die Hannover jemals gespielt hat“, hob Spielmacher Morten Olsen das aktuelle Prunkstück hervor. „Wir haben eine positive Grundstimmung in der Kabine und die überträgt sich einfach auf das Spielfeld“, erklärte Urban Lesjak. „Das so genannte Momentum ist aktuell auf unserer Seite. Wir wollen es weiter hochhalten und so weitermachen“, stellt Kapitän Fabian Böhm heraus.

Großartig feiern können DIE RECKEN den Husarenstreich nicht, denn bereits am Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel bei der MT Melsungen der nächste Kracher. „Wir müssen jetzt gut regenerieren, denn am Sonntag erwartet uns ein sehr schweres Spiel“, blickt Carlos Ortega bereits voraus.

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